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Haḳedem · 1907-03-25 · 1 (25.3.1907) · p. Seite 3

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Journal
Haḳedem
Volume
I (1907)
Issue
1 (25.3.1907)
Date
1907-03-25
Page
Seite 3 (sequence 7)
Language
German, Hebrew
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Typen der assyrischen Bildersprache. 3 '■v liehen Vöiker ausgeübt. Bilder, die der Bibel entstammen und die man sich gewöhnt hat, als echthebräische Schöpfungen anzusehen, werden aber durch ihr Vorkommen auch in der assyrischen Sprache als gemeinsemitisch-orientalische erwiesen. Ein Beispiel ist das schon angeführte „pastorale“ Bild, welches noch eine grosse Bolle in den jetzigen Sprachen Europas spielt. Indessen hat die assyrische Bildersprache bis jetzt nicht die gebührende Aufmerksamkeit gefunden, am wenigsten unter den Alttestamentlern. In seinem sehr schätzenswerten Buche „Die Bildersprache des Alten Testaments“ (Leipzig 1906) deutet der Verfasser Aug. Wünsche mit keinem Worte die nahe Verwandtschaft der biblischen Bildersprache mit der der Babylonier und Assyrer an. Meinerseits habe ich seit Jahren Kollektaneen auf dem Gebiete der assyrischen Bildersprache angelegt und auch schriftlich diesen Gegenstand behandelt1). Doch ist es jetzt nicht meine Absicht,, eine Darstellung der gesamten assyrischen Bildersprache hier in Angriff zu nehmen. Ich will im Folgenden nur einige Typen dieser Bildersprache, nach den Vergleichungs- hinsichten geordnet, vorführen, mit steter Beachtung ähnlicher Erscheinungen besonders innerhalb der Bibel. I. Dauerhaftigkeit.' 1. Typus der Dauerhaftigkeit und der Ewigkeit ist besonders der Himmel oder Himmel und Erde. In den Texten Nabunaids (I R 68 No. 1. II 17; 69, I 20, 11 22, III 53) begegnet uns wiederholt die Phrase kima Same iSdaSunu likitnu „gleich dem Himmel bestehe ihr Fundament“. In einer Hyjnne auf Nebo (K 3130 obv. 19; IV R 20 No. 3) wird gesagt: qibitka kima Same ul uttakkar „dein Geheiss ist unabänderlich gleich dem Himmel“. Auf dieselbe Weise wird auch der Sternenhimmel zur Veranschaulichung der Dauerhaftigkeit und Unabänderlichkeit verwendet. Layard 64,36: temmennu ddrti duruS säti Sa ultu ullä itti Sitir burtme. i$ratsu csritma „die dauernde Grundlage, den für die Zukunft bestimmten Bau, dessen Zeichnungen seil uralter Zeit zugleich mit der Schrift des buriimu gezeichnet ') Zwei Aufsätze in schwedischer Sprache, s. Müllers Orientalische Bibliographie XIV (1900) No. 2463, XVII (1903) No. 3806. 1

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