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Der Orden Bne Briss · 1935-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935) · p. Seite 69

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 69 (sequence 9)
Language
German
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hi. Heinrich Gottselig. Am 2Q. Juni ist unser 'Bruder, der Mjjler Heinrich Gottselig. erst fünfzigjährig. plötzlich gestorben. kurz nachdem er in einer Ateliei^Ausstelhing eine Anzahl von älteren und neueren Arbeiten gezeigt fatte. Die lloffnungf n. die er an diese interne Bilderschau knüpf m mochte, sind nun mit ihm selber begraben. j Als er vor etwa einem Jahrzehnt zu unsej'r Frankfurt- Loge kam. geschah das mit jener schlichten S-IhstVerständlichkeit. die sein ganzes Wesenf u ud all sein jj in und Schaffen a^iszeichnete. Es war jfür'|ihn. der selher schöpferisch an den Gütern menschlicher i Kultur arbeitete, selbstverständlich. einer jüdischen Gemeinschaft anzuge tiörcn. die für die Förderuiijg menschlicher Kulturgüter sich einsetzt. Und er hat gerade* in unserem Bruderbünde sein lauteres Streben und seine selbstlose Haltung in Schönster \reise bewährt. Persönliche Interessen stellte er völlig zurück aber er w‘ar da. wenn man ihn braucht v ar ein treuer Helfer hei den gehalten hat. dem ersten in der großen Zl Mit sicherer Intuition erfalitk er das BesJ seiner Modelle und wußte es ebenso, sicher in eine persönhl fceiner Porträts, ndere. Eigenartige er viele Menschen ening gemalt und Arbeiten des Kunstausschi sses und hei der der Ausstellungen, die wii veranstalteten. mit prachtvollen Arbeiten alljährlich in un > ln diesen Ausstellung« n *ar »1er Maler Gottselig stets Schreker, Richard ■ nu und Thomas l|n Paris sein Kön- I? Nachahmung —I rt und auf ausge- Farhigkeit seiner Bjkler entstanden l at in graphischen Durchführung eren Räumen vertreten, mit Landschaften und Bildnissen, die uns stets |;eginw ärtig bleiben werden. Er schien noch im Aufstieg, s :hi< n erst jetzt zur1 Reife zu gelangen. Immer mehr prägt ’ sich seine Sonderart aus. schärfer wurde die Charakteristik: in seinen Bildnissen, heller und farbiger seine Landschaften. Es war nicht nur gutes Handwerk! Ein tüchtiges handwerkliches Können —-.es war ihm selbstverständliche Voraussetzung für alles künstlerische Schaffen — hatte er sich |n harter, zäher Arbeit schon in jungen Jahren erworben. Br War Lieblingsscliüler des alten W. A. Beer, den er in leinpm lebensvollen Bildnis festliche malerische Form zu bringen. So hat] aus allen Kreisen der Frankfurter. Bevöl gezeichnet, darüber hinaus aber* aijcli M« nschen von Weltruf. Aoch stehen und hängen davon s> manche im verwaisten, Arheitsrauin: Eugen d'Alhcrt und Strauß'*'und Pfitzner, Gerhart Hauptin Mann. Käthe Dorsch und. Helene.’ Mhy«j [. eine ausdrucks- \olle Zeichnung Jäholinskis u. a. ui- - Er kannte keinen Stillstand. Er hat neu durch Aufnahme — nicht elwa'do ■Ü1 des französischen Impressionismus bcreidit dehnten Reisen ini sonnigen Süden die Palette erheblich gesteigert. Leuchtejnl|' am Gardasee und am Mter bei Genua;- ei Blättern, in Lithographie und Radierung, io manches Motiv aus Venedig, so manches 1 he«leutende |Antiitz festgehalten und — gerade in letzter Zeit —■ sich.mit dem Gedanken befaßt, eine neue Bilderfolge zu unserei’ alten Maggadah zit schaffen. Immer ein Schaffender. ein fei rillender. ein Ler-| nender. war er dankbar für jedes fördernde Wort des reife-| reu Künstlers — und wie beglückte ilil| je« es Wort »ler An-[ erkennung aus berufenem Munde. V I W ir. die wir auch dem Menschen lia le;eständen haben wissen, wie sehr alles. Was er gestaltet«., Ausdruck seines Menschentums war. Eine aniiiia candida hajt er sich bis zuletzt bewahrt .und war — trotz, aller Net all der schweren seelischen Konflikte, die erspart gehliehen —- .eiii glücklicher Men icli cli erweil er eine Welt der Schönheit in si Dr Aus anderen Distrikten Junior B’ne B’rith Die Erfassung der, Leigetijugenil hat in; dem Staniinlande des Ordens B’ne Briti, in den Vereinigten Staaten, schon seit einer Keilte von Jahren feste Formen angenommen. 1924 -erfolgte die Gründung einer „Muster- Brüderschaft für junge Leute von 16 hi? 21 Jahren“, die den Namen „Aleph Zadik Aleph (Junior B’nc Brith)“ trägt und in üher 130 Städten Nord-Amerikas, ,einsehließlich Kanadas, Niederlassungen besitzt. I)ie Zusammenfassung bezweckt inacli dein Programm die geistige, moralische und physische Entwicklung und Kräftigung aller geeigneten jüdischen jungen Leute, «lie Bekämpfung von Vorurteil! und Heuchelei, die Stärkung des Interesses für alle menschlichen, erzieherischen und philanthropischen Einrichtungen. Um dies zu erreichen, sind als grundlegende Forderungen proklamiert worden: Loyalität gegenüber dem Staat fl n d seinen Gesetzen, Treue zjuni Judentum u ifd seinen Glau he ns Vorschriften, Ehrung «ler Eltern, Wohltätigkeit, e i n w* a n d f r ei e Lebensführung, Sauberkeit in geistigem und körperlichem Sinne und schließlich hrü- ■find Plage, trotz auch ihm nicht . Glücklich war trug. .A|. G a I I i n e r. Iten gegenüber Ordens, zwei zwei ohligatoderliches und freundschaftliches Veifh allen Mitgliedern d«>r Organisation Die Zentralleitung besteht uus'dem jeweiligen Prä sidenten der Konstitutious-Großlogc des Mitgliedern der B’ne Brith-Logen, sowie, rischen und vier fakultativen Junioren ind außerdem|. aus dem Vorsitzenden des JunioVeH'Bundes, der den! Titel Grand Aleph Gadol führt tauch die übrigen Beamten tragen hebräische Namen, z, .B. Ma:ihir [Sekretär | und Gishur [Schatzmeister.]), Iler Si;z <l:*r Leitung befindet sich in Omaha (Nebraska), einer Mittelstadt des sogenannten mittleren Westens, besonders halb, weil hier «ler gegenwärtige Beher, seinen W ohnsitz hat, der'.in: zwanzig Jahren ehonfalls der Initiato * mul Gründer des JJüudes gewesen ist. Auch hat die Omal la-B’ne Britli- I,ogc als erste eine Patenschaft für «Jen , unioren-Bund übernommen. Um das Interesse ihrer Mitglieder da leriul waelizuhalteu und anzuregeu, werden liehen den regelmäßigen Zusammenkünften, gemeinsamen 'sportlichen Spielen kol lektive Reisen zu andern Junioren-Logen. uuternoifinjen, lind einmal im wohl des- Vor.itz«-nde, San» Alter von kaum 69

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