Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1936
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
- Date
- 1936-01-01
- Page
- Seite 22 (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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Joachim Prinz: „Die Reiche Israel uad Juda, Gesch chten der Bibel.“ (Mit 6 Unfein und vielen Bilder 1 von Heinz Wallenberg),-Erich Reiß Verlag, Berlin Den Geschichten der Bibel'“ hat Joachim Prinz 1935. nun- Juda“ wertgegen e Bemehr als zweiten Band ..Die Reiche Israel und folgen lassen und damit der jüdischen Jugend ein volles Geschenk gemacht. Auch 'derjenige, der frühere historische Darstellungen von Prinz ernst denken hatte, muß zugeben, daß £r es verstanden hat, jungen Menschen -die Erzählungen der Heiligen Schrift nahezubringen und die Atmosphäre, der biblischen Zeit neu erstehen zu lassen. Vergleicht -mäh. das Buch von Prinz etwa mit früheren für die .fugend bestimmten hihi sehen Erzählungen, so spürt man sofort, daß hier ein Mann die Feder ergriffen hat. der eine lebendige Beziehung zur Jugend,'hat und der es versteht, sie zu fesseln. Prim weiß phantasievoll die Welt des Orients vor uns erstehen zu lassen, findet aber immer wieder zur rechten Zei zum Text der Bibel zurück. Die Tafeln und Bilder Heinz Wallenbecgs tragen dazu bei, das biblische Geschehei dem Verständnis der 'jungen I.eser nahezubringen. E. G. Emanurl bin Gorion. ..Das Siebenfache Licht”. Gestalten und Stoffe ries Judentums in der deutschen Dieb , t, tung. . Berlin. Schocken-Verlag. 1935. ..Ein Lesebuch” nennt der Herausgeber dies vcrnelun ausgestattete Werk, in welchem er anmutige ilnd lehr reiche Motive aus dem biblischen und nachbihlischen Schrifttum aus derv Werken jüdischer und nichtjii .lisrher Dichter und Denker Deutschlands, von Walter van der Vogelweide bis Karl Gerok, zusammenstellt. Die Eirteilung der poetischen Stücke in acht Reihen ist ebenso vorzüglich wie die Auswahl. Da finden wir u. a. das Preisl ed der Engel aus dem „Faust“ und Gellerts „Ehre Gottes uis der Natur”, die erbaulichen Kirchenlieder „In allen Taten“ setzt; auf die Bibel lauschen wieder zu ihr zurück. Auch die hebräischen S Karäer sind in die Sammln allein Sagen und .Mythen, s heln und Gleichnisse enthalt): „Die Sagen der Juden liehen Ausgabe fünf Bände. Volksausgabe gedacht ist. sämtlich erhalten, die Varia die dem Werk in seiner erstle schaftlichen Charakter gab« Hervortretens des Dichterisc i :hriften der Samaritan:r und ng mit einbezogen, dh nicht lindern a tieft Legenden] Paran. sie immer und kehren umfaßten In der neuen Ausgabe, sind die 5 agen und llen und Parallelslelleh n Anlage « inen mehr r? n, zugunsten eines en weggeh ssen »vorrleh Berlin, Vortrupp Leo Hirsch, Praktische Juileiftumskunde Verlag 1935. Issi Bayer, 2T Kapitel jüdischer Brauchrientung. Selbstverlag, Bingen, Rochusstr. 12. 1935. Beide Werkchen erfüllerj einen Wun'sch. den vi;le seit Jahren gehegt haben. Man kann ein großer Kenner jüdischer Geschichte und Literatur sein. ja. sehen Fragen gut unterrichtet sein, die Praxis, die täglichen Gebräuche, das jüdische L eben fehlt d< m, der es nicht im Elternhause gelernt. Die so nötige Hilfe halten schon früher die diesbezüglichen Werke unseres Bruders S. Müll gewähren unternommen. Die beiden neuen Arbeitern führen Müllers Werk fort. Inshes«jndere gibt Leo H i r s c'h dem l nwissenden, aber ehrlich Strebenden eine vorzügliche Anleitung für eine wahre „Jifdischkeit“, während Issi; Bayer schon mancherlei voraussetijt, aber zu einer tieferien Erkenntnis führt. Mögen Brüder ebenso wje Schwestern diese heute so notwendigen Hilfsmittel nicht! oberflächlich, sondern ernstlich studieren. | Ludwig Holländer. inder ur: immer ^prungdie als Motive aber, ivissenineren und „Lobe den Herren“, Heines „Belsazer“, Cha- „ . j , „ _ , . . ii , i j Mnn/rerf Slurmonn: Herkunftundti missos „Baal.Teschuha" und l.essings Parabel von den drei Ringert. Die Prosastiieke umfassen Lcgencfen, Sagen, Märchen, l'mdirbtungen. historisch^ Erzählungen lind . Anekdoten, aber auch Schilderungen von Land und Leuten im Heiligen Lande und in der Diaspora. Urteile ntchtjüdiseher Geistesgrößen, wie Beucblin. Goethe, Humboldt, Wellhausen, Lagarde. über das Hebräische und d e Bibel. Auch Joh. Peter Hebel, Kruinmacher. ’Auerbaeh und Frankl sind mit ihren gemütvollen „Kurzgeschichten“ vertreten. Das „Lesebuch” wendet sich vor allem an sehe Jugend; Sie-sollin diesem Spiegel das wei|te Stoffgebiet des Judentums kennen lernen. i I Verlag, Ber Lyrikern der i hen Rang ein. ch aus der E ft :lie -jiidi- L. W. Die Sagen „der Juden. Märchen. Legenden, Aiu Iegmigen gesammelt von Micha Josef bin Gurion, > eue Ausgabe. 788 Seiten Oktav. .Dünndruck. Leine l, Schakken-Verlag. Von der Schrift ausgehend, an sie immer wieder anknüpfend und sie in vielfachem Sinne erweiternd ziehen sich die’ Sagen und Mythen der Juden durch «jas ganze nachbiblische Schrifttum. Das Volk hat, auch nachdem es seine Heimat verlassen .mußte, nie aufgehört, |die biblischen Geschichten fortzuspinnen. Der Ursprung, der jüdischen Sage liegt nicht allein in der Lust am Fjabulieren, am Verlebendigen der Natur wie bei den anderen Völkern. Sie will vielmehr) die menschlichen Geschicke “und die Geschicke der Welt auslegen. Die Bibel hat den Juden ein gutes Stück geschichtlicher Gegenwart und Natur ersehe Gedichte. Erich Rei Unter den jüdischen Mcnfred Sturmann einen h< den Gedichten wendet er s: .Gegenwart an die Jugend, deren jüdisch' wecken und zu vertiefen sucht.. In bes< edler Sprache,.die die dichterische Kra hart, wird in 3 Zyklen: ..Der A.ufbruch und „Kinder «les Ewigen“ der ganze Krei Bereiches ahgeschritten. Als Beispiel eine- Strophe aus dem Gedicht „Aufbru den. in der Herkunft und Gesinnung ihr« Dort, an dem Ursprung, sind neue Quellen, sie warten auf dich. Labe den dürstenden Mund. Wachse, gedeihe, di) Reis, empor Zum Baum, er wurzelt im Erdreic Uber ihm aber verströmt der Herr Trinke. Geborgener) — und lebe! r Zeitschrift für die Geschichte der Juden in Deutschland. Herausgegeben vcjn. Professor Dt. Ismar Elbogen, ' ‘ Berlin, Professor Dr. Aron Freimann, Frankfurt am Main, Rabbiner t>r. Max Freupenthal, Mulchen. Jahrgang VT, Heit 2'3. Philo Verlag und iBuchhandlung G. m. bl H., Berlin W 15. Dem .An.den’ke|n David Friedländers, dessen 100. Todestag jüngst wiederkehl te, ist das soeben erschienene Doppelheft |der Zeitschrift Für die Geschichte e « i n n u n g. Jüdiin. Gegenwart 'nimmt In den vofliegennpfindungswielt der e Gesinnung er zu qnders schöner und Sturmanns' offen- „Die Schöpfung“ unseres jüdischen dieser Kunst’ möge eh“ angeführt wern Ausdruck findet: li tief, j seinen Atemj. / 22