Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1937
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar
- Date
- 1937-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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willen tun muß. Einer der bedeutendsten neueren Er« ziehungstheoretiker. Paul Barth, hal Erziehung vom soziologischen Standpunkt ajus gemdezu /als ..Fortkciten und Bildungsarbeit gilt auch von der ..wcsdnsjüdischen" Bildung, die noch viel mehr Problem und Wunsch als Organisation pflanzuhg der Gesellschall" (definiert, unll das be- und Wirklichkeit ist— selbst in Palästina, wenn man deutet nach der geistigen Stifte hin r ichts anderes als Aneignung und Weitergabe fles ererl)ten Kulturgutes Es bedarf nur eines Hinweises darauf', was diese Aul vom Wesen der Erziehung und jüdische Erziellung, bedeutet. An dieser ' lassung Schule Stelle Ist jedoch schon jüdisch Mi Erziehung bzw. «daß auf die materielle Sri Probiens nicht noch einr :o oft vom Wesen der alle mögliche und für alle ite des Wie es denn, in dii-sem Zusj ihd seine Hugo Herrmann glauben wirklich ist,"'3. Aufl.. S. 1$ praktischen Arbeit, die aul für die jüdische ob unsere BiUdungssitiiatiojn eine:. normale .sei. finden wir den Glauben an eine fidung die Rede gewesen', Inn so. a I s 0 b die künfti .ehr schwierigen 1 eingegangen zu werden minenhaug mehr Auswirkung als nun allerdings brauch! auf dei Bildungsb^grilf auf seilen Sachgehalt AnCDmml auch in jüdischen L<himsraum Im Anbl ck des schweren Lebenskampfes.' vor dem unsere Äugend steht, ist auch <lie traditionelle Wertschätzung des Geistigen und insbesondere des Wissens ins Wanken gekommen Eine. Zeillang schien es sogar — wir können glücklicherweise schon wieder in der Vergangenheit reden - als wollten wir aus dem früheren Extrem der Überschätzung des Nur: Geistigm in das andere EK.rem der Unterschätzung des Geistigen verfallen. Die radika e Umwälzung im sozialen und Wirtschaft liehen Raum ließ den entsprechenden Untachwhhiiij im-Geistigen als die nalurl notwendige Konsequenz erscheinen. Lebenstüchtigkeit ei schien als das selbstverständliche Erziehungsziel und Bildung nur so weit berechtigt, als sie die geistige Ausrüstung (z. B. durch Sprachen) in diesem Rahmen gewährleistet. Glücklicherweise haben wir die Gefahr einer solchen Verengung des Bildungshegriffs bald erkannt, und gerade der Jugend ist der Werl Jer Bildung, auch der Schulbildung, wohl erst in dem Augenblick deutlich zum Bewußtsein gekommen, als sie im Begriff stand, sie aufzugeben. Wenigstens habe ich in früheren Zeilen nie so oft. verstehen gelernt hat. wirfd neuen Umwelt zu erfassen äußerer Situation es auch ,d e r Mensch gewesen, wod je bleiben. Darum cmplin selbst der Chäluz, die Bild •klammern wollten. Das därf (..Palästina, .wie Bs ). Nur in der unentwegten der Annahme beruht, als allgemeine, d. h. eine lin notwendige Bildung. Wir ,'e berufliche Lage unserer ihre Künftige Umweh der Schüler festsiehe, als a b gegenwärtigen gleiche. Da tei stützen wir uns au! < ii Erfahrung, daß der geistig geschulte Mensch jeder geistig zu erfassenden Situation gewachsen ist. Wer die Verhältnisse einer gegebenen l.ebenswiiklichkcil auch diejenigen eitler vermögen. Viel mltfir Sieherheil als solche praktischen Erwägungen gibt uns jedoch das Wissen ewigen, unveränderlichen nach ist Bildung schlecht lin 'das Postulat jüdischer Existenz,. Der .lüde ist ülijerall und immer, in wel|ch um die Forderungen des jüdischen Idealismus. Dasein in'oehlc. ein g e i s t i er will es hellte mehr denn lel auch der L'mschichtjlpr Jng. die er in gänzlich v änderte Verhältnisse mitbringt, nicht als Ballast. Der vielgcschmähte Intellektualismus erhält hiir eil »-11 ganz neuen Sinn, l ud d:i mit -gewinnt ^aucli der I! griff ..Bildung"" in seiner doppelten Gestalt: gebildet sein Iformale Seile) und Bildung haben Imalte geilen Sinn und Wert für It heranwachsende .luge uf ist. d<rß diese rSale Seite) volleren*, geste unsere für eine neue We und wenn es auch selbstverständlich Geistesbildung wesenseigene Züge tragen muß. so sie in ihren Grundlagen 1 doch a I 1 g e m e i Bildung aus den Würze n und .Bildung "wie vermöchten wi so khir, so nachdrücklich die Versicherung gehört: behält.'ungeachtet des Lcbensrau.min dem sie sich man wolle und müsse bleiben, dies und das gehör.* doch zur Bildu rqan doch wissen. der geben > un, wir w i s s e i Jugend diejenige die sie braucht, der Handwerker, uid er geben die. nehmt allt doch ein gebildeter Mensch auch da» Nichtjüdische — ilgj' lind (Iii's und das müsse später einmal auswirkt. Werl für die Lcbcnsgcsla lung: auch Bildung ist i Quelle persönlichen Glücks, und zum andern daß es lichtitso leicht ist. all 1 g e m'i! i n e Bildung zu d. h. ein! Bildung, die der Kaufmann, der. geistige Arbeiter jedem Längen- und Breiteng-ad brauchen kann. Bei der Anomalie unserer Gesamt luge, also auch der Bildu ngslage. nach dtjmj Zusammenbruch unserer Bildungsgrundlagtin und bei der ■ Unentwickelt-, der neuen könnte unsere Bildungssituatipn als materielle Werl: Bildung Kampf ums Dasein. ist n e e r zu, s' nur in allem, iluen Werl Blüteli u n s e r ihr eine andere Es ist einmal de. ideelle ine der ist überall eine Walle Mit dieser Auflassungvon Wesen. Aufgabe and Werl der Bildung in heuliger. Zeit behält die Schule der Gegenwart den Zusammenhang mit der Schule der Vergangenheil. Mögen wir noch so viel umlernen und umstellen müssen: es bleibt in allem Wandel ein nahendes/ Bleibendes, ein Unabänderliches., Und wer alten heil verzweifelt erscheinen rel i sehen Vorausse erfahren hat, was Buhe und Kontinuität in der ziehung wenn wir uns an die theo nungen aller ßildiingsmögüchgerade in Zeilen stärkster Erschütterur gen bedeuten, der wird begreifen, was eine solche l'esfstellung in unserer Lage wert ist. Er- 11-