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Der Orden Bne Briss · 1936-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936) · p. Seite 5

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1936
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1936)
Date
1936-01-01
Page
Seite 5 (sequence 5)
Language
German
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de: iit * g‘ Die Darbietung dei däß die Schüler sich aneignen können, ohne bereitung erforderlich der Erwachsenenbildung und Lehrläusern gepfl Die Kurse rechnen tag. Die Tageseinteilun; auf einen gesunden R**»’ Arbeit abgestimmt sei („Schularbeiten“), Turn ungegliedert werden. Vorlehre und die übrige Leibesübui gen gewidmi ■ lungspausen, in denen nommen verden» Der Sonntag sc 11 gelegentlick: behalten bl< Die neue Lernn auch ihre besonderen 1 eiben. Bildung; Stoffe soll so erfolgen, röhrend des Unterrichts jesondere häusliche Vor-, tet über zu den Formen an Volkshochschulen ko in Stoff daß eine Sie le wie si werden. mit einem muß kl« hythmus n. Die?n und S Im ganzefi Zeit der t sein, gemeinsaiji Sonnabe li gemeinsä 8—9 ständigen Arbeitsr und übersichtlich und rperlicher und geistiger Unterrichtsvorbereitung müssen in den Plan sollen 4 Stunden der geistigen Arbeit und den I inzwischen liegen Erliodie Mahlzeiten eiiigeist Ruhetag, und der men Wanderungen vorf ort Uid Arbeit; gemeinschaft wird sich ormeii schaffen. Fs muß sich er- Die Ereignisse uüd Entwi Zionistischen Organisation intere größeren Kreis als je, denn aucfi Juden, — ganz abgesehen davon, tiger Teil von ihnen durch die J der Zionistischen Organisation ve die Bedeki Welt. in zunehmendem Maße der ganzen hinter sich Demokratie Di; Judenschafl der Gestaltung Pal$stin is ist abei Die Zionistische Organisation ihre Dase: mit allen Nachteiler Leierungen . ^teilen, weisen, inwieweit die Anknüpfung an die religiöse Tradition hier trage nf und gestaltend wirken kann. * Da die Kijne an die körperliche und geistige stungsfähigkeit der Schüler hohe Anford wird die’Aufnahme von einer ärztlichen Untersuchung abhängig gemacht. Später'findet eine laufende schulärztliche Betreuung!statt, deren Ergebnisse a|ich bei der Be- . rufsberatung aukgewertet werden. Zunächst isjf, wie bereits oben gesagt, nur eine Verfüg Knaben in Aussicht genommen. Die soll für Mädchen eingerichtet werden. Es neuer Unterrichtsplan mit , dem Ziel der Führung des eibenen Haushalts und der Vorbereitung auf einen hauswirts;haftlichen oder sonstigen Beruf aufgestellt werden müssen Auf einem neuen Gebiet jüdischer Erziehungsarbeit hat die Reichs' Vertretung einen Weg gezeigt. Es ist zu hoffen, daß es schweren Weg suchsanstalt nächste Anstalt wird dafür ein Der 19. Zionistenkongreß (20. August - 4. September 19 J5) Von Robert W e 11 s c h. {klungen innerhalb der sieten heute einen weit die nichtzionistischen daß ein großer und wichirwish. Agency direkt mit -bunden ist, — begreifen tung Palästinas für die entscheidende Kraft in der Zionismus. sein Moment ei Stunde ist. So eine Koalition hat eine lange Geschichte nsform iit eine parlamentarische Dr. Weizmann, des Zionismus des Parteiwesens, und daraus ergeben sich inlerne Probleme in einer Fülle, die der Außens ehende nicht immer n ihrer ganzen organisatorischen und personel en Kompliziertheit durchschauen kan|tf, (Für jeden, der den Zionismus verstehen will, sei das soeben prschienene Buch „Zionistische Bewegung“ von Adolf Böhm als das eirzige grote und umfassende Informationswerk empfohlen i. Der 19. Kongreß in Luzern stand in der Hauptsache vor solchen internen Problemen; er bot insofern ein neues Bild, als die wichtigste Öppositio isgruppc der letzten Kongresse, die pnter Führung Jabot nsky’s stehenden Revisionisten, die |Zionistische Organisation verlassen und eine selbständige Organisation gebildet haben. Durch diese Spaltung warde auch das parlamentarische Bild verändert; infolge des Verschwindens der rechten Flügelgruppe hr gelingt, der jüdischen Jugend auf ihren das nötige Rüstzeug mitzugeben. 1 ne S a in m 1 u h g der Kräfte das Gebot der wurde demi vom ersten Augenblick auf verschiedener Gruppen hingearbeitet, und der Kongreß h;it in dieser Hinsicht auch ein positives Resultat erzielt, ln der neugewählten Leitung sind alle Parteien des Kongresses mit Ausnahme der .Splittergruppe der „Judenstaatler" vertreten. . Das wicht gste Ergebnis des Kongresses ist jedoch die Rückkehr Lt. Weizmann’s zur’Führung der Bewegung. zweifellos die bedeutendste Persönlichkeit und vielleicht überhaupt der heutigen erhielt die Linke ein nensische Arbeiterpartei ein für den Aufbau des roßes U jbergewicht. Die pnläsfirepräs* ntiert ja auch in dpr Tal Jüdischen . Nationalheims in Palästina entscheidend wichtiges Element,' einen nationalen Arbeiterstand, den cs in dieser Art im jüdischen Volk vorher nicht gab, uhd di< notwendige Rerufsumschichtung großer Teile der jüd sehen Jugend aller Länder macht die Arbeiterschaft zu deifen natürlichem Aiifnahmebecken. Judenlu-it, wurde vor Vier Jahren mit Hilfe der Revisionisten gestürzt, weil die damalige Mehrheit seine Politik gegenüber der Mandatarmacht für zu kompromißlerisch hielt. Es hat! ich aber gezeigt, daß eine andere Politik als die Weizma m’sche gärnicht möglich ist, ‘und das Fehlen von Weiznann’s Führerpersönlichkeit war in den letzten vier Jahren oft empfindlich z\i spüren. Nun hat er die Leitung in einem Moment' übernommen, wo nach zwei Jahren einer ununterbrochenen Prosperität wieder Wolken am Iloiizont aufziehen: Politisch droht ein Konflikt zwischen Mandatarmacht und Juden durch die in Aussicht gestellte Errichtung des Gesetzgebenden Rates (Legislative Council) für Palästina,, an dem sich die Juden wollen, weil sie davon eine Behinderung befürchten; übrigens ist die judenfeindnicht beteiligen der Aufbauarbei reu nicht mehr tember, während liehe Agitation der Araber so heftig,-wie sie es seit 5 Jah- Zum Glück des Kongresses ~f daß es nicht darauf ankqmmei rische Mehrheit apszunutzen, s verstand die Arbeiterpartei, könne, eine parlamentajndern daß gerade in diewar. Wirtschaftlich sind.lschon im Sepder Kongreß noch tagte, durch einen aus Kriegsangst hervnrgerufenen Run auf die {pdlästinensischcn Banken mit all seinen Folgeerscheinungeft Schwierigkeiten entstanden,'die insbesondere zu einer Lfalmlegung eines Teils des Baugewerbes und damit zu bed -onlicher Arbeitslosigkeit führten.! Ueberhaupt ist.durch len abessinischen Krieg der gaifte vordere Orient in Unruh» geraten; die Araber sehen eine neue Chance, es bilden sich neue politische Gruppen und >lächte-Konstellationer, und es ist in einem solchen Mounent von größter Wich igkeit, daß die jüdische Politik Palästinas wieder in die Hände des besten Mannes gelegt wird. I I*!j

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