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Der Orden Bne Briss · 1935-09-01 · Nr. 9/10 - September/Oktober · p. Seite 86

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 9/10 - September/Oktober
Date
1935-09-01
Page
Seite 86 (sequence 10)
Language
German
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geadelt^ so i vor wir-uns Siiinesrichtui raumlitcn mit den IW iuötcn, der len, im übr; Gnade anzu Stille zurück za c n u: liclit, der um druck,ist für es selbstverständlich, daß wir den Tag, l>em Schlafe niederlegen, auch mit religiöser beschließen. W ir erbitten uns einen * chlaf, den Gott bewacht, und ziehen uns teil des großen Gebetdichters, des l’salis mahnt, -ich nur vor der Sühdezu fürcligen aber; ich schw eigend der göttlichen ertrauen, :n das ewige Reich göttlicher’ Dieser tätliche, durch Gebete gegliederte Lebensrhvthm'us er’älirt-eine Feierliche und zugleich gemüttolle Steigen ng durch den Sabbat. Hier w ird die Frau zur- Pricstcri t des Ha'uiqs, wenn sie am Freitagabend beim Lichte itzünden im Segensspruch Gott für das Gebot, die S ibbatlichter zu entzünden, preist und sich dabei des kö: tlichen l.ichlgeschenkes, das den Menschen zuteil wurde, bewußt wird. Und der Mann wird zum Priester am .‘.Itar, dem 'fisch seines Hauses, wenn er den w</ingefüllten Becher ergreift und im" Bewußtsein,der durch Mäßigung geadelten Lebensfreude Gott verherrzu seinem Dienste auserwählt. Kiddusch, Heiligung, nennen wir dieses Gebet, das zugleich Ausdie durch den Sabbat hervorgerufene seelische Verwandlung de| Juden. Sie beginnt mit dem Liede für die Engel dfs Sabbat1), die mit dem Hausherrn die h dl erleuchtete Sabbatstube betreten, sie fmdei ihre jesondere echt jüdische Wendung in dem herrlichen - silomonischen Liede von der wackeren Frau2», die ja nach jüdischer Auffassung mit dem Manne zusammen. d< n Menschen bildet, sie wird eingebettet in die musikalische Lmralimung stimmungsvoller Sabbatlieder. sie(wiyd im Sommer in den Sprüchen der Väter heit unserer Alten gelenkt, und im Winter hamaalaust-^sahnen in den Born köstlicher etaucht. uni findet in dem Haw.dolohgebete sgang beim Verlöschen der Kerze im ver- We auf die YV'ei in den Scliir Religiosität «i am Sähbatai zossenen Wein einen wehmütigen Ausklang, Dieser religiöse Rhv weiht. Übe; Sederabe rj das : h d. thmus des häuslichen ' Sabbat wird auch ajunl größter Teil. auf. die Feiertage übertragen. DerlKidduseli 1 etont die besondere Bedeutung des Tages, un<l «las Ent sünden d§r Lichter wird durch den Segensspfuch dem J aumtauv, dem „Guten Tag“, ge- Gewo inliche’ hinaus ragt jedoch der In de ’ Erinnerung an die göttliche Erlösung urigeres Volk« s aus ägyptischer Knechtschaft zur köstliche^ Freiheit wird der Hausherr an der festlichen Tafel gum Lehre - und Wortführer der Familiengemfeinschaft vor Gott.- Er erzählt und singt und verherrlicht mit den Worte a der Haggada, und seine Tischgenossen bilden den at fgeschlossenen, religiösjer Stimmung .hingegebenen CI lor. Das Omerzählen, die Bejott gewährten Emtetage, leitet wußtmachung der von ') siehe Festschrift 19 *) Daselbst S. 75. Dii während sieben Wochen hinüber zum Srhowuausfeste, und dieser Tag der Gesetzgebung am Berge Sinai findet im religiösen Lehen de» Hnuses vielerorts seinen Ausdruck in einem, die ganze Nicht währenden, stimmungsvollen gemeinsamen lj,ern|en, das in Auswahlstücken weite Gebiete unsere^- religiösen Quellen aufschließt. Dasselbe wiederholt sich in der Hoschanorabho-Nacht, in w.elchjer der in den „Ehrfurchtbaren Tagen“ der „Umkehr“ anheim gegebene Beschluß über das Geschick des Jalirej einig iltig gefaßt wird. Die „E h r f u rc lr t b a r e n T a ge“ 1 seil »st, an denen uns das. Gebet der Gemeinde im Gojtesbause erschüttert, finden) im häuslichen Leben nur kurzen lAusdruek. Der mit. *; 1 I 34, S. 78. Die Red. Red. Hermann Struck J " Hab dal ah dem Genuß von Süßäpfel und Honig verbundene Wunsehspruch nach einem i,.guten und süßen Jahr“ am . Rauschhaschonohfeste und das Tascb ichgebet, mit dem wir unsere Sünden symbolisch den dahinfließenden Wasser zur Vernichtung übergeben, sind nur, ausklingende Wellen der im Gottesdienst zu tiefst erregten ^Seele. Das naturverbundene Sukkaisfest, das durch seine Symbole der Laubhütte unij des Feststraußes' anmutig zu uns spricht, findet in einig;n häuslichen Gebeten, die für das Betreten!und Verlassen der Laubhütte und für das Lulaw-Schütteln bestimmt sind, einen be- <56

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