Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 90% known words query
- IRI
…/6727476-6029212-6074920--48-4869907- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
len.en. Dem Sohne sei empföhle 1, die Das Sprichwort sagt: „Sieben ger^not, aber an die Tür des Handwerkers klopfte sie nicht. (Sanhedrin 29a). Stiidii Kunst des Vaters zu (Erachin 15b). Jahre herrschte Hundium iinil Gewerbe Einst stritten sie im Uhrhais miteinander: Rabbi Isnjael sagte: „Ohne Arbeit kann die Welt nicht bestehen, daium: erst die Arbeit, dam das Studium!" — „Nein", sagte der strengere Rabbi S mon ben Jochai, „erst das Studium, Der Weg zur Arbeit ist na<fh Haus ist des 'Arbeiters .Arbeiterinnen erzühlen" Israel, herausgegeben bürg 1935. „Die grundlegenden Fr; und der Gesellschaft — di< na :h Palästina gekommen si id. un Aufsätze und Aufzeichnung e helfe das ist, wie das Geleitwort weil gerade dieser neue Ajrbeitc rinnen-Typus besonders starke Eindrücke durch Land. Najur und die Arbeit selbst empfing. Das vorliegende Sammelbuch ist unter dem Titel ..Djiwrej Poaloth" (Arbeitern nen-Worte) von der Moazath Hapoalot in Tel Aviv herausgegeben worden, das heißt: \on einem organischen Bestandteil der Allgemeinen Organisation der jüdischen Arbejter — der Histadruth. Nach den Erlebnissen d?s Weltkrieges, der russischen Resolutionen, z. T. auch na :h de i Schrecknissen von Pogromen standen Frauen, di? nach Palästina verschlagen waren, Fragen und Probler len gegenüber, die sie selbst zu lösen unternahmen. Eijst refjht begreiflich, daß das eir Auf diesen Streit zurückkommend bemerkten Spätere: ..Minohe folgten dem Sohne lochais, setzten das Studium voian und kamen nicht zum Ziele;! der Rat Ismaels, setzten di i Arbeit voran um kamen /in i Ziele." (Rerachot 35b). > I I ' Arbeits- und . irbeiterregeln. ferren Weg, der Weg dann die Arbeit!".— b des Weg (Raba mezia 83b). Der Arbeiter darf1 nur von dem Weinstock essen, an dem er arbeitet, von "einem anderen aber nicht! (Raba mezia 87bL ■ r :: ' :• . * 1 Von des Gartens und des Weinbergs Früchten darf der Arl>eiter nur bei der Arbeit essen, außer seiner. Arbeitszeit aber nicht! (Ebenda). , Wenn der Handwerker handwerkt, ist er nicht verpflichtet, aufzustehen, selbst vor einem Weisen nicht.; (Kidduschin 33a). D. Ostjüdlsches und Chassldisehes. Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen, und wenn man nicht schmiert, so kann man nicht fahren. (Sprichwörtlich). * 1 Itete und arbeile auf chassldlsehe Art. / i . ... -' . .. ~ I ■ ■; i . Zum Raaischem kam einer gelaufen: „Meister, der Pinchas schmiert die'Räder beim Reten!" ^— Der Meister antwortete darauf: „Du irrst, mein Lieber, der Pinchas betet sogar beim Räderschmieren!" (Mündliche Ueherlieferung). Bücherschau Kampf und Leben in Erez vom Hechaluz, Deutscher Landesverband, im Verlage Kcdem, Rerlin-Charlotten gwünligkeiten des einzelnen Reziehung zur Arbeit, zur Fanilie, zum Kinde, zur kämpfenden politischen Gemeinscl aft tsollen in diesem Riehe fi n Lichte der politischen Ve -wirklichling dargestellt w erden " Die Darstellung ist kei le ns ch einem einheitlichen ensch aftliche .Untersuchung, welches ausschließlich von- Ph ne vorgenommene wiss soidern in diesem Ruche, Fr iuen geschrieben worden ist, kdmmcn Frauen zu Wort die] 1904—1914 und 1919—1922 ([weite und dritte Alija) voi 'liegende Sammelwerk i ichts sondern z. T. Lösungsversi che ion den verschiedensten Gesichtspunkten aus. Dem scLer Sprache liegt das het dische Uebersetzung zugrunde. 1930. Aus neuester Zeit ist voji Deborah Harun. Gerda Das weitschichtige Material manches hinzugefügt worden „uft i|hd Esther Rabinowitsch. ist unter sieben Titeln d zwar rühren fast alle v >n Land arbeiterinnen hervorhebt, kein Zufall, Einheitliches darstellt. vorli Agenden Werke in deuträisclip Vorbild und eine jidtztere aus dem Jahre Rcwegung, in der Arbeit, bei den Kindern, mit sich allein, im literarischen Schaffen, Heimgegangene. Die L'ebjerschriftcn sind nur ein Versuch, das darin Zusammengefaßte zu skizzieren, was nicht ganz gelingen kann, da die: Artikel nicht ein bestimmtes Ziel, am wenigsten ein solches nach einem bestimmten Plane eines Ruches zum Gegenstande haben, sondern Ergüsse Uber Fragen sind, welche die schaffenden, sinnenden Frauen gerade bewegten. V So handelt der erste Abschnitt „"Rewährung" nicht sowohl von dem Reweise dessen, daß man sich bewährt hat, als vielmehr von den ersten entscheideöden Schritten der jüdischen Arbeiterinnen im .Lande überhaupt. Der dritte Abschnitt „bei der Arbeit" beleuchtet den Kampf um «las Arbeitsrecht und die innere Auseinandersetzung mit den Erfordernissen . und'Folgeerscheinungen der Arbeit. . " i Das vierte Kapitel „bei den Kindern'- besteht im wesentlichen aus einer Reihe von Bekenntnissen, die zu dem großen Wandel, der sich in Hinsicht auf die Gemeinschaftserziehung vollzogen hat, geführt haben. Hier ist je nach der Veranlagung und den. Erfahrungen dir einzelnen das Rild ein besonders buntes; aber gerade Ihier findet sich in den Artikeln „Grenzen der Gemeinschaftserziehung., Probleme der Gemeinschaftserziehung, Kinderhaus oder Kindergemej ischaft?" manch nachdenkliches uhd anregen- ■ des WorL -• *] '!' Das Kapitel „mit sich allein" enthält Ausschnitte aus Tagebüchern und Rriefen, das KapUel ..im literarischen Schaffen" bringt z. T. in hebräischer Sprache und in der Verdeutschung poetische Ergüsse in Prosa. Ht[d gebundener Form. Das letzte Kapitel des Ruches „Heimgegangene" enthält Aufzeichnungen von Chaweroth und über Chaweroth, die nicht mehr am Leben sind. Die Uebersetzung des Ruches rührt her von Frau germaßen geordnet, weh he lallen: Rewährung, in der großem Nutten lesen. Recha Freier- Weif in in Palästina die Mentalität der schaffenden Arbeiterinnen sich luneinfühlen will, wird 'das Ruch mit Schindler. 105