Haḳedem
- Journal
- Haḳedem
- Volume
- I (1907)
- Issue
- 1 (25.3.1907)
- Date
- 1907-03-25
- Page
- Seite 2 (sequence 6)
- Language
- German, Hebrew
- Belongs to
- journal issue
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2 Knut Tallqviet. und Gräbchen nicht mehr umzogen wird, im Boden nicl>t mehr Wurzel schlägt, ihre Röhre nicht mehr wächst, das Sonnenlicht nicht mehr erblickt, wie sie auf den Tisch eines Gottes oder eines Königs nicht mehr kommt, so werde der Fluch, der Bann usw. wie diese Zwiebel abgeschält!“ Es ist jedoch zu beachten, dass Gleichnisse dieser Art nicht auf der gleichen Stufe mit den Vergleichungen stehen, indem sie die bei den Bannungszeremonien üblichen symbolischen Handlungen ausmalen. Die Gebiete, aus welchen die Bilder und Vergleichungen der assyrisch-babylonischen Texte geschöpft werden, sind sehr verschieden. Die meisten sind, wie zu erwarten ist, der äusseren sinnlichen Naturwelt entnommen. Am häufigsten werden Erscheinungen der unorganischen Natur, Himmel, Erde, Sonne, Mond, Sterne, Wind, Wolken, Wasser, Gebirge, Staub usw. zum Vergleich herangezogen. Fast ebenso beliebt sind dem Tierreiche entnommene Bilder, die wilde und zahme Tiere, grosse und kleine, vom Kamele bis zur Heuschrecke, berücksichtigen. Weit geringer an Zahl, sind die Bilder, welche das Pflanzenreich abgibt. Auch die verschiedenen Erscheinungen der Kulturwelt spielen eine hervorragende Rolle in der assyrischen Bildersprache, so Fischfang, Jagd, Viehzucht, Ackerbau, Gewerbe, Seefahrt, Schreibkunst, Musik, Religion usw. Viele assyrische Bilder sind solche, die man auch bei anderen Völkern, vom Süden bis zum äussersten. Norden, sowohl im Altertum wie in der Gegenwart wiederfindet. Anderes ist ja nicht zu erwarten. Denn die Bilder werden aus Erscheinungen geschöpft, die wenigstens zum Teil überall Vorkommen, und' haben ihren Grund in.gemeinmenschlichen, psychologischen Anlagen. Jedenfalls ist es interessant zu sehen, wie manche bei uns geläufige Bilder schon in dem grauen Altertum ebenso geläufig waren. Diese Möglichkeit gewähren uns aber nur die Keilschrifttexte, von denen einige uns die Geschichte der Bildersprache mindestens bis ins dritte Jahrtausend v. Chr. verfolgen lassen. Nicht weniger interessant ist die assyrische Bildersprache wegen ihrer auffälligen nahen Verwandtschaft mit der Bildersprache der übrigen Semiten, insbesondere mit der der biblischen Literatur. Bekanntlich hat die biblische Bildersprache einen grossen Einfluss auf die Literaturen und Redensarten der Christ-