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Der Orden Bne Briss · 1935-07-01 · Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935) · p. Seite 64

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 7/8 - Juli/August (7.1935)
Date
1935-07-01
Page
Seite 64 (sequence 4)
Language
German
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Mit ohigi'n. nur wenig übertreibenden Worten begründete Bruder I)r. Zivier, fiirstl. Pless’seher Archivar, in der Märznummer des Großlogenorgans von 1903 seine in der Les-ing-I.oge gegebene Anregung, ein „allgemeines Archiv der Juden Deutschlands4* 2u'‘gründen. Die Anregung wurde über die Lessing-Loge -mit Begeisterung um der Großloge aufgenonimen. und im lahre 1906 wurde das „Gesamtarchiv der Deutschen Juden** als eine "einein-aine Schöpfung <Ier Großloge und des Deutsch- Israelitiscben Genieiiidelnindes ins Leben gerufen. Der -tututarisclu* Zweck dieser Anstalt ist insbesondere <He Sainiuluiig und Richtung um l rkunden und Akten der Jüdischen Gemeinden Deutschlands sowie solcher Urkunden und Akten, die jüdische \ erhältnisse betreffen' und in-hesondore für das \ ereins- und. Stiftungswcsen für die Krfas-ung und die Gesebielite jüdischer lamilien und firr das Leben untl ilie Leistungen hervorragender Juden um Bedeutung sind. * 11. Träger der arebivarischen Arbeiten ist der sog. Ar-- elmleitcr. ein Posten, den zuerst Dr. Täubler in \ erbindung mit unserem späteren K\pr. Dr. .Herlitz und nach ihm bis zum heutigen Tage Dr. Jacobson bekleideten. Das In-titut arbeitet jetzt in den Ränrnen der Jüdischen Gemeinde. Berlin. Oranienburger Str. 2/1. Fs' gab von Zeit zu Zeit gedruckte „Mitteilungen** in Ginzelbänden heran-, die neben den Tütigkcitsbt'riohten und der Publikation der Akteninventare wesenjlichc Beiträge zur Geschichte der deut-eben Juden enthielten, s«* z. B.: Plan für die Bearbeitung eines Lrkundcnhuchs zur Geschichte der Juden in Deutschland im Mittelalter ' Täubler 1 : Das Erfurter Jiidenluieli A. Siißmanni; Aus Vlar-cbauer Staatsarchiven. /Geb. Archiv rat Prof. Dr. Warschauer': /Zur Begründung des Laudesrahbinats und zur Ent- -tebung iler S\nagogen- und Gottc-dicnstordnuug fjir «las Ih-rzogtum Sachsen-Meiningen i Jacobson!. Da- Gesamtarchiv.untersteht einem Kuratorium um 12 Mitglieilern mit dem Recht der Kooptation. Die Großloge uni] dcr-D.I.G.B. als Gründer «Kr Anstalt batten das Recht, je 2 ^Mitglieder in das Kuratorium, zu entsenden. Ul Bei Begründiihg des Gesamtarchiv s batte die Großloge die \ erpflichtung übernommen, zusammen mit dem D.I.G.B. di«; Hälfte der durch Beiträge oder Spenden nicht gedeckten Ausgaben aufzubringen. Dieser VVerpflichtung ist «lie Großloge zumal bei der rückläufig«'!! Umwicklung ihrer Finanzen in «len Kriegs jaliren und in manchen Äachkriegs jaliren nur unter den grüßten Schwierigkeiten und Oj/Terp. <1. h. oft unter Zurückstellung amlerer wichtiger Aufgaben ' nacbgi kommen. Bereits 1920 bat das Genernlkomitee «lie Zuwendungen für das Arebiv. um anderen Ansprüchen gerecht werden zu können, grundsätzlich auf das Höchstmaß von 3600 Mark jährlich beschränkt. Im ganzen hat die Großloge für das ,ai t Gesamtarchiv, in den Jahren 1906—1919 und 1924-- RM 5 9 14 0,— und fernei) in den Inflationsjahrei bis 1922 17*500 Mark, daneben noch im Jahre monatlich 3000 Mark 3p 000 Mark und weitere Mark aus dem Kulturfonds, aufwenden müssen. Jahre 1930 ah übernahmen!*andere Körperschaften liner Gemeinde, Preuß. Landesverband) die, L Archivs, «lie Großloge leistete keine weiteren Zahlt eine Änderung im' Kuratorium triit zwar mit Riic: hierauf nicht ein, über «lie* Größloge ließ sich im torium. da -ie keine Zahlungen mehr leistete, nicht offiziell vertreten. | Ks ist ein Ruhmesblatt dey Großloge, «laß sie fünfundzwanzig Jahre mit «lern iD.I.G.B.j das G arebiv diirchgehalten und die ununterbrochene Setzung seiner Arbeiten ««rmöglndit hpt. 19^0 1920 1922 5/xk) Von (Bei «lii)i geil; sic fit vuraine l 1V*. Die Früchte der crsprießlüdicn Tätigkeit «I« sämlarcliivs kommen j «st z 1 mit der politischen \ nung hesonilers deutlich zpr Geltung. Mit ihr he nämlich, wie «1er Archivle keitshericht zutreffend herviirhoh, eine Wendung, w die Bedeutung des Archivs mit der «‘rlnihten Bewertun das G«‘s/imtarehiv mitten hi arbeit. Ks konnte dabei werden, «laß die hi-herigi'ii 1er in seinem letzten von Grund auf änderte der Sippenforschung nein in die praktisch«' erfreulicherweise festg^stidlt B«;müInnigen das Arch Bewältigung der ihm plötzliclu in ungi'ahntem Umfang« t hatten. Da£ Gesamt i m 11 i c h e r f o r d « weis e un«l darüber «esehiehtlicher l'nter-ui'liunin letzti’r Zeit mit Krfol -oneiistandsregister im Origi Gemeinden an sich heränzi. ziehen oder wenigster -chriften oder Photokopn-n gleichen besonders wichtige «les .Staatsbürgerrechts und liennamen. In zahlreichen schlossene Sammlungen vor stücken-und Stammtafeln de Zur Krleichterung «1er Personenstandsregister, besonders die der Berlinei iili «anit- Ko rt- G.'- ejmifdginnt l'ätigoldhc dejnn rückte 1 a«jesifv für ajige rcliiv «■ j 1 « r { e r liiuain gestellten Aufgaben hefälii ..ist in «h'r Hauptsache m^nnu'hr zur Mittels f ii r «lie Beschaff u n g P «' r s o-n e n s t a ndsnac h zu einem Zentrum fumHi'cn gen geworden. Im «lie Ba-is für «li« fainiliengesehichtliehi■ Beratung nnd~fiir «li«' Besorgung von Ausweisen zu i'rweitern. war und ist <la,s Gesanjtarchiv dauernd und gerade Perlenen Ab- «lesrhung Famili gehizel- ■rden. das bestrebt, einschlägige nal aus den vcrschie on ihnen zu gewinnet' Listen über die Erwe die Annahme f«*ster Fällen konnten aur Fauljlienpapier«'ii, 1 n Archiv zugeführt w Auskunftserteilung ist Gesamtarchiv ferner bestrebt, die hei ihm aufbew;ilirten sehen Gemeinde karteimäBi" aufzuarheiten, «len l erst «lit'se Verkartung ermöglicht wünschte Auskunft ohne großen Zeitverlust zu goren. Aelien «ler auf «len aktuellen und praktischen Zweck gerichteten Sammlung wurde «lie dem allgemeinen luteres. in vielen Fällen «lie gojiidi- 64

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