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Die Bne Briss · 1936-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August · p. [Seite]

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Journal
Die Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August
Date
1936-07-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Es wird wahrscheinlich nocl auch nur die hier angedeuteten tTatsaclieii sehen (Öffentlichkeit so deutlich zui inen, daß genügend Energien zi^r Lösung gendsten wahderungspoliü sehen werden. Wenn im zionistischen allgemein sein wird, daü Hieben slinas eine auf die Erhaltung des [jüdischen und die Produktivierung Unserer Sied der jüdi- ,sl> der drin- Aufgahen geweckt langer die Erkenntnis dein Aufbau Palä- [Volksliuns Menschen gerichtete brin Jahre dauern, bis Waiulerungspohlik eine eminent nationale Aufgabe und wenn in den nicht-zionistischen.' Kreisen die Bewußtsein kom- UnzuMtoglichkeit der bisherigen', nur aui;ung einzelner "Menschen gerichteten Wandt rilngsarbeit offenbar geworden sein wird, dann werden! wir hoffentlich die Zeit erleben, in d;r die jüdische Wanderungspolilik. dem Streite der Parteien wenigstens 'zu einem großen Teil cnlriukl. rn der Öffentlichkeit die Beachtung iHid Unterstützung lin den wird, die sie unbedingt erforaerl. die Unter- Nicht um die Siedlunf größeren KapitalbcsStz oder besondere FacHkcnntnis» nach Süd-AnierFka auswahllern Rollen, soll den folgenden Zeilen' handeln Wanderung größerer Gruppen, d und das Land bebauen wollen landwirtschaftlich vörgebil größere Geldmittel noch Fachkenntnisse verfügen ml ai ren (iründen nicht in Palästina bieten sich in Südamerika bei Landes und wohlüberlegter 1 immer noch rieht erhebliche Mö iiber m. 1 ungsmöglichkeiten in Südamerika einzelner, die gestützt auf es sich in sondern uii die Aüse gescTüossen siedeln .hingen Leuten, die det sipd. alter weder über »■sondere technische s inneren oder iiußctlmtcrkommcn können, i-l i ichtiger Auswahl des lanung der Kolonie Zieht man eine Linie, die Hauptstadt Brasiliens, über Asuiicion, die Hauptstadt Paraguays. <mit Santiago das für europäische Meeschen Das bei land südlich dieser Linie ist nicht Siedlungs-. soikdern wohnen überwiegend E; r.bigi weißen Menschen keine schwelle Trennungslinie wohnen Weiße. In Betracht für jüdisch i GrUppcnsiedlung kommen also n i c n und das benachbarte 1' Ost Teil von Paraguay um Chile ist ein in jeder Beziehung von der-Natur begünstigtes Land. Ein herrliches Klima, besonders in Mittel- und Süd-Lhüe. fruc lilbarer Baden Mineralschütze bieten dem Siedler alle nur möglichen Vorteile und Aufslicgsmöglichl eilen. Leider aber ist Von Dr. Max Mos[zkowski. das zur Verfügung stehende Land sehr geschränkt. Nur in den vier Provinzen Valdiyia. Cautin, und Chiloc sind noeli größere Laiidkomplc allein aber wird zur Zeit jüdische Einwand 'Chile von der chilenischen Regierung nicht Lanquihuc glichkeiten. Bio de* Janeiro, die $c frei. \or rung nach gewünscht. und nofd> de Cljile verbindet, so lie^t geeignete Siedlungsiehiet nördlich davon Piantagenland. Hier das Klima erlaubt Arbeit. Südlich dei weitem überwiegend landwirtschaftliche Chile, A r g e n t i - r u g u a y,, der Süd S ü d b r a s il ich. Argentinien besitzt in seinen östlichen ösIiichen Provinzen den besten W.eizenbodei i der Welt Iiier. befinden sieh auch die Siedlungen der J.CA . T v ' . ..• r>v l itabschbar weit dehnen sich <he fruchtbiiren Gras-, sti ppen. Wogende Weizenfelder, grüne Mai«plantagen beiecken das Land soweit das Auge reicht., zahlreiche Viehherden bevölkern die Wiesen. Fünf Ibis sechs Mii} im' Jahr kann die Luzerne geschnitten werden. Leider befinden wir uns aber-zur Zeil in einer Periode de' landwirtschaftlichen Krise. Die Bauern] erhalten ka nn die Hälfte, höchstens z>vei Drittel derlProduktio lskosten für, ihre Erzeugnisse: Auch der Wert des Viehes ist seit 1930 um last aß"« gesunken, södaß die Siedler schwer um ihre Existenz zii kämpfen halten. Die Berichte dcr .l.C. A. geben 'zum (Teil ein . . , ' I * ■ '» 7 " 1 »1 ' * ■ - \ erschütterndes Bild. Iis kommt noch eins biheu, das gegen (Argentinien spricht.' Das ist die Heuschrcckcnph ge. Riesige Schwärme stürzen sieh im Frühjahr Vornehmlich auf die junge Saat und vernichten sie ga rz. Will es das Unglück, daß zu gleicher 2ml ein dürrer Sommer hinzukommt,;,wie 1933/84, dann ist ' '* '. 1 ] ,T*' — 1 dii Hoffnung des Landmannes für das Jahr begrabe i. Ebenso, wenn nach trockenem Sommef /in Erntezeit Wolkerfbrüche vom Himmel stürzen reiche dt und Bost das .Getreide befällt. Die Heuschreckenplage, die Unbeständigkeit^'der Witterung und endlicl die Bi denpolitik <les Staates, der dje viehzüchtenden 63

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