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Haḳedem · 1907-03-25 · 1 (25.3.1907) · p. Seite 16

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
1 (25.3.1907)
Date
1907-03-25
Page
Seite 16 (sequence 20)
Language
German, Hebrew
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16 Ludwig Blau. von den zum Vorschein gekommenen Grabschriflen jüdischen Ursprungs sind. r 2. Zu den palmyrenischen Weihinschriften. Über die Weihinschriften sägt Lidzbarski: ״In den aramäischen, besonders in den palmyrenischen Inschriften ist eine beliebte Formel zur Angabe des Zweckes 'על חיי פ oder לחיי פ׳. Natürlich ist es zunächst die eigene Wohlfahrt und das eigene Leben, die der Weihende im Auge hat .... in den palmyrenischen Inschriften werden aber immer ein oder mehrere Angehörige eingeschlossen: על חיוהי וחיי בניה י 'אל חיוהי וחיא בגוריי ואחור.,(‘ Es ist nun uicht uninteressant, dieselbe Gepflogenheit dem Wesen nach bei den Juden wiederzufinden. Wir lesen nämlich in einer Baraita, also in einem spätestens aus dem 2. Jahrhundert stammenden hebräischen Texte, das folgende: האומר סלע זו לצדקה בשביל שיחיו בגי ובשביל שאזבדי בה לחיי העולם הבא הרי זה צדיק גמור ״Sagt jemand, ich spende diesen Sela, damit meine Kinder leben und damit ich des zukünftigen Lebens teilhaftig werde, 80 ist er ein vollkommener Frommer“ 2). Der Heide stiftet eine Votivtafel, der Jude übt Wohltätigkeit; der Heide denkt in erster Reihe au seine eigene Wohlfahrt, der Jude an die seiner Kinder. Dies sind wohl charakteristische Unterschiede, doch bleibt das Wesen der Sache dasselbe. Besonders frappant ist das Zusammentreffen im Ausdruck: על חיוהי וחיא בגוריי (palmy-. renisch), בשביל שיחיו בגי (hebräisch). Die talmudisch-jüdische Färbung zeigt sich auch in dem Verlangen nach dem jenseitigen ו) N. E. 1&7. Lidzb. fährt noch 11 andere Belege an, in denen der (die) Weihende auch den Vater oder die Familie nennt. .Unter den kananäischen Inschriften kommt eine solche Formel nur in Larn. Lap. 211 vor: עי חיי ועל חי זרעי'. Es kommt auch vor. dass jemand nur für seinen Sohn weiht. Zehn einschlägige palm. Weib Inschriften hat L. in der .Auswähl“ p. 473—476 abgedruckt. Of. noch Ephemöris I 346: ער חיוהי וחיי »חוה (auf einer von einem Nabatäer gestifteten palmyrenischen Weihinschrift) und ebenda II 298. Auf einer nabat&ischen Inschrift lautet die Formel על שלט» ושלס בנוהי (ebenda 261; cf. auch die nabatäisqhe Inschrift Euting 6, zitiert von Sanda, Die Aramäer, Leipzig 1902 (Der alte Orient IV, 3], p. 28). *) R0Bch Uaschana 4a oben; Pesachim 8a unt.; Baba Batra 10b. Die Varianten sind ohne Belang.

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