Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 20 (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/6727475-6727495-6074914--3260-4869822- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Ir- Jaeob Bernays, Ein Lebensbild in Brieten, herausgegeben von Michael Fraenkel, Breslau, M. & tl. Marcus, nj.32, 172 S. Jacob Bernays, der Sohn des Hamburger Oberrabliiners Isaik Bernays, war -Dozent am Jüdisch-Theologischen Seminar! in Breslau und dann außerordentlicher Professor 4er Altertumswissenschaft in Bonn. Sein Name, von deri Fachgelehrten mit größter Achtung genannt, in Laiedkreisen fast vergessen. Michael Fraenkel hat «fas große Verdienst, den Menschen Bernays einem weiten Leserkreis nahegebracht zu haben. Aus etwa 1000 Briefen, die Bernays. mit seinen Freunden wechselte, hat Fraenkel eine Anzahl ausgewählt und mit Einleitung und kurzen Anmerkungen versehen. I)abei ergibt sich das Erstaunliche. daß seine Briefe fast ausschließlich an nichtjlidische Freunde gerichtet sind. In der Tat hat Bernays, der sich in Breslau recht einsam fühlte, dem Bonner Freundeskreise. «ler sich durchweg aus Nichtjuden ziisammcnsetzte — darunter Männern wie Bunspn und Paul Ileyse —, ntets herzliche Anhänglichkeit bewahrt: in Breslau kam Moi^inisen hinzu, mit dem, er 4n dauernden Beziehungen Itjieh. Selbstverständlich wird in diesem Sehriftwtwhsel das Judentum in keiner Weise ..getarnt", sondern von beiden Seiten, ohne irgend welche Nerv«vütät. ständig betont.' Hat doch Bernays nicht nur die 'Gesetze der Thora peinlich beobachtet. sondern auch seine innere Verbindung mit dem überlieferten Judentum stets betont und sich auch darüber ausgesprochen, weshalb ihn. gerade als Philologen, weder die Weiterbildung des Christentums durch Paulus ,(Fi aenkel S. 58 f.i noch die radikale ßibelkritik (S. 28)'b« frieieine gab, .digen konnte. Aber eben weil der ..Rabbi'1, wie ihn Studenten nannten, sich selbstverständlich als Juden konnte sich zwischen ihm und Nichtjuden ein dürdhaus ungezwungener Gedankenaustausch über politische, weltanschauliche, literarische Fragen entspinnen, in welchem die Feinheit seines Empfindens und die Weite seines kulturgeschichtlichen Blickes zutage, trat. Als document humain, aber auch „document juif“ verdient Fraenkels Büchlein (das sich seiner Ausstattung nach auch zi Geschenkzwecken eignet! einen weiten Leserkreis. Isaak Heinemanr 20 Manfred Swarsensky, „Das jüdische bäum, Berlin S.W. 19. Kurz vor Ablauf des bürgerliche Erich G o 11 f e 1 d «eine Sammlung mit einem Werk des Rabbiners Dr. J ,.Di*s jüdische Jahr“ eingeleitet, glänzend geschriebene und trefflich Jair“. Verlag Köst M: Da: ist will den vielen Juden, die den Wi jüdischen Gemeinschaft suchen, ein Fii Weihe und dem Brauchtum der Säblv ja des grauen Alltags, soll der Jude sich heit mit Gott, seines weltgescliichtlic l der ewigen Bestimmung seiner Gerne! den. Der Verfasser zeigt, wie aus Einzellebens mit jüdischem Inhalt dem zuströmt. denn er senkt seine purzeln jährigen “Boden seiner Gemeinschaft Ohne seine I-eser 'für irgend ein« gewinnen zp wollen, führt Swarsensky meinschaft hin zu Gott. Der »Veg zui geht von der Lehre aus. Lernen ist G ist Wissen um den Weg des L«bens. I ist Bürgschaft für das ewige, unsterbli):' SwarsenSkys treffliches Werk ist ein schönes Lesebuch —- nie! t bloß hauptsächlich für die Erwachsenen, die Bisher jüdischen Beianger fernstah rufen: ..So schön ist unser Judentunji unbekanntes Heiligtum!“ Qä das jüdischer ■ Lehre und Gottesvbrehrung mancherlei Neues bringt, zun minde r in besonders schöner Form darreicht, i ein Lieblingsbuch der jüdischen Fami n Jahres hat D| r. Jüdisches Wissen“ anfred Swarsensky, s tiefdurchdachfe, ausgestattete W«!rk eg zu Gott und Zur hrer sein. An «ier ate und Feiertage, seiner Verbundenen Schicksals' ipid ijschaft bewußt wierder Erfüllung |les Juden wahre'Kliaft in den vicllausejid: W< Philo-Lexikon. Handbuch des jüdischen Wissens, dritte vermehrte und verbesserte- Auflage 193G, Miilo- Verlag. Berlin. Die B«‘sprechung 'der ersten, Auflage in diesen Blättern 1934 schloß mit den Worten: „Dieses längst erwartete Buch verdient es, in jedem jüdisclum Hause einen Platz zu erhallen". Dieses Erteil gilt in noch erhöhtem Maße von der neuen, verbesserten, um 40 Spalten vermehrten Auflage. Es umfaßt 425 Seiten, über 5000 Stichworte und Namen, über 300 zum Teil melirf irbige Tafeln, Bilder, Karten und Tabellen (Jozef Israels Jüd. Hochzeit. Max Liebermann: Judengnsse in Amsterdam. Palästinakarten und Zierseite der Peßach-Hasga la in Darmstadt). ’ ' •» Vergleicht man die erste Auflage mit der gegenwärtigen, so sieht man. welch' l'nsumme von Arbeit die rührigen und kundigen Herausgeber auf die Neuauflage verwendet haben. Viele Artikel kamen neu hinzu viele wurden iinigearbeitet und ergänzt. Auch die äußer? Ausstattung Ist ausgezeichnet. Diese Fundgrube jüdischen Wissens wird bei dein verhältnismäßig niedrigem Preise zu den alten Bek Hinten lind Freunden neue in reicher Zahl sich erwerben. E. F. Palästina. 188 Bilder nebst v. Georg Landauer. Jüd. Buch 1835. Der Preis, der unter vielen Filirj sischen „Land der Verheißung“ in wurde, gebührt unter ähnlichen Bild? genden. Nicht zu flüchtiger Schau, w andern jagt, sondern zu besinnlicher diese Aufnahmen ein, die «ine Karte Beschreibung erläutern. Dl*in Range net Jerusalem (mit 33 Bihhrn) den Davidsturm auf volkreiche Vorstädte gruppen herabschaut. Da sind Jeric Sichem-Nablus, Tiberias, Siifed-Meron, Städte von Juda bis herauf zum Herifv Meere, die alle sieh erst zögernd d erschließen. Aber auch Hs ifa und neuem Odem durchpulst. Stärker noch wegt von den Bildern, die ans in die des Landes führen,» nach Givat-Brenp Nahalal oder En Charod, .unter die Si und Gilhoa. Anziehender ^uch als Jischuw, sind die strahlenden Gesichte stalten der jungen Chaluzin und Chal aufbauen. — Gleichviel, Buche als in einem Buche nerungen blättert, .oder mit Hoffnung, es tritt uns hier eine zum I entgegen, eine Zukunft an kündigend, keine feste Gestalt gefunden haben, jedem Sinne. pb man, eigner, u neu erwe xöstejnreligiöse Richtung . sie über die fce- Gemeinschaft aber ottesdienst. Wissen ehre^ erzeugt Leben, :he fsraöl. j kein Lehrbuch,?her für Kinder, sondern Man hört die Leser, den. förmlich aus-? Tatsächlich ein erk auch deifi in wurzelnden Juden ten Wohlbekanntes t es dazu bestimmt,; zu werden. I Eugen Wölbe. Uebersicptskarte etc., rersg. -Vereinigung Berlin eri dem palästinen- Venedig zuei kannt rserien der vorlieo ein Eindrutjk den Betrachtung laden und vierspnachige entsprechend, eröff- Veigen, wo der alte und reizvolle Villenho, Hebron, Jaffa, Akko, d. h. die on und herab zum nahenden Neuen ’f’el-Awiw, ganz von wird das Iferz bejungen Siedlungen er oder Daganiah, ilhouetten des Tabor ie Typen des alten r und sehnigen Geuzot, die dap Land diesem em < i pue wir, in uslöschlichejr Erinqkter Sehnsucht und ichtc ringende Welt deren Züge noch lie aber reiavoll jn