Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 88% known words query
- IRI
…/6727476-6029212-6074920--30-4869889- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
, I scher Handwerker zien licl i (hoch, dagegen sinkt er stark gerade in den volkswirtschaftlich bedeutenderen Gcwerbezweigen, wie [Ü£ uw ssjen, Holzgewerbe, Instruih. Dasselbe ergibt sich Jen vier Gewerbezweigen: Bäckerei und Fleischorkonzontriert, während sie ziemlich spärlich vertr Ziminerleute, Küfer und mentenfabrikationu.'jdc rgl aus der zweiten Tabelle; t Schneiderei, Schuhmach gewerbe ist fast die Hälfte ailier jüdischen Handwerker anderen (iewerbezweigeh tcril sind; jüdische Maurer, WAgner inacheh'nicht einmal 1 °/o aller jüdischen Handwerker in Polen aus. Die bekannte Tatsache des Ziisammenpferchens von Juden in den volkswirtschaftlich geringwertigen Produktionszweigen kommt hiermit zum vollen Ausdruck. — I , ' . \ \ .: . Als ein zweites charakteristisches Merkmal des Polen muß der kleine l'mfang vcjrden. Während die durcheinem Handwerkerbetrieb beschäftigen Personen g<'mäß den offiziellen Angaben des polnischen Ministeriums für Handel und Industrie jüdischen Handwerks in der Betriebe erwähnt schnittlichc Zahl der in aus dem Jahre 1929 3.3 der jüdischen Handw( Lohnarbeiter, und in PO Handwerker nur mit ei ler hat sich im Laufe der Wenn man zu |dt noch die mangelhafte mit Werkzeugen und Tag zu Tag wachsenjdc Scharen der nichtjüdis sonders auf dem Gebjet rkerbetriebe überhaupt keine letzten Jahre im hang mit der forlschre tejnden Wirtschaftskrise mehr kompliziert. is tiir Mandel und 1 trägt, beschäftigt di ic Hälfte °/o aller Fälle arbeitet der Hilfskraft. Dieser Zustand oben erwähnten Tatsachen ich düng der jüdischen Handwerker, die schlecht oreahisierten und überaus dürftig triebe, die allgemein sc i\|eire Wirtschaftslage, di« von Ziisammcnnoch Maschinen ausgestatteten Be¬ Konkurrenz seitens der neuen!h« Handwerker, die sich beider Schneiderei fühlbar macht, und die gewaltig angestiegene antisemitische Welle der letzten Jahre hinzurechne t,. so wird man sich die Not «ler jüdischen HandjwcrkLT in Polen unschwer vorstellen können. Es gibt, von der jüdischen Lohnarbeiterschaft* abgesehen, j auf Jpe wir sogleich zurückkommen werden, kaum ein :n anderen Berufszweig bei den polnischen Juden, in n-elahem die Arbeitslosigkeit so schwer fühlbar wird! v ie jm Handwerk. Die Zahl der arbeitslosen jüdischen Handwerker in Polen wurde im Jahre 1932 auf ca. ^2H0(|0, somit auf fast die Hälfte aller jüdischen Handv erl er geschätzt. Die Situation hat sich seither kaum gebessert, eher ist das Umgekehrte der Fall. — j . I i Nicht minder tpai rig ist es um die Zukunft des jüdischen Handwerk^ ii P >len bestellt. Der Zufluß von neuen Kräften zu diesem Jlerufszweig war seit je ziemlich gering und ist dur:h die Gewerbegesetzgebung der mindesten objektiv gegen, die gerichtet war, noch mehr er- S die Zahl der jüdischen Zögletzten Jahre, die zum jüdische Bevölkerung 'schwert worden. Heule linge in den Gewerbeschulen des ring; von den bei den Handwerk« lindlich En Jugendlichen, deren jgahl auch nicht beson ders groß ist, befolgt nur ein geringer Bruchteil die ge setzlich« n Vorschriften über den Gang der Lehre und gewerbliche Fortbildung, sodaß bereits in der über die nächsten jüdischen Handwerkerbetrieb'e zu «Ml ( II \Y Polen Schicht den kanii sicherlich ziemlich Volks/ä physische diese von deinen gegange wenn letzten Lande, Händen Lohn sich für trotz erobern einigten abgebe in P«)lc Struktur triebe, von dei] werk«'f; Polen ■h« Im 1 Landes überaus gern in der Lehre be- Gencration eine bcel'eutende Verringerung der befürchten Ist. — der jüdischen N«)t in lurbcitcr schaft hnen; ihre Zahl ist »ren es gemäß der n von einer Gra«luierung insbesondere, aber der Not " der arbeitenden «ler jüdischen Bevölkerung, gesprochen wer ,' so ist die jüdische L o-li in erster Reihe zu erwji bedeutend: 205 104 w ijilung des Jahres 1921, wobei hier nur das; Proletariat ins Auge ge aßt wird;| seither ist il trotz der verschiedenen DrangsUlierungen, noch «lie Hede se-in wird, keineswegs zurückl, sondern hat sich sogar vergrößertj besonders n «Ii«' neuen Frwerbszwj'ige, z. B. den in den Jahren stark entwickelten Autobus^erkehr im der sich zu eineni gn>lion Teil inj jüdischen befindet, sowie «Uc aus idealen Motiven zur it Übergegangene Juge:id hinzurechnet, die Palästina vorbereitet in «1 es verstanden hat. 1'ngunst «K r Zeit viele Arbeitspositionen zu In keinem Land der Welt, von] den Vcr- Staaten von. Nonlameril a und Sow jetrußland in.i arli« <le n, gibt es so viele jüdische Lohnarbeiter wi«-; und «loch unterscheidet sich ■ ehe1 berufliche dieser Arbeiterschaft u id die Größe der Bein denen sie Beschäftigung findet, nicht viel entsprechenden Zahlen so siml von je KW) jüdischen Arbeitern in schältigt: ll.ll It' rjjliau in dir 1 lineralindlislrie in der ' I«• t.111iIi<liistrii in det! I.iscliiiifnii. el«»kerof<)chn lici «ler Bewertung \j»n Edelmetall in der ihemiscben Ihäiistrte in (Irr! "cxlilinduslrie in der Papierindustrie' in der Lederindustrie in der I lnlziudiistrie in dir 1 (•brntgsmiiletinduslrte in der I leklridiiiifjsindustrio in der |tolygraphisclien Industrie in der llauindustricin der (las-, Wassera. Eleklrlzi ohne genauere Angabe der jüdischen HandmIuii Industrie Fasi also — lüisi iduslrie insgesamt i.:> o.i> M 0,8 1.7 1X> i:t.7 «,o 5,1 5,8 IL»..') 13,6 •_>.'.i 0,1 3,3 100.0. «lie Hälfte «ler jüdischen Arbeiterschaft ist ,-ie aus der Tabelle hervorgeht — in der Bekleidungsindustrie konzentriert. In den drei Industriezweigen: Bekleidung, Nahrungsmittel und Texti- : 87