Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 28)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 94% known words query
- IRI
…/6727476-6029212-6074920--47-4869906- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
\y~ Besonlgre gerqpssenschaftlich arbeitende Darlehnskassen werden von der ..Histadruth" und vom „Peel llamisrachi" unterhalten, und zwar | zur Darlehnsgewährung an selbständig arbeitende Kleinunternehmer. Abel die Tätigkeit der, Arbeiter-Organisation macht nicht hei wirtschaftlicher Unterstützung des Palästina-Aufbaues Halt. In einer großen Reihe von Arbeiterklubs und Arheiterküchen. von Bibliotheken und krnotheutern. in Theater-Aufführungen durch eine eigene Theatertruppe, durch regelmäßig veranstaltete Vortragsabende über Themen aus allen Gebieten jüdischen Lebens und Erlebens wird in Stadt Und Land bis in die kleinsten Kibbuzim hinein der Geist getragen, der den in härtester körperlicher A.rbeit stehenden Menschen mit der kulturellen und geistigen Sphäre verbindet, die für jüdische Menschen so wichtig ist wie das tägliche Brot. „Nicht vom Btfot allein lebt der Mensch, sondern in allem, was göttlicher Geist geschaffen, soll er leben." So bildet und formt Arbeit und Arbeiterschaft das neue jüdische Leben in Palästina und' trägt als wesentlichster, gestaltender Faktor dazu, bei, daß aus Pa lästina in Wirklichkeit Erez Jisrael wirtl. Arbeit und Arbeiter im jüdischen Schrifttum Eine kleine Anthologie, zusammengestellt von Bf, Emil Bernhard Cohn. r t v A. Aus der Bibel. , _. « l'nd der Ewige nahm den Menschen und tat ihn in t I den Garten Eden, ihn.zu behauen und ihn /u bewachen. ', M. Mose, 2,15». 'fm Schweiße* deines Angesichtes sollst (hl Brot essen'. (f. Mose. 3. 19.. So durale Mühe deiner Hände issest. — heil dir und Iwohl dir*; (Psalm 128, 2). Süß'ist der Schlaf des Arbeiters, oh er viel oder wenig genießt. * (Kohelet 5, 11). Wer seinen Acker bearbeitet, hat Brot in Fälle. . •. - - fSprüehe 28. 19). ^Am Morgen säe deine Saat und auch am Ahend laß deine Hand nicht ruhen: denn du weißt nicht, was dir glücken wird, oh dieses' oder jenes, oder tili beide zugleich gut werden. derte Rahhan Jochauan. ..steht doch geschrieben: Sich n ä h e r n , um zu. hören ist besser, als wenn Toren Opfer . . r bringen] (Kohelet 4, 17). I.Midrasch Kohelet Rabbi Zur Stellet Aus .dem Talmud. Arbeit ist Arbeit. Liehe die Arbeit (Aboth I. Ith. Das Studium der Lehre, mit dem banden ist. geht schließlich zugrunde. k< ine Arbeit ver- I .- 1 H. Aus dem Midrasch. Arbeit und Glaube. ■rhält ,K Kohelet. ll.fi, i Sage nicht: Ich hin ein Priester. — sondern: Arbeite Häute lieber ein Aas auf der Straße ab, sehen zur Last zu fallen! I* (Pcksachim Aboth II, 2). großer Mai: n, ich hin ein gleichviel vas! *— j, ils den Menden (ilauben. denn Rabbi Akiba sagte: ..Arbeit sie hält von der Todsünde fern." i.Vbot d'Kabbi Nathan IL. Rabbi Tarfon sagte: „Es steht geschrieben: .Sie sollen mir ein Heiligtum machen, auf daß Ich in ihrer Mitte Wohne!'9\— ^iur wo Arbeit ist,( wohnt die göttliche Schechina ". 1 t (Ebenda). Wer von seiner Arbeit lebt, steht über dem Frommen. (£benda, vergl! auch Talmud Berachot 8), Die Arbeit als Gottesbund. Der Mensch liebe die Arbeit. Wie die Thora ein Bund ist zwischen Gott und Mensch, so auch die Arbeit. * ' (Ebenda). Würde der Arbeit. Zu Ilahhaii .tochanan ben Sakkai sprach Simon der Arbeiter: „Ich bin so groß wie da, und ich leiste so viel wie du. Du arbeitest für das Gemeinwohl, ich etwa nicht? — Ich grabe Gruben und halte Brunnen rein, — du gibst die Anweisung, aus welcher Quelle man trinkt, und in weichem Brunnen man badet. — „Du hast recht", erwi- •* 104 Ukcrbodcn be- Himmel ist cm n Menschenkinenn er sich t'l Der Wert des Ackerbaus Rabbi Lleasar sagte: „Wer keinen sitzt, ist kein Mensch, denn es heißt: ,Dcr Himmel Gottes, aber die Erde gab er de dem*." (Psalm 115). Jewamot 631. Hast du Land, so bearbeite es mit a ler Kraft! De Bauer wird nur dann seines Brotes satt, \\ ein Knecht der Erde weiht. ($änhedrin 58) Nur wer 3er Erde dient, wird satt. (Bdba mezia 47). Mar Samuel sagte: „Wer jeden Tag seine Aecker besucht, findet jeden Tag eine Münze". (Chullin 105a). Abba Chilkia war ein reicher Herr und Richter. Er verarmte aber plötzlich, und nichts blieb ihm. als ein kleiner Acker, den er bebaute. Das Volk bat ihn, in seinem Amte zu bleiben. Darauf erwidert^ Abba Chilkia: „Schafft mir einen, der meinen Acker baut, wenn ich euch richte!" So geschah es, und Ahb'a Chilkia wanderte vom Acker zum Gericht und vom Gericht zum 1 112). Acker. (Taanit 23)