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Der Orden Bne Briss · 1936-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936) · p. Seite 17

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 17 (sequence 17)
Language
German
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I siert, v» 'Und Lai enn man s^gt, daß : iej gute Angestellte in Kontor Jen, erfolgreiche Reisende und Vertreter abgeben. pflege Es seieii daherhier kurz einige Beispiele angeführt von Fällen, in denen Neues gehn cht wurde, das lohnende Aufnahme |fand. . Da sind zunäi hst eine Anzahl kleinerer und mittlerer Unternehmungen, die kosmetische Präparate und Artikel fabrizieren, und die s^ch nach Ueherwindung der ühlicheu Anlaufsschwierigkeitjen durchsetzen" sollten; da sind weiter ein paar erstk lajssige Schneiderateliers und Konfeklionsbetriebe, die Berliner Geschmack und Verarbeitung hierherhrachten; einige Journalisten, deren Befähigung fiher das sonst hiei {L'ebliche hinausgeht, inaehten ihren Weg; eine Reihe besonders qualifizierter Ingenieure haben in Minen- und Elektroindustrie rasch Aufnahme gtv funden; auf dem Gebiete d<>rf Schönheits-, Zahn- und Fußhierher bekommen, sozusagen in Afrika in-die Wüste zu gehen; i.ls man aber ein über Erwarten zivilisiertes Großstadtlebrn vorfand, schwand die anfängliche Bereitschaft, sich mit Moskitos, Einsamkeit* Mangel an Komfort und geselligen Umgang in ländlicher Abgeschiedenheit und Abgeschlossenheit abzufinden, selbst bei größeren Verdienstmcglichkeiten und Aussichten. — wiinschjt gewesen und hat Männer die im Erfahrung \md Ausbildung könjun ktur zu nutze macli riniente rn der LaJidwir|sclmtt läßt sich noch nichts End gültiges großen wieder Leuten st gleichfalls Neues i je und Verbessertes offenbar ereiner ganzen Anzahl tüchtiger uhd Frauen zu gujejn Existenzen verholfen; alle Baugewerbe oder guf verwandten Gebieten über verfügen, konnten sich die über einige wenige.Expesagen. Kill vielleicht hedauerll Wanderung ist, daß sie siel und mittleren Städü von erfahrenen ui lies Charakteristikum der Einim wesentlichen -auf die paar konzentriert. Es wird immer erfolgreichen eingesessenen darauf hingewieseni daß die eigentlichen Chancen auf dein Lande, in den 1 llcineren Plätzen, liegen. Nun ijind zwar die rfieisten von uns mit dem tapferen Vorsatz Zu ßend bei prozent ist noch unendlic I: auch ltlji störter Bei ich man •unberüc ganzen der projii auch Ti rellen nicht je sogar v Leben wird, v I .eben Diese E anzutreff .ein neues meinen Ausführungen ■ möchte1, ich - noch -abschlienerken, daß' sie nicht den Anspruch. auf hundert- Richtigkeit und Vollständigkeit erheben. Alles im Fluß, und die weitere. Entwicklung hängt von 1 vielen, noch nicht zu übersehenden Faktoren ab; eh manches Problematische im Interesse ungeglücklicher Lösung unerwähnt. der summarischen Behandlung der Dinge mußte che persönliche Not Und individuelle Schwierigkeit isichtigt lassen. Es .kam mir darauf an, ein im EUtreffendes Bild zu geben, wobei gerechterweise cntual große Erfolg hervorzuheben ist. Daß es r|agödien gab, daß viele ihre materiellen und kultudiirfnis.se gewaltig herahschraphen mußten, daß r eine angemessene Tätigkeit gefunden hat und Reicht in Ausnahmefällen nicht emmal das zum Notwendige und unbedingt Erforderliche verdienen erstellt sich nach dem plö.tzjichen Umbruch im r zur Auswanderung Gezwungenen von selbst, i scheinungen sind jedoch zu allen Zeiten iinmer da en, wo eine Gruppe Entwurzelter in’neuem Lande Leben aufzubauen sich bemüht. Hc lei I Bücherscha Der Gr iße Broekhaus. Di > letzten drei Bünde. i De|- Große Brockhaus, das „Handbuch des Wissens“, Hegt jelzt in 20 Bänden ab| «schlossen vor. Es handelt sich um du fünfzehnte, völli J neubearbeitete Auflage von „Brockliaus Konversations Lexikon“. Der 18. Band behandelt Spy — Tot, der lOj;Tou— Warn und der abschließende 3 0. Band Wan'—Zz. |Der Verlag hat zwar noch diis Erjsclj einen eines E^gänzungshandes (A—ZI vorgesehen, aber im ganz si kann die 15. Auflage dieses Standardwerkes als vollem Ijet angesehen werden. ü S. Müller: Der Weg in die Jüdische N^ Geschichte von Moses Mendelssohn wart in Charakterbildern dargeste „Jüdischen Schulzeitung“. 1935. „Ms ist immer lehrreich und tröstlich uzeit. Jüdische bis zur Gegenilt. Verlag def Zeiten nach den Büchern der Geschichte, j Im Es wall danken ja! re, einen mochte In Jahre 1928 erschieii der erste Band dieser Auflage, eine .bewegte Zei:, und man darf dem Verlag daß er das Gesaiutwerk trotz der folgenden Notdenen die Weltwirtschaftskrise neu aufbrach und H öhepunkt erreichte ,j planmäßig durchzuführen verii sp iegelf zieherin, Tage zu S. Müller von Most zu greifen und sie nach deip Geschehen früherer befragen.“ .Mit diesen wahren seine Neubearbeitung der ^Jüdischen Geschichte s Mendelssohn bis zur Gegenwart“. Es ist mehr e Umarbeitung, lebendigen Prüdem bedeutsamen deh wi:r erleben, konnte seine Ai tufgahe nur darin zeitliche Kultur- und Bildd neuesten Stand der Wisse?e chnen, sondern er mi unbestechlicher Chronist Abschnitt der Weltgeschichte, fer Brockhaus weniger denn je ijehen, in erster Linie das übergsgut der Menschheit nach dem Schaft und der Praxis zu verte lebensnah bleiben und als er Epoche sofort folgen. So in stürmischen der großen Kr- Worten beginnt jeder Band den jilngsten Stand der Dinge, soweit das technisch überhaupt möglich war. Dabei wird dem Kigänzlingsband die Aus’illung kleinster Lucken vorbealeibcn. Da in grelleren Abständen die Herausgabe r Ergänzungsbändc ln llen wi dlere «1« s Gr >ßen Brockhaus v Spiegel unserer Zeit und geplant ist, wird die 15. Auflage ile Jahre ein wahrheitsgetreuer ihrer Kultur bleiben. B. als nur?ine Neubearbeitung: ' Es ipt .ein gcschrieb >n von einem Pädagogen, dqr die ‘ bleme de Gegenwart -v^antwortungkbewulßt erfaßt. Aus- *■ gehend von Moses Mendelssohn, dessen. Leben und Wirken eine eingehende Würdigung erfährt, (über t|ie bedeutenden jüdischen Persönlichkeiten, die dem j9. Jahrhundert Farbe und Bich urig gegeben haben, bis zür jüdischen Situation der Gegenwart - so vermittelt das Buch ein lebendiges Bild von' den geistigen und kulturellen Strömungen der letzten .Vergangenheit-und Gegenwart. Gerade die allerneueste Zeit bis in unsere Tage wird mit ruhiger Sachlichkeit behandelt, wobei sich immer wieder der Eindruck bestätigt, daß liier ein jüdischer Mensch.’schreibt, für den Judentum mehr eine Sache des Herzens; als des Kopfes ist. Wie in seinen andern Büchern sucht Müller auch hier seine Leser nicht nur zu belehren, sondern auch zu bereichern: Die ausgesuchten Stelle^ aus! de« Literaturwerken stellen ein ausgezeichnet-esl Querienmateriat dar, das den I.eser anregt, seihst einmal zu/den Quellen zu . greifen. Iras Buch stellt sieh wifijdig in die Reihe der wohlbekannten Werke des Verfassers, Und man möchte t ihm weiteste Verbreitung wünschen! Dr. M. 17

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