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Die Bne Briss · 1937-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1937
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 12)
Language
German
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Wirkens: „der Ii krat bis in die 1 bensziel ausseht dem Volk", dem hingebender St l|>steiitäußerung zu dienen i^ie, der Besondere im 'Volke ngerspitzen, der er war, er Blich darin, dem anonymer! rasen •; der Aristo- Zucht «eines Denkens, die kristallklare Reinheit der Gesinsah sein Lcnung, das adlige Ethos seines ganzen Wesens und Werks. „Einen-ans das ist Achad Haams-kostbare Erbschaft, deren sich das Müsse mit ganze Volk ohne Unterschied der Richtung an diesem Ge- Die strenge denktag dankbar bewußt wird. : - ' ' 'h . I i' Aus den Logen des VIII. Distrikts Nachrufe Hr. Jacob PleBner. Gel». 18. August 1871, gest. 20. Okt..!) ■ Mit dem II r 19.M>. ■scheiden des Rr. Pleßner bekannten, sympathischen Künstler jü von uns gelang! Ii. der durch sein Schaffen. Wesen und sein vornehme Gesinnung sich und Freunde bef Juden und Nichfjuden erw In Berlin Bildung im dy Wissen in der elterliche n-Jlau zeigte? sich -\ichen. kunsl lernte er zun: hiesigen Firma i.en Abcncfkl Modelliereni außerdem bei ist einer der üm'1 en Stammes spin schlichtes le Verehrer orben hat. jeboren. empfing er seine 'humanistische n nasium zum dräuen Kloster. K-.-in Jüdisches Religionsschule der Adass Jisrocl und im. Die Begabung für Zeichnen und Malcn-i frühzeitig bei ihm. Kach vcrsclliedcnen Verrblieh als Musterzeichner zu arbeitci. ehst die dekorative Bildhauerei bei def Frust Westphal, bildete sie i daneben in •n iler llandwcrkersehule im Porträt-, I im Figurcnzeichncu aus und betrieb >f. Ludwig Munzel Aktsdudien.!>n Im Jahre' :89G bestand PleBner in der \i der Künste tl nun Schüler Meverheim. sludien das Bauer" kehr von der wurde ihm im Jähr der M aufcnliult in Lehrer und : der Preis" für reu Prüfung in Porträtmod dlie um Janenieh, Ilerter. Rrc »' Jahre 1X99 schuf PleBner lief ..Auf deifT Fehle" daue|i cnam^L. Auf Grund eines zweiten' Irnte" (mich ..Nach der Arbt Jahre 1901 von der Kgl. Ak$ h a e 1 - B e c r - P r e i s zu Italien zuerkannt. Auf Etnp nf drunj neuer Leistungen wir ilOwi-ileres Jahr bewilligt liclikeit -hckaitnt machten*, aus Perugia' gestellt, von worben wurd als seibstind beitote er ni»|s verdiente An Rüsten. Stall mäler und »einer Belle Publikum zu Der Ante lhalt in Italien hat PleBner tl bedoutenden Werken angelegt, die seinen Namen ei er wfitcren Öffent- U. a. schuf'er die ..Rettelweiber ttfc später im Jahre 1907 in Dresden ausder Königin Wilhelmine voi Holland ern., Seit dem Herbst 190.1 lebte er in Herlin er Bildhauer; in seinem still.-n Atelier ar- >i;i»sig;m seiner Vervollkomir nung. und die rkc%nuog blieb nicht aus. Die zahlreiche^ Statuetten. Reliefs, Plaketten, Grabdenkdinktafeln. die er geschaffen plli. it und dem großen VcFtrspie seiner Kunst beste*). . 711 Voii len Büsten seien erwähnt: Der [im Repräien antensaal der Jüdisch, Gemeinde Moses Mendt Isspbn (1928), Frau Minister Studt Arthur Kahn und Louis Sachs: von den PlaUeM Prof. I'ndolt Virchöw. Geh. -Rat Timcndnrfcr Paul Nathan Ludwig Haas. Lurlwig Holländer, und Minna Schwarz. Kür das Bne-Uriss-Hau: straBe sehn er einen Brunnen, der "von Knabcngcsta I, die in der Hand ein Nest vot hält, gekrön wird. 1. Akad -mie und wurder und Paul nach Nalnrpflügender eliefs ..lleim- " bezeichnet vleniie für ein lein Studien* hlung seiner 'de ihm dann ugen tlas von das jruBe Knrfiirst Berlin 1914), Oscar Tietz, cn, die von Aron Hirsch, Ismar El bogen in uer Kleistner lieblichen jungeh Vögeln Rezeichnend für das fle ßige und ehrliche Schaffen PleBners ist seine hohe Auffassung voln der Arbeil. In seinen Werken „Auf dem Felde", ..Heimkehr von der Ernte"., ..Bergarbeiter und Hüttenarbeiter" .bezeugte er seine Hochachtung V1,r der körperlichen, in seinem „Bücherwurm' Arbeit. untl im ,.Mendelssohn' nicht nur wegen Pleßner war Leistungen, sondern auch wegen seines seiner steten Hilfsbereitschaft Unter sehr geschätzt. Jahrelang war er für die vor der geistigen i(ier künsllcrisphen edlen Charakters. Jen Fachgenossen ideellen und wirtschaftlichen Interessen der Künstlersch aft mit unermüdlicher'Hingabe! tätig. Er hatte .Respekt rar der Kunst) und darum wollte er. daß die Arbeit des Klinstiers durety gesetzliche Maßnahmen geschützt werde, damit er von materiellen Sorgen befreit, nur seinem Schaffeh leben könne. Anläßlichder zweiten Kunstausstellung der Berliner] Bne Rriss-I.ogen vom Dezember 192%, in der Werke jüdischer Künstler gezeigt wurden, wünscht PleBner in seinen» Arlik I ..Kunstbctrachliing". daß che Besucher der Aufstellung den Schöpfungen der Kunst gegenüber den richtigen, zu wirklichem Kunstgenüsse, d. h. zu einer inneren Bereicherung führenden Standpunkt einnehmen möchten. »I. B. der Berliner Logen l . (). B. B. »21, Nr, 21). In seinem Artikel „Die Wertung des bildenden Künstlers" sucht er den und was sein Lesern klarzumachen, Schaffen bedeutet. was ein Künstler ist. in ..Ein Künstler" —■ so schreibt er — keit. ausgestaltet mit sensiblen Sinnen krafl begabt: ihm werden die Natur * den. Geschehnisse der Umwelt, Vergan untl Zukunft, zu einem Erleben, das er verliehenen Betätigungsgabe zu gestallt gesehen durch das Prismaseiner cig' Auflassung..." (Fest-Nr. zum Ordenst: ,S. IVli ' - Der innere Drang ihn im Jahn* 1921 in auch ein ihm willkommenes ..Kunstausschuß der droßloge" sowie in ist eine PcrsönHchiinjd mit Schöpferinneres Empfinenheit. Gegenwart je nach der ihm sucht und zwar rasten subjektiven c 1923. Oktober, Pfefiners, aiHcnyzu helfen, führte unsern' Bruderkreis. Hier fand er Betätigungsfeld: dem tler in dem Berliner Logen isj erzführend und wegweisend gewesen. Iiier hat er wertvolle Anregungen nicht bloß gegeben, sondern auch bei deren Durchführung talkräftig mitgewirkt. Jacob PleBner darf mit Recht als jüdischer Künstler bezeichnet werden, nicht etwa in dem Sinne, als ob er nur jüdische Sujets für seine Schöpfungen gewählt und jüdische Themen behandelt hatte, solidem deswegen, weil er als tin aufrechter bewußter Jude durchs Leotin ging. Als Enkel des bekannten Rabbiners Salonion Pleßner s. A. war er stolz auf seine Herkunft, blieb der jüdischen Tradition seines Elternhauses treu ergeben und besuchte vorzugsweise die bescheidene Andachtsstiute in .der Lessing- 12

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