Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 21 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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1 Wie mit schmücken eingefaßt durch die Landauers, in der Gesichtspunkte in knapp Deutung des Mandatsgi und die Jüd. Buchvereik ihre Gabe. lern Rahmen sind diese 188 Bilder si^iwungvolle Einleitung Georg welthistorische und geopojitische. en Zügen zu einer 'eingehenderen :cjdankens hinführen. Herausgeber fgung verdienen hohen Dank für Berlin-Grunewaid, Dezember 1935. Dr. S. Samuel (Spinoza-Loge). Jüdisches Jugendbuch, Unter Mitwirkung der Großloge für herausgegeben vi Rabin. Jüd. Verl Ihrg. 5 d. Jüd. Jugendkalrnders. L der Jugendschriftefikommission Deutschland VIII U. O. B. B. Emil Bernhard Cohn und Else g, Berlin 1935. on Ein neues jüdisches Jugendbuch ist in der Reihe der heute anders aussehen Jugend ist eine andere Diesen Forderungen gerecht aju werden, weni Almanach des Schocken Der Vorliegende Alm über die bisherige Arbei Anzahl wertvoller Beitriii Nachmanjn-Bialik, Fran; ana des ge Roi < ’h Verlags auf das Jahr 5696. gibt einen guten Ueberblick rührigen Verlags. Eine große Hermann Cohen, Chajjim enzweig, Martin Buber, Leol pold Jung, Jacob Bernays, Leo Baeck zu nenneq^— geben dem Büchlein eine Note, die es Uber den Durchschnitt ähn' stellt. ’■ l Jugendkalender erschienen. Wir müssen heute für solche Bücher aus unsern eiger en Reihen besonders dankbar sein und begrüßen daher dirsen Jugendalmanach freudig, der in seiner Vielfältigkeit jedem Kinde Anregung bringen wird. In Erzählungen, Theaterstücken, Gedichten und Liedern hören und lernen wir v»h jüdischer Geschichte, von jüdischem Lehen und Gebrä liehen und von osljüdischem Wesen in einer den Kindern zugänglichenWeisf.die ihnen Freude macht. Wir erleben Purimi und Chanukka, hören von Sukkaus und Pessach, tun einen Blick in die jüdische Vergangenheit, sehen die aus Spanien-vertriebenen Juden auf der Wanderschaft, ja schau eit! selbst in die Neuzeit hinein. Jtide und Staatsmann, steht uns lebendig sfor .Augen, ein; Persönlichkeit, die besonders die Alteren interessieren w rdi Alles das wird unterbrochen von lustigen Erzählungen, Rätselecken und Geschich- ‘ ” ‘ J Fliegerei; ja, selbst jüdische reigessen. Kurz, kaum ein Gebiet, das Kinder fesseln kanr, bleibt unberührt. Und doch fehlt noeh ‘ins: die Beziehung auf unsere Zeit, die] doch eine gan: besondere ist. Wir wollen nicht sagten, daß die Kinde* davon nichts verstehen. Jeder fühlt und erlebt es in sein« r Art, auch die Jüngeren unter (ins. Und zu Menschen,]di« etwas Besonderes erlebt haben und noch) erleben, muß jma a eine besondere Sprache sprechen, wejin man sie wirklich innerlich erfassen will. Die äußere F|orm wird gewiß dieselbe bleiben müssen; — wie kann maln zu Kindern anders sprechen als in Erzählungen und Gescjhichlen! Aber die \ /orte, die wir zu ihnen sprechen, müssen Unmittelbar zu {ihnen reden, müssen eine gerade Brücke aju ihrem Herzen bi den und ihnen zeigen, daß wir auch ihi| Erleben verstphe i. Ein Jugendalmanach muß ls '’or vier Jahren, denn äuch die ew jrden. sei leint mir das Buch nicht ganz ich auch weiß, wie schwer es ist, diese unserer Zeit entipre :hende Stimmung in einem solchen jRahmen zu erfass« n. Vielleicht würde es eher gelingen, wenn einmal Jugeid, die etwas älter ist als die, zu der hier gesprochen werden soll, versuchte, ein solches Buch zu gestalten. Getda Löwenstamm. Land der Jugend. Das Buch dtr Kindjerrundschau. Verlag der „Jüdischen Rundschau“ {1936. Das Land der Jugend — ein Kinderbuch in doppeltem Sinne: für Kinder und zum großen Teil von Kindern selbst gemacht. Und doch kann man es nickt ein Jugendbuch schlechthin nennen; denn es ist nicht für jede Jugend geschrieben, sondern für eine gan : bestimmte. Ei spricht zu allen denen, die ihre Zukunf in Palästina sehen und sich schon hier vorbereiten und sehnen'nach dem-Lande, das für sie ihr Land ist. Zu ihnek spricht es eine lebendige Sprache. Wie könnte es anders sein? Hören wir doch von der Jugend selbst über ihren Wef lind ihr Erleben in Erez Israel, hören.von den Schwierigkeiten .des Anfangs und wie sie überwunden werden und wieviel Schönheit und Befriedigung die Menschen dann dort erwartet, wenn sie mit ganzer Seele dabei sind. — Es gibt; kaum ein Gebiet, von dem uns nicht erzählt wir«:.- Wifi werden mit Bildern und Worten durch Tel-Awiu* geführt, besuchen eine Jemenitenschule, feiern mit auf einem Traubenfeste und auch die Araber sind1 nicht vergessen/ AU’ «las unterbrochen von heiteren Erzählung?b. über die Schuhputzmeisterschaft, über die Herstelling von Trendein, über lustige Tiere und auch die Briefmarken von Palästina lernen wir kennen. — um nur einige besondere geistige lecher Darbietungen C. Aber auch in die Kultur'des einen kleinen Einblick. Erzählungen von Herzl und Ge Landes bekommen wir mit selbstgemachten Gedie einmal die Zukunft dichte von Bialik verbinden sich dichten und Liedern der Jugend, d«*s Landes werden soll. — Wie sollte | das alles' Kinder nicht erfreuen? Wir lernen das Land von Vil len Seiten kennen, nur eine fehlt mir; vielleicht die w'ic itigstc! Wo bleibt Palästina — das heilige Land, das Land der Väter? Geweihter-Boden ist es. auf der dies« Jugehd.leht und leben wird; geweiht durch seine große V >rgandenheit, die richtig erfaßt auch Zukunftserleben werden {kann und muß; „heilig“ als der Boden, auf dem dis Judentum frei wachsen und gelebt werden kann. Warum Rollte man den Kiodern nicht auch dieses Große und Schöne auf ihren Wej dorthin mitgeben, da dpeh die Jugend besonders empfänglich jst für alles Reine und Heilige? G. L. vor Gott von Liebe vom and.ldrig G. m. b. H., Hilde Marx: Dreiklang, Worte Tag, Philo-Verlag u. BuchH Berlin W50. Die anerkannte Lyrikerin best henkte ihre - Gemeinde mit einem geschmackvoll ausgest itteten Bändchen Gedichte in der ihr eigenen, WohlklAng, Innigkeit und Gedankentiefe eines gotterfüllten Gemütes ausströmenden Sprache. Offener Blick für Natir und Weltgeschehen strahlt aus dieser erstaunlich Heterogehes bietenden Gedichtsammlung. So ist z. B. „Chor äer jüdischen Frauen“ ein stark nachhallender poetischer Appell und Trost, während die Autorin in dem „Briefe an eine Stadt“ als einfacher, liebenswürdiger Mensch m: t einem Anfluge von Humor erscheint. Frjau J.-R. Schindler. 21