Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 9/10 - September/Oktober
- Date
- 1935-09-01
- Page
- Seite 97 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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I i asischen Gebiet schrim ipfler i die früheren iuf den sogen, polnischen Minbag Elbe) und den deul e,ch :n Minhag ( 1 llbe) zusammen, abgesehen yon den besonderen Gebets* litenj, die sich alte Geir i nd leid einden wie Prag, F Unterschiede (östlich der westlich der osen, Worms Frankfurt a.M. Vorbehalten haben. LI ie eben erwäluile Erfindung des Buchdrucks hatte her auch ungünstige F jlgeii. ln den bis dahin lebendigen Und der Entwickling hjam eine bedauernswerte Erttarrung. Es trat das ein, das mau die „Anbetung des 1 luchs tabens“ genannt halj Die oft von unwissenden 1 )ru< kern aufgenonune :ien, manchmal verstümmelten i nid dadurch sinnlos gewordenen Texte wurden, je. I läufiger man sie druckte - zumal unter dem EinfluLi i ler Mystik im 16., 17. und 18. Jahrhundert — schließ- 1 ich als heilig und una länderlich betrachtet. Es ist das erd liqnst von Wolf Benjamin 11 ei den heim, der zu tniiing des 19. Jahrhunderts lebte, in unserem asclikcasiiehen Kilus mit dem Wust der Irrtiimer aufgeräumt und durch seine mit Kommentar und deutscher Cher- : ctzung verseheneu fehlerfreien Ausgaben von Siddur und Machsor eine Renaissance in, der Entwicklung des ieb 'tbuches angehalmt zii haben. Die Erneuerungslewi-guiig ergriff die verschiedenen Gruppen der Judenieit, vornehmlich freilich diejenige, die man unter dem ichjagwort Hamburger ielleichl and wie Das Abbildung mehrerer ieb< in dem „Musee CI henk, bestimmte schön ausgestdttet ihmy' Gebei urch die zahlreic len iner Andacht get tört »piekweise R. Me’ir van üothenburg (geet. 1293) und neu Einhänden, davon! eines, das sich in dem Hambur- Museum für Kunit upd Gewerbe“, ein anderes, das in Paris befindet. Als Brautibücher werden meist beson- Höcliste Aufmerksamkeit kte man der Schreibung und Ausschmückung des Vom schlichten Ornament bis zur prachtvollen alung mit Bildern sind alle Stufen vertreten. Daerden anfänglich bestehende religiöse Bedenkeu, Tierbilder der Beter vielleicht werden könnte — wie bei- R. Jacob Mulin (gest. 1427.) befürcht immer mutiger bei Seite geschoben, israelitischen Gemeinde .in W orns schön verzierte Machsor-Handschrift), cha ben Jehuda geschrieben ist (e auf dem Titelblatt von Bänd 10 de* daica). Die Darmstädter Landeabip! Machsor, J348 in Haniihelburg bemerkenswert ist, weil es auf Gr)i; zweiten Wortes de« Dekalogs noch Mensehengesichtern scheut. Def Moli lie i I een —mit der Zeit ho gehört z. B. der eine zweihändige, die 1272 von iiminc Seite abgeb: ldet Encyclojftiedial Ju- Jiothck besitzt ein det, das deshalb t)id desbehaupten e Darstelhm; priester heim Reform" zu bezeichnen pflegt. Das von Tempel geschaffene Gebetbuch hat obwohl hei seinem Erscheinen lebhaft bekämpft - aufe der Jahre dujrch die von ihm vertretene Tenieni: Kürzung der Gehet t, Einschaltung von Gebeten <!er Landessprache j sowie Anpassung gewisser religiöser Vorstellungen an die veränderten Anschauungen ler'Gegenwart, viele (Gebetbücher Deutschlands und der l\ eil, vornehmlich Am^rikgs, nachhaltig beeinflußt, und heule wird ein ähnliches jVerlangen sogar in Palästina;eäi|ßert.! Welch bevorzugte Lilehe der Jude seinem Gebetbuch schenkte, davon zeugt neben iK*m bisher Gesagten vielleicht am b«sten die Sojrgfalt, die er sowohl dem Ein-, band wie der Gestaltung dgs Textes angedeihen ließ. Für aeide hat man das jüdische Kunsthandwerk, und zwar oft |n seinen besten Vertretern heranzuziehen gewußt. Jüdische Lexikon]Band II zeigt auf S. 910/11 die utbücher in kostbaren silbervon moB Aut der Hag( c d.ilt vQh Se ra ucii t rs Zier teite zünden , des siebenarmigeii fratzenähnlichen Gesichte dargestell t. dem leider so früh verstorbenen Prul gehörte und wohl aus dem [15. Jai schreckt vor der W iedergabe njienschly mehr zurück. Interessant sind auch di: Darstellungen, die den Text begleiten. So erscheint z. Kaufmanns1), in dem Mittagsgebet des Versöhnungs(tages als Symbol der Andacht des Vorbei: begeisterten'Orgekpiels.' (!) Kulturldi sind auch die verschieden *u der' i) „Zur Geschichte der jüdischen'H; in Müller und. von Schlosser,1 die Ha^adah Wien 1898. Ein Machsor, das David Kaufmann rhundert stammte, :her Gesichter nicht einem ,, laut Schilderung •s ein farbiges Bild storisch interessant burger Staats-' Eiäjnl ^dschriftenillustration“ von Serpjewo, &7