Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 48 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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/ w .i r t -s Cjh :i f I I ic h e rArlu*il verbundenen Jeschiwa. beschlossen. . IV. Audi hei uns in Deutschland die wenigen niH'h y.>rhandencn Jeschiwot ein beachtlicher Faktor für die .religiöse Rildungs- und Erziehungsarbeit geworden.! Fnd ihre “Rcdcutung wächst, nicht zulet/t unter d«jm Eindruck'des Zeitgeschehens. von Tu# zu Ta#. Von dem Willen getragen. das Judentum ans seinen (ruftqucllen heraus zu begreifen und in einer weltanschaulich gelnmdenen reli#iösen Gemeinschaft zu erleben. ferner von dein Willen #etra#on. sich die Fähigkeit zu erarbeiten, aus den biblischen und lalmu- - dischon Quellen selhsttäli# zu schöpfen, kommen viele junge ^huschen in die ,leschiwa. um sich da einige Zeit d|*m Thoralcrnen zu weihen. Darunter auch solclllf. die aus wenig religiösen oder #ar betont unjiidischen Elternhäusern kommend, sich mählich 'zur lesllnsiu Rejahung des Judentums und seiner Forderungendürclrgerimgeu haben. Fs versteht sich von selbst, dal] den mit #erin#en >Vorkenntmssen Eintretem en durch Frrichtun# von Eiofiihrungs- und Anfängerkursen Rechnung #etra#en wird. Aln*r bei dem Fleiß mul der Hifigahe. die die meisten dieser junger Menscjicn auszeichnet, uinl hei der Reinwollen llinlei kung der gesammelten Willensener#ie auf., das jtidisc le Studium werden meist schon in vcrhältnVsmüßi# - kurzer Zeit erstaunliche Fortschritte in den jüdischen Disziplinen erreicht, l’nd die reine Freude des F ndens und des Hineinwachsens in das urwüchsig jüdische Denken und Lehen wird immer wieder zum Antrieb und Ansporn. I. ' Groß . ist insbesondere die Zahl derer, die vor ihrer | Alija nach Frez Israel eine # e i s t i # e und r el i 1# i ö s e llachschara in der Jeschiwö durchmachen. Der misrachistischc Chaluzbund R acha d fordert jetzt von seinen Chawerim und den mit dev mi.srachistischen Ju#endalija nach Frez Israel Kommenden den Resuch der Jeschiwa. Die 'von dem Schreiber dieser Zeilen geleitete Jeschiwa wird im laufenden Semester von rund '100 jungen Menschen besucht, die vor (Hier nach ihrer landwirtschaftlichen oder handwerklichen llachscharajjeschiwämäßig lernen und leben wollen. Auf diese aus mehrfachen Gründen erfreuliche Tatsache wird auch im Fnlerrichtsplan Rücksicht ^genommen. Sieben TenaCh, Misclma. Gemara. Dezisoren, den klassischen Werken der reli#iösen Ethik, dem .Studium der jüdischen Geschichte wird auch Palästinakunde #elehrt und das lehendi#e Hebräisch eifri# #epfle#t. Auch en#lischer Sprachunterricht ist vorgesehen. Fnd die an der . eschiwa erworbenen Kenntnisse“ werden in den C.hahzheimen, Hylispharazentren und Jugendbünden weiter getragen. Die Lernenden werden zu "Lehrend mi. Was aber der Jeschiw^i von heute eine besondere Note gibt, ist die Lebensgemeinschaft ihrer Jünger. Das Wohnen im Jeschiwa-Internat. die ge-, meinsame Verpflegung, die gleiche icligiös-natioiial>“ Einstellung, die gh'iehen Interessen und Restrcbunj.en, { schaffe^ "V r k 1 i c h e hat duer nid vergnügtefür, die kleinen und großen Angelegen leierer dem die gemeinsame Zielsetzung schaffen w,i r k 1 i c Lehensgemeinschaft. Fnd die Fpbenspcmeinschalt eineii erhebliehen Antcfil idaran, daß jetzt ein n Typus \;on Jeschiwa-Racliurim ents eilt: frohe ten des Tages aufgeschlossene, audf zu scliw körperlicher Arbeit fällige und liereite, auch in Harten und Lastenden, das die Zeit mit sich brilngt. hoffnungsstarke und zükunl tssichere junge Menschen. Junge Menschen, die schon in ihrer Vorborei-, tungszeit. d i e Synthese“ verwirklichen, der sie in Frez Israel Gestalt geben wollen, die $ynthese: Thora wawoda. Thor a und Ar |> eit. Das Lehrhaus Von Fritz R a in her# e r. as Lehrhau-, hat seine deutlich abgegrenzte Stelle im Plan der jüdischen Rildungseinrichtungen. In il|m vollzieht sich wesentlich Erwachsenenbildung. Aber-es wäre ein fundamentaler Irrtum und ein Mißverstehen des Lehrhausgedankens von Grund auf, wemi man sich mit dieser Restimmung begnügen würde. Die Eigenart des Lehrhauses ist nicht nur durcti die Altersschichtung derer charakterisiert, die in ihm lernen. Fnd auch die negative Abgrenzung genügt nicht, die sagt, daß im Lehrhaus sich diejenigen Menschen zusammenfinden, die mit ihrer Rildun;|sabsiclit Ftwas zu ihrem bisherigen Wissensbestand Zusätzliches erstreben, ihre Rildung erweitern, sich.auch jüdisch bilden wollen. Das Wesentliche 43 iis verwirklifhen der Rildungsidee. die sich im Lelirlui möchte, ist mit all dem verfehlt. Ihre Notwendigkeit, ihren Gehallt und die Gijundzüge ihrer Verwirklichung hat Frau:: Rosenzwei;; mit hinreißendem Schwung und kämpferischem Geist in- 1920 entwickelt. Als Titel setzte er über seine „Wi nsche zum jüdischen Rildungsproblem des Augenbl cks insbesondere zur Volkshochschulfrage“ das Kohcletwort „Riulung — und kein Ende.** Aus-der Resign ilion dieses Wortes aber schuf er eine Forderung. Nichts ist damit getan, daß das Lehrhaus (die Volkshochschule’ üblichen, starr und unfruchtbar gewordenen dungsbetrieb" fortsetzt. Das Lelultaus ist als den ..Riljüdi-