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Die Bne Briss · 1937-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1937
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar
Date
1937-01-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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schaff. "s«»ii lern auch denen ,der niehtjüdischen In stanzen entspricht. Diese Vorwegnähme einer gesetzlichen Neuregelung hal der jüdischen Volksschule die Möglichkeit gegeben, ihre LcÄ-pläiie stark zu modifizieren. Auf der einen Seite müssen m.den allgemei-" neu Fächern Themen unberücksichtigt bleiben, die die jüdische Jugend nicht berühren; auf der andern Seile dar? der geistigen Bewältigung der jüdischen. Well in all' ihren Bezügen weit mehr Raum-gegeben werden als bisher, und so weist heule der Gesamtunterriehl in der jüdischen Volksschule schon Merk-, male auf. wie sie jene Ideal-Institution kennzeichnet, die Martin Ruber dj,e jüdische Wesens- > c h ii I e genannt hat. Ki hal nicht au .Versuchen gefehlt, die neuartigen Aufgaben. di<- unsere .Zeit an die jüdische Schule slelll. gedanklich herauzuarbeiten und in ein ichrplabärtiges Systemeinzufassen. Hier sind insbesob<lere die Richtlinien dei Reichsvert ref ü n g de r .1 u den in I) eu l s c h I a n d zu nennen, die ein, großes Gewicht deshalb erhieltenweil viele Schulen von der Reichsvertretungl begründet wurden-Oder materiell oder ideell-betreut Werden. Diese Richtlinien wurden anfangs des Jahres l'.'.'S-l begehen, zu'einer Zeit also, da das hergebrachte Bild|ingsideal keine volle Gültigkeil mehr hatte.....d viel Unsicherheit und Ratlosigkeit auf dem Felde der - ' Pädagogik herrschte. Man spürl denn auch beim Lesen der Richtlinien die rnausgeglich'enhcil cler Anscliauitngcn 'stark heraus. Zielaugchcnd isl in ihnen der einleitend«' Absatz: ..Die jüdische Schnic? erfahr! ihre besondere Prägung aus dem doppelten l'rerlebnis. das jedes in• Deutschland lebende Kind in-sieh IrägJ: dein jüdischen und dem deutschen. Diese beiden {Sriinderlebnisse sind gleichmäßig, zu entwickeln und ins Bewußtsein zu heben: si;- sind in ihrem \rben- und Miteinander wie auch in ihrer Spannung fruchtbar zu macheu lind zu entfalten." Dieser Wegweisuitg entsprechend'empfehlen die Rieiitlinieri die Bearbeitung der Stoffgebiete gemäß den Li hrplänen der allgemeinen Schulen unter stärkerer Berücksichtigung der Forderungen, die' vom Judentum her .m die Jugend herantreten. Allein, die Voraussetzungen, uiiler'denen, die Reichsvertreturtg ibie Kund gebämf erlassen halle, waren einer» Wandet imlerwoiifen, der sich unerwartet rasch Vollzog. Es erfolgte die völlige 'Altsgliederung der Juden aus der deutschen Kulturgeraeinschaft-und damit. Hand in Hand gehend die Herausbildung einer jüdischen Eigenwelt. Ks Jkegstnn die Wanderl»ew<*guiig innerhalb Deutschlands und über seine Grenzen hinaus nach Palästina und nac h Ubersee; das ganze Gefüge der jüdischen Welt geriet in bedenkliche Schwankuhgen, und alles Planen und Sorgen geschah für den Tag und heischte immerfort deii"~Korrektur. Wir stehen mitten in diesem schicksalträchtigen Prozeß, der seine Spuren tief auch in das Anlitz der Schule eingraben mußte. Die Richtlinien und alle Auflassungen, die ihnen ähnlich waren, haben so nur noch in einem Teilbezirk Gültig keit. und sclifrn heute arbeitet «Ii?, jüdische Lehrerschall nach andersgearteten Zielsetzungen. dk> diktiert sind von den sich zwangsläufig er«eben<le^ Konstellationen und die nicht darauf warten, bis sie eine F; Issum; ervon irgendeiner halten haben. Autorität sanktioniert» Zwei Sachverhalte sind es. di der Arbeil in der jüdischen Schule die Richtung geben.' Die Deutschland sind zu Objekten gesetzgeberischer Mali nahmen geworden, die eine klare Scheidung dein deutschen Volke und den sollten. Dieser Prozell mulite bestimmte Fo nungen innerhalb der Juden hervorrufen stehen darin, daß in den Einzel meinschafl das historische} Gedächtnis wi< dig geworden ist, daß ein einer zwischen luden herbeiführen geerschei- Sie beiedern unserer Gejeder sich wiede Menschengruppe anzugehören. di< i I eiiu^s werthaltigen Gesehiphlspröfesses ist halb einer Aufgabe zu dienen hat gleichgültig, in welchen Formen sein äußert. Genug, daß es da wirkt. Das ist die ideelle Seite il die unsere Volksschulen hing« herrscht heule keine Meinungsvc darüber, daß die jüdische Jugen müssen: auch nicht darüber, daß sich diese isi und sie wird müssen, ein Leben als Haue.ni iiittt Handa führen unter Inkaufnahme eiie. Rildiuigsjnäßigen. Indem die Volksschule ihren Blick .ml h. ide Sachverhalte hingerichtet hält, formt sich ihr neuartiges Gesicht. Was immer sich als geeignet erweist,, das Geschichtsbewußlseun mit den Völksleib gesund zu erhallen, das filme) Aufnahme in der Volksschule: Ks versteht sich v daß hier der „Religionsunterricht" in seiner Blässe lind seiner Abseitigkeil keinen Rapm mehr h+l. Schon it mehr, rsuchlen enl was 11 Vokak« innen, auch Dendie Richtlinien kennen diesen tejrminus nie und es ist bemerkenswert, daß kjeine der V yVortneuprägungcn. die in sich gemeint ist. einen unumstrittenen biliar der jüdischen Pädagogik Juden in ler lebenerinnerl. Trägerin und des- Dabei i4t es ganz" ßejwußtirgendwie r Probier katik, vor teilt wurden. Ks rschiedenlieit mehr I wird aiBswandern ersuchen heiler zu is Rückscl rilles im zu stärker in selbst, und da lassen soll Platz jn de hat linden ...ludcntuniskunde" mkil Unterricht nielit der Ausdruck nicht die Bezeichnung ..jüdische noch sieht dem jüdischen Lehre vor Auyen. Er hal im Rahmen des Erreichbaren ohne sich in utopischen Zieliii», gelten, den Hoden zu bereiten Wißbarem erwachsen kann, aus Leben in seiner einzigartigen Slruktur erbaikt. Aus Kindern s?ill rnian nicht durchaus Gelehrte nachefl wollen, sondern aufgeschlossene Menschen mi! einem seine Aufgabe klar rspannungen zu eruil dem das Maß an dem sich ji idisches gediegenen Schatz von Kenntnissen erfüllt Quantum find * deren 'Qualität zwar fortdauerndes deren,

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