Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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Industrie iie Dianar eile de! ch rl ugi< acht n rlje, Arnstein lam zur Izt, ist da, außerhalb der Diamant heiter in Frage kommen, auf eigene und auf Schätzungen j angewiesen, der jüdischen Arbeiter [sitzt und salß terberuf. Bekanntlich ist d außerordentlich viel manne Sorgfalt voraussetzt, von den pc aus Antwerpen nach Hollarid'geh diese wichtige Industrie besaßen \ Arbeiten der Fachverbände noch k senschafHiebe Darstellung, j Die er als Dissertation eines jungen Ampi Soziologen, des Herrn Dr. HJ Hepi holländische, — völli? in Diamant-Industrie (in > Gegensatz der nur ein Teil in Antwerpen $i zum großen Teil unter jüdischen zum anderen Teil als Familien der Provinz) hat feteile k und des Abstiegs gpksnnt. > Große 1870—1876 (deutsche Gründerjahre 1904—1906, 1909— löll und das J ist ein scharfer Rückgang eiugetp 'Diainantarbciter ist stark vermindt werden nur noch durch staatliche 40 % zu den Arbeiterlöhnen gel a Zeit betrug die Zahl der An st Arbeiter 8000—9000, von deren :a beiter waren; mit anderen'*Worten damals 6000 jüdische Diamarttarb Krieg kam es dann zur Abwanderen rufeund augenblicklich sind nu arbeiter vorhanden, von denen caj scheinlich aber rund 70%, Juden 4500 Diamantarbeitern sind jjedöcl schweren Krise — nur 15)00 fe it die anderen auf Arbeitslospnijint sind. — A "heitern, Hausindu! trie J ihr re e IcCt hal en. ( iter. noch rs Die ersten jüdischen Di; nunl; lassen sich gegen 1612 nachweisen an, wo teils in Amsterdam dort meist vorübergehehd zeit auftauchen, nur Flamen tätig des 18. Jahrhunderts war die Hollands bis auf höchsten; 300 jüdische Industrie. Die' Löhne außerordentlich hoch, insbesondere qualifizierten Arbeitern, difc das (das Spalten der Steine) zu bejsorj ert hatten. Solche Leute konnten Löhne vori 150 Gilden und darüber pro Woche erzielen. Auch die Löhne der anderen Kategorien, die das "zagen", "änijden" und "slijpen" besorgten, waren recht gut H< ute sind die Löhne auf ein Minimum gesunken. Wenn aunh vor dem Kriege eine Fachschule zur Kontrolle der Arbeit in den Fabriken bestand, so wurden doch zumeist die Diamant wo nur Ar- Wahrnehmungen Die Hauptmasse im Diamantarbeint Industrie, die <ichicklichkeit und iesischen Juden worden. Fber bisher außer den •ine objektive wiswird in Kürze t|erdamcr jüdischen vorliegen. Die zentrierte, 1—i belgischen, von dort allerdings aber auch in flämischen ilrven des Aufstiegs* Krtragsjahrc waren ferner die Jahre 1919. Seitdem n. Die Zaldder und die Bettriebe Zuschüsse bis zu In der besten rdamer Dia nant- 70 °/o jüdiscl e Ar- Amsterdam hatte Nacli dem g in andere Be- 4500 Diahiant- 60—80%, jvahrsind. Von diesen — als Folge der Arbeit, während tjützung angewiesen in rbeiter in Holland während von 1586 teils in hinderen Plätzen — — Diainantarbciter vereinwaren. Am Ende Diainantal ln iterselia11 Nii :htjuden einei reintvaren.in guten Zeiten bei den höchstsodenanntc "klooven" arbeiter in dreijähriger Lehrzeit in den Fabriken herangebildet. Sie waren stets straff organisiert und haben sich, wohl als erste europäische Gewerkschaft, den 8-Stur den-Arbeitslag früh erkämpft. — Weite;- finden sich jn Holland jüdische Arbeiter zahlreich loch immer in' der Nahrungsmittel- und Genußmittelindustrie. Nach der offiziellen Statistik sind es rund 2000 Arbeitnehmer. Hierunter fallen (die offizielle Statistik spezifiziert leider nirgends) die vielen .luden die überall auf dem Lahde und in den Städten die schwersten Arbeiten in den sogen. Export- Schlachtereien und überhaupt im Fleischergewerbc sowie aul den Schlachthöfen Verriohten, aber au£h die noch ziemlich zahlreichen Tabakarbeiter. Im C ruckerci-Betrieh finden wir ca. 300 jüdische Arbeitnehmer, d. h, ca. [ 1,2 % der Beschäftigten, wobei zu bemerken ist, daß die holländischen Juden ungefähr'l,p% der Bevölkerung bilden. Im Baufach linden wir 400—500 jüdische Arbeiter, und im MetaBgewerbe, wieder ohne nähere Spezifierungj in Angestellte und Arbeiter, beträgt die Anzahl rund 650. In der Bekleidungsindustrie sehen wir insbesondere viele jüdische weibliche Arbeitskräfjfc, und zwar 3500 Frauen, währe id die Zahl (der beschäftigten männlichen Arheilne mer ^immerhin annähernd 2000 jüdische Personen beträgt. Natürlich sind in dieser Anzahl zahlreiche An;estellte enthalten, aber bestimmt auch gelernte und ungelernte Arbeiter und Arbeiterinnen in großer Zahl. — Mit Sicherheit wissen wir, daß unter den körperlich schweren Berufen dir Hafenarbeiter in Amsterdam stets viele Juden, insbesondere "beim Abladen der Südfrüchte , sowie als Packer in den großen Packhäusern, tätig waren. Ihre Zahl ist in letzter Zeit dadurch vermindert worden, daß der Südfrüchte-Transportbetrieb, für den bisher hauptsächlich Arhsterdam ip Betracht kam, mehr und mehr nach Rotterdam verlagert worden ist, das eine'vergleichsweise viel geringere Zahl jüdischer Einwohner als Amsterdam aufweist; infolge dieser Veränderung sind leider Amsterdamer jüdische Arbeiter brotlos geworden. Gepäckträger findet man unter der jüdischen Bevölkerung, namentlich in Amsterdam, in erheblicher Anzahl, — wie übrigens die Juden dort gerade in Berufen, die körperliche Kraft und Gewandtheit voraussetzen, wie z. B. Polizist, Straßenbahnbeamter, Arbeiter, Angestellte und Bearhte in städtischen Betrieben usw., nicht selten zu finden sind. Ganz kleine versprengte Gruppen finden sich auch in der Landwirtschaft und in der Fischerei. Aber diese Gruppen konnten niemals beträchtlich sein, weil diese Berufe gerade in Holland durchaus ortsgebunden sind, und die,, Juden ja erst verhältnismäßig spät nach Holland kamen und natürlich zunächst in den Städten ihr Unterkommen suchten und auch in die nicht- 93