Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 49 (sequence 9)
- Language
- German
- Belongs to
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f sehe Institution gerefchtf^riigt, wenn es jenseits der Bemühung, immer wieder! Bildung in altgewohnter Weise zu häuten, frunid der Gesinnung, aus der auch (des/ „Büchermachens“ kein Ende ist. der Ort ist, wb die Einheit von iJernen und Leben noch nicht auseinandergefallen ist. [ Aber man würde RiMenzweig Unrecht tun, wenn ijiun andererseits meinen würde,'daß er mit seircis jener getreten sei, die in billigen ProklamatiAhbn das Leben gegen das [(.ehrhaus soll kein „Erlebnisivo gestaltet ist, sich aut ein il zu berufen und damit zu lud Genauigkeit des Wissens ie Eindeutigkeit i er Forderung verzichtet. Zwei Grundvoraus etzungen hat die Arbeit des Lehrhauses, ohne die *s nicht bestehen kann, ohne mindestens seii en ursprünglichen Sinn ver- Voraussetzungen ist, daß das ältigkeit seiner Erscheinungen sich .(e ihm n teil G Wissen ausspielen. Im kult“ getrieben werden, unkoiilrollierbares Gefii verschleiern, daß man und c die i liert. r Lernende fragend geg i dd nur die Erkenntnis e ncs stofflich begrenzliieles. Im Leonen mul. F den großen, aus der Vorgänge große 1 Zug des Jüdischen ein. eine Al t jüdischer Existenz. I ■iiÜber und zieht atis Die erste dieser Judet|itum injnllcr Viell und Meinungen mehr ihnen Seine Jüdischen sonst »r eines ist. Dieser Standpunkt ist ils Ubcrparteili rhkeit oder Neutralität. Mit würde sich da» Lehrhaiis Grenzen setzen. j \rbeit abef bezj|eht gerade alle Bereiche! des seiligt alle ein und gezogen werden lassenden einheitliche 'hinter aller parteilichen und org ferenzierung liegt. E fremd, es bestreitet nicht ihr Recht, es m ihre ist damit nicht wirklichkcitslicsen Verschiedenheiten auch . int nur, dnll ihr Ursprung und Absichten außer] ilb dessen ner Arbeit zu ergreih 1 hat. Und die zweite es zu diesem echten Jüdischen, an dem si^ auf seine Gültigkeit durch das „Lernen“ Lehrhnuses kommt e ^cnsftoffes an, der ieser Voraussetzungen ist, daß nd grundle alles, was Ausweisen z r worben wird. Es wii I eine! ..Haltung“ sich J>i ^erijen. Sie ist in de (erreicht. rMit dieser „Me weitbrgefiihrt und ne l einander-Lernen. Uri 1 nich|t in die Leere hi Lehrer gefragt, Kenfatnis.se Antwort üu gelernt. Geist in Jahrtadh sehe Lernens. Von der Bibel an zieht in dem Einengungen, die Gt danken eines i Jüdischen, das vor uni- und liiisalorischen Difi I iegt, was es in seinicht auf Kenntnis tenden Bereich des sich jüdisch nennt, ikmß, einen- Zugang die Fülle des Wisgeiioniinen underein „Zustand" erstrebt, es soll ar werden. Sie erscheint ' im Tätigkeit des Lernens schon lode“ wird alte jüdische Art belebt. Lernen ist immer Mit- Lernen ist Fragen. Es wird lusgefragt. Es wird auch nicht der aus der Sicherheit seiner geben hat. Es wird an etwas Ile dessen, worin sich der jüdienden geäußert, ist Stoff dieses Jüdischer Geschichte artiger Weise in ij’fi jüdischen Wortes uni jüdischer Existenz. Ihm stellt sich mit dem Gang gleichlaufend und in einzigverwoben ein breiter Strom einzige, t iger Zi k omini' \ oi Arbeit, stund? inhall der a jfr seil u Ideal das aber eine wesentliche, it von den Vielen, die am leichtesten ergrif n d de Ipa r; Der 1 'or trag ist eine Form, die dem Lehrhaus zu tiefst fremd isf. Man wird ohne ihn nicht Auskommen, er kann «en, bei eine ziriii das steri: riscl Die ibt. Im jüdischen Lernen des j ,;j daher ergibt sich dio ragen stellt er sich in üheil herkommenden Da» Lernen ist selbst s ist gewiß nicht die Und eine, die in heuuni Judentum zuriiekefa werden kann. I. -Form .der Lehrhaus- )ie Arbeitsgemeinschaft tvird am ehesten im- Sem, sie zu leisten. Illör, wo wenige einen sv<)>llen Stoff in gemeinsamer Arbeit miteinanigen und aus ihm horhujdernen. was an Wis- Uberzengung nur in inmj steckt, ist man dem , Lehrhauses am näclUten. Man möchte fast idox wagen, daß es auFSdas Thema, (las zur Diskussi m gestellt wird, garhicht ankommt, da aus jedem das Eine, was notfut, gew/omion werden kann. die großen Ausblicke gehen und als Muster zeiwas eindringliche- Arbeit leisten kann.. Er wird (-ehr läusern mit einer großen Zahl' von Hörern der wenigen Gelegenheiten «ein, alle ziisammeiilren — aber die wirkliche ^Lehrhausarbeit wird andetswo geleistet. Aus dieser Erwägung heraus hat derli ler Lehrhaus in den beiden letzten Semeden Versucli gemacht, die starre Form-des. Vor- „lehrhausinäßig“ aufzulpckern. Im Dreigesprätli und im Zwiegespräch wurden kontradikto- oder gemeinsam klärend Themen „aufgerollt”. Gespiäche waren nur in den allgemeinen Zügen vorbesprochen, um die Lebendigkeit eines wirklichen Gesprächs,' dessen Möglichkeilen noch offen sind. von / nicht Lerr zirkel vornherein zu unterbinden. Die ira kleinen sich entwickelnde eigentlich sinnvolle Ardes Lehrhauses wird und sollte dadurch nicht erse zt we ’dcn. Ziel Wenn das LchrJians derart «einen Weg und sein bestimmt, wenn es den gapzen jfulisclien Men-, Sehen erfassen und bilden möchto, so versteht sich zum Schluß von seihst, daß diel Teilung in jüdische und allgemeine Fächer ihn] fretnd .sein muß. Nicht also erst d e Tatsache, daß die allgemeinen Bildungsstät en dem Juden in Deutschland verschlössen sind, habm es veranlaßt, den ganzen-Ümkreis des Geistigen in «einen PI an cinzubeziehen. (Die seiner Idee zugrundeliegende Vorstellung einest ganzen zu bildenden Mei sehen, in dem alle Kräfte und alle Möglichkeiten von einem Kernpunkt aus organisch zusammengeschlossen s nd, ließ anderes nie! t zu. ( « l Was Rosenzweig 1920'forderte, war damals so tfefFendjau« der Situation des Judentums in Deutschland diagnostiziert daß es seit 1033 nicht dringlicher 49