Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 1 (25.3.1907)
- Date
- 1907-03-25
- Page
- Seite 4 (sequence 8)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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4 Knut Tallqviat. waren“ (nach Jensen, Kosmologie p. 6). Von dem Gott Assur heisst es K 3258,21, 24 [qibitsu Ai] ma Sitir burumme ul iSidsa adanna ״sein Befehl ist wie die Sternenschrift des Firmaments“ -usw. Diese Stellen erinnern an Labid VI t: ״wir altern, aber nicht die aufgehenden Sterne“. Ähnlich ist endlich der Ausdruck ״die Tage des Himmels“ in der biblischen Phraseologie, P8. 89,30: ״ich lasse seinen Samen ewig dauern und seinen Thron gleich des Himmels Tagen,“ vgl. Sir. 45,15, Baruch 1,11. 2. Auch die Erde ist sowohl im Assyrischen wie im Hebräischen ein Typus der Festigkeit und Dauerhaftigkeit (vgl. ass. danninu Erde, eig. ״die Feststehende“ KB VI 1, p. 364), K 4618 obv. 4/5 (IV R 30): qarradu rabu Sa kima irsitim ritu ״grosser Held, der gleich der Erde feststeht,“ P8. 78,69 ״er baute .... sein Heiligtum gleich der Erde, die er für ewig gegründet“ und Koh. 1,4 ״ein Geschlecht geht dahin und ein anderes kommt, aber die Erde bleibt ewig stehn“. v Bisweilen stehen Himmel und Erde beisammen in dem angeführten Sinne, so schon in einer Inschrift Nebukadrezars I (II 60, V R 56): adi Same u ir$itu baSü zirSu lihliq 80״ lange Himmel und Erde bestehen, 8011 sein Same vergehen“, und ähnlich K 4807 rev. 18 (IV R 12): adi Samü m irsitum baSu paluStt lü däri ״so lange Himmel und Erde bestehen, möge seine Regierung dauern“. Der nämliche Gedanke liegt endlich auch der Aussage Lk. 16,17 zugrunde: evxomaTSQOv di iartv röv ovqavov xai TtjV ע!? ץ naqtX&tXv rj rov vopov piav xeqainv TtetieXv. 3. In der biblischen Literatur sind Mond und Sonne Sinnbilder der Ewigkeit (der Mond allerdings auch Typus der Unbeständigkeit Sir. 27,11) Ps. 72,5: ״er lebe so lange die Sonne scheint und.der Mond währt,“ V. 7: ״in seinen Tageu blühe die Gerechtigkeit und Fülle des Friedens, bis kein Mond mehr ist“, und Ps. 89,37 f, ״die Nachkommenschaft Davids 8011 ewig bestehn und sein Thron vor mir wie die Sonne־, wie der Mond (בירח) soll er ewig bestehn, un3“cle)• Zeuge in der Höhe ist treu“. Die entsprechende Betrachtungsweise in bezug auf den Mond scheint auch im Assyrischen nachweisbar zu sein, vgl. Samsuiluna IV 8f. (KB III1 p. 132f.): [ba]lätam Sa kima “ Sin a[r/1t]£a»< td[«ZJdtiu.iSriqünim ״Leben, welches wie der Mondgott monatlich sich erneuert, .... verliehen sie mir.“