Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1936)
- Date
- 1936-05-01
- Page
- Seite 45 (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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sollte und wird auch unter der fdteren Generation heute niemand mehr zweifeln. Man kann nicht jmehr einwimdeiK „Wir wollen die zeitgenössische lyultur unserer'Umwelt unseren Kindern möglichst aus erster Hand Zuströmen hissen“ — denn t Kultur verschließt sich unserer imd iehnt uns bewußt in jedem bezirk ah. es dum Großteil der Juden Deutschlands angesichts seiner eigenen Erziehung und sei nes bisherigen) Kulturwjillcns auch ankommen mag, der ("rage där Erziehung seiner Kinder heute nur die cine,j ihm aijifgezwungene Entsclu iduug, das ScjlRvergewjlcht in die jüdische Sphiirej zu sie ^u glücklichen und innerlic ■heranhilden I will. iese zeitgenössische M Aufnahmefähigkeit So jbitter verlagern, wenn er h freien Molischeu;I)as soll mm^niehl etwa hei Schilden im i Deutschen, Euglisclu i deutsch, englisch usw. gelehrt mu für sorgt schon die selbslvcrsts Durchführung der Anslaltslehrpl wnr(imgshcwußtsein der einzelne doch kann man sagen, daß der Ft an (ler jüdischen Sclnde möglit ) ule schon“ zu gestalten, immer fstär Unterschieden, je nach der besc helri-ffeiulen Faches. Rechnung j -j Dies an einzelnen Beispielen diesjer Stelle zu zeigen, müßte zn ein Wort über den Unterricht in sehen Disziplinen. Hier muß voh leicht manchem, der erst neuere disch'e Schule entdeckt hat, parai sache hingewiesen werden,'daß es an diesen $cliulcn einen Form, „Religionsunterricht“ in n. daß an uliseren i usw. nicht | mehr gelernt würd|\ Da-' ndliche PHicpl zur ne und das yeranl- Fachlehrer. Und i^derung. jede Stunde hst zu einer ..jiitlier, wenn auch mit reu Eigenart lies tragen wird.! für jedes Fach an weit führen!. Nur den eigentlich jiidiillem auf cii<* vielings die liöliiere jiilox anmuleiujle Tatder eigentüfmichen wie ihn das 19. Jahrhundert ini deutschen i n allgemeine n iihervieder an einen der Judentum hat entstehen lassen, liaupl nicht gibt. Es sei hier klassischen Aufsätze S. B. llirsch’s erinnert, hier mit den iWorten anfängt:.„Wir haben heute keine Religionj! Der Herr Doktor hat; Kopfschmerzen!“'und der im Anschluß daran im Jahrgang 1855 (!) des „Josclm run“ eine theoretische Grundlegung der Bildungsauf entwi seren hchül gäbe der jüdischen Schule lieber Inhalt auch unter un nissen seine volle Geltun Stundenzahl, die wir deiji räumen, wird an unsern Sjchulc sophiert“ von den Iheismus und wie alle diesij einst hießen. Um so ernster Itemiihfn wirkliche Vermittlung von'ijüdischem Wissen und um die Entwicklung echt jüdischer halb steht im Mittelpunkt unse Unterrichts die Hinführung zu llinfül^irung Überlieferung, zu Tora und Gebetbuch, die durch ihn i:kclt, deren wesentveränderten Verhält- I’rotz der hohen jüdischen Fächern einsehr wenig „philo- I letzlenl Dingen und vom Monoso beliebten Themen wir uns um eine Gefühlswerte. Desros ganzen jüdischen den Quellen unserer ewig> Aktualität uns gerade in diesen. Zeiten immer wieder überraschen Neben dieser Hauptaufgabe des eigentlichen jüdischen Unterrichts der erstaunlichen Sprache in unsere licrr schling des ge; darf aber gerade heute angesichts Wiederbelebung der hebräischen n Tagen' die" rejin sprachliche Besprochenen" Hebräisch eine ungleich stärkere Berücksichtigung beanspruchen äls je zuvor imic|rhnl)> unserer Schulen.! Zh .-diesen h.-hräischeij. Disziplinen ' im engeren SjmJe treten dann auf allen SlufCn unserer Schulen in mmor stärkeiVm* Umfang Pialästinakundt; und jVidi.che Gegenwartskunde jm Rjahmen des allge meinen Erdkimdeuiiterriclits. während die jüdische Gesdhichle immer mehr dein, gesamten Gäsehichts rriehl eingegliedert wird, der: dadurch natürlich bliche Umformungen erfährt, vor allem hinsichtdor notwendig werdenden, nfueii Periodisierung unlt erlu lidi gelil äß dem Uhy Imins unserer eigenen Hisl'orie. If. Volkssclndwesi'ii. Mm den et'ka +‘2 000 jüdisclüjn Schulkindern, die gegenwärtig te. befinden i s diir ü.'tüOO schon lni noch in ganz Deutschland geben sich nach mcin.'r Schätzung’gegen Io in den etwa 1:00 jüdischen Volks-- schälen.'i wälnlend die jüdischen mittleren und höheren I.ehranstalleh (einschließlich,einer Reihe von Privat; chuleiil inkgesamt von über 50(10 Knaben und Mädchen besucht werden. Sieht man von Bcrlm ah. r '■M .... so imß man feststcllen. daß heute im größten Teil des Reiches jüdische Kinder niefit inehr in allgemeinen Vol vssehulcn anzutreffen sind, sondern in jüdischen Schplen Aufnahme gefunden Indien. Schön ans diesen wenigen Zahlen ergibt sich die hohle Bedeutung.die unserer Volksschule für die Zu kunft unser *r Jugend zukommt. Was oben allgemei l über die jüdische pädagogische-Entwicklung der letzt eil- Jahre und unsere gegenwärtige Bildungssituition gesagt wurde, hat naturgemäß auch für das Volksschulwjesen *) in niqlit geringem'Umfange Geltung. Vornehmlich an Schulortcn.ohne eigene höhere jüdische Lehranstalt muß die Volksschule deren Bildungsaufgabe de facto durch fakultativen Zusatzunterricht mit durchzuführen suchen. Nur liegt entsprechend den allgemeinen 'Gegebenheiten, mit denen die Volksschule zu rechnen hat, der Schwerpunkt ilirelpädagogischen Problematik-weniger hei den einzelnen . ..Fachern” als in der'. Gestaltung des Gesamtunterricht i. Allerdings unterscheiden'sich unsere Volksschulen, t.ie ihre .Schülerzahlen* in den letzten drei Jahren fast verdreifacht haben, nach Tradition und Richtung.Inacli Umfang und Aufbau oft recht t-rlieb- .1 '> VKI. *.Mi. i) *) I>if AI ma nach des SchoikemVerla iiuf das hierzu Med. jüdische Volksschule iiji Zusaniluenhan” mit der l.chrcrhild juif; soll noch in einem bcumdcren Artikel ftelegentlleli ausführlicher behandelt werden1, jk-. I). Med. 1 - . ' '- ,! '