Die Bne Briss
- Journal
- Die Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1936-09-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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deiner Herde habe ich niebi aufgegessen. Zerrissenes habe ich dir nicht gebracht! (um mich von der Ersatzpflicht zu befreien), ich mußte e» verfehlt haben, aus meiner Hand konntest du es fordern, ich hatte zu verantworten, was am Tafle, une ich hatte zu verantworten, was in der Nacht gestohlen wurde. So war es bei mir; am Tage frjuß mi:h die Hitze und der Frost in der Nacht, und ek Augen. Seit zwanzig Jahren liabe Hause gedient, vierzehn Jahre um deine Töchter und sechs Jahre um deine Schafe, und du hast meinen Ldhn zehnmal geändert. \\ Vaters, der Gott Abraham fürchtet, gewesen wäre, ja, heimgeschickt. Mein Elend Hände hat Gott gesehen, ui}H er hat gestern entschie- Der mächtige Laban weiß den! ", (I. J*. M. 31, 32 ff.) ihm darauf nur wenige ver fcgene An dem gedrückten, kämpfenden aus der Heiligen Schrift zu uns die Menschheit auf. Aus seihem V floh mein Schlaf meine ich bei dir in deinem •im nicht der Gott meines > und der. den Jizchak cer hättest du mich dann und schöpfen unterdrückte Stau Je die Kraft, sich zu he haupten, um die gebührt. Stellung Die allgemeinen IV men: chliclien Grundsätze des Talmud ühir die Arbeiter, die sich dort al immer auf die jüdische Gese Ischai t eine tiefe Wirkung ausgeübt. Insbesondere haben seine rechtlichen Ordnungen, die an vielen Stellen, insh esondere im Traktat Baba mezia, entwickelt sine , die stets sich erneuernde Ungleichheit immer wieder I erichligt. Sie tun es heule, wie schon erwähnt, in geste gcrtein Maße wieder beim rechtlichen Aufbau des Judentums und der Judenheit Hdnda Worte zu erwidern, stolzen Knecht, der spricht, richtet sich rtrbild schöpften und einzunehmen, die ihnen die Arbeit meiner und religiösen freien und unfreien cnthalbcn finden, haben in Palästina.' Es wäre die Möglichkeit, daß hier das Itechjl; der Thora als ejn lebendiges Hecht seine Auferstehung feiert. Es mag" heute sechzehn Millionen luden auf der Erde geben. Für sie ist das Arbeitsrecht der Halachah wichtig, als religiöses Denkmal, nicht als geltendes Recht. Viel weiter reicht die Wirkung der hebräischen Bibel. Es gibt an sechshundert Millionen! Christen und an zweihunderjtfünfzig Millionen Monamedaner. l'nd diese ungeheure Welt stand immer und steht noch heute unter dem Einfluß unserer Heiligen Schrift, ihrer Aulfassung und Lehre von der Ehre der Arbeit und des Arbeiters und ihfes Arbeiterrechtes. Im Kleinen "wie im Großen ist diese unsere Heilige Schrift die Stärke und die- Zuflucht! des Arbeiters. Im Kleinen und Einzelnen! Jeder Zeit und jedem Volk muß ihr Gebot neu verkündigt werden: „Du darfst deinen Nächsten nicht unterdrücken und nicht berauben, und es darf der Lohn des Tagelöhners nicht bei dir über Nacht bleiben bis zum "Morgen.'- (HL B. M. 19, 18) l'nd im Großen und im Ganzen! Die Freiheit, däe das Jobeljahr dem Knechte brachte, wird in-der Thorä begründet, mit der Herrschaft Gottes. ..Denn mir sind die Kinder Israel Knechte' Meine Knechte >ind sie, da ich sie herausgeführt habe aus dein Lande li/rajim. Ich bin der Ewige! euer Gott.'' (III. B. M. 5, 5o) ..Meine Knechte sind sie", deutet der 'Talmud: Sie dürfen nicht sein Ki echte von Knechten " (B. k. 116b). . Die Ze iten wandeln sieh, iber in diesem unaufhöringt ewig die Lehr eilen Würde der A liehen Wechsel klingt ewig die Lehre der Thora von eler von Gott geaelelten Würeje den Arbeit. In diesem Hinweis auf Gottes Arbeit lie>gl ehe wahre Bürgschaft dafür, daß der Arbeit niemals dauernd ihr Wert und elem ^Arbeiter nie dauernd se den kann. e (I ine Line genommen wer- Die ane>rmale Berufsschich ung der Juden in Deutschland ist eine oft he! lauer e Tatsache. Sie bedeutet eine ständige wirtschaftli :he Gefährdung für die Juden und den Anlaß der be -echtigten Kritik unserer Umgebung an uns, daß di? sozialen Aufsliegsstellungen erstrebt und di^ haijdarbcitenden Berufe gemieden würden. rbeit unter den Juden Deutschlands <n Di Von Ge-org L u b i n s k i . Berlin. Auch Juden haben diesen haben aber eine beseuidere [Berul sapol det, die die Schuld an unserer struktur den geschichtlichen nachweist, daß die Juden auf Verboten handarbeitendc Berufe len, selbst wenn sie es wollten. . * Die se- Be gründung ist richtig und falsch. iich- Verbotp galten, falsch für' Zustand beanstandet, ogetik ausgebilanormalen Berufs- Mäethten zuschreibt und Grund von gesetzlichen nicht ausüben konntig für ehe Zeit, in ele-r ehe die Zeit nach ihrer Aufhebung Durch das Eelikt, betreffend die bürgerlichen Ve rhältnisse der Juden im Preußischen Staate vom 11. 3. 1812 wurden die Juden in staatsbürgerlicher Beziehung als {ileichberechtigt anerkannt und . zu jeder bürgerlichen Beschäftigung zugelassen. Freilich elurften fremde Juden nicht als Lehrhurschen angenommen werdjen, unt| der Begriff „Fremde Juden" war damals vieluufassend, denn schon ein Judo aus Kothen oder Leipzig war in Halle ein Ausländer. 81