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Der Orden Bne Briss · 1935-05-01 · Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935) · p. Seite 48

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935)
Date
1935-05-01
Page
Seite 48 (sequence 12)
Language
German
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Die ideale Forderung der Logen Von Br. L u »1 w i <r H o 11 ä n d e r. i Wj«uin;un.«ere Gemeinschaft der W ahrheit. dem Beeilt; und dem Frieden, oberstem Grundsätze aller jüdischen erehiigungen. .zu dienen bat. so muß sie •ranz besonders streng die; Erfüllung iler Pflicht nach' Wahrheit \o» sieb und ilirfn Mitgliedern beanspruchen. Wir in iis sen dazu gelangen. aus unserer Mitte das > p li I a 2 « o r t zu beseitigen und alle Äußerungen darauf prüfen, »laß 'nichts versprochen wird, was nicht halten werden kann. Gewiß. wir sind mit vielen unserer Ford»‘rtinß<’ii auf dem W ege. Wer unterwegs ist. hat' das Kndziel noch nicht erreicht. Aller er muli w is-eii. daß er es nach menschlichem Krmessen .erreichen kann, und er muß es unbedingt erreichen wollen. Und weil wir uns nicht seihst "täuschen und andere nicht täuschen dürfen.; sind streun»1 Anforderungen an die idealen Forderuusjen 'unserer Gemeinschaft zu stellen. Idee nml W irklichkert dürfen nicht auseinanderfallen. Wenn sie das nicht dürfen, so muß in unseren Kreisen »lein Schlagworte iler Kampf angesagt werden. Durum i-t die B**schäftigung mit dem Schlußwort die notwendige \ oraussetzunn. um aus unserni Kreise die.jeiiißen MäiiiuT und Frauen <l»*r Allgemeinheit zu stellen, die die Schällen, die sich im L«*ben des Tages — und hier besonders im liehen der Juden herausgestellt haben, unbedingt zu beseitigen wünschen. W ir denken bei dii-M-n Schällen an das stets lebendige Drama Ibsens ..W ihleiite”. das viele bei seiner neuerlichen Aufführung im Jüdischen Kulturhunde gerade Hi der Stimmung »li-r heutigen Ta,ge zum .Nachdenken veranlaßt hat. W ir denken au den Kampf gegen »lie I.ehrn-lüge. der dort mit besonderer W lieht den G<*- miitprn uingi-prägt wiril. und wir »lenken an die Scliilileriing der W ild»-nte. »lie sich nii'ht «•rliehcn kann, soll- »lern in Gefahr ist. im Moraste zu versinken, weil sie »hirjdi »•inen Schuß flügellahm geworden ist. Auch die jiidis^i le Gcmi'iii-chaft ist «lurcli »lie Ereignisse flügellahm g»-wOrden. Sie soll und will sich erlx-ben über »las Geh'hiek »le» Tag»-», und sie kann sich nur erheben. wenn sie der I. e h e n s 1 ii g e den Kampf ansagt. Di«ser Kampf ist ein»* der idealen Forderjungen, die wir aufsteilen müssen, wenn die vielen, die wir heute zu Wen Toten in der jüdischen Gcincinsehnft rechnen müssen, erwachen sollen. W ir wissen, »lala Ibsen »len »Iraniutiselien Epilog „Wenn wir Toten erwachen''* geschrieben hat. und »laß dieser dramatische Epilog in besonderer W eise den Konflikt' in den Anschauungen vom Sein,; vom Sollen und im Müssen dargestellt hat. Sinnen und fein. Sinnlichkeit im Gegensatz zu »l«r abgeklärten Ethik sind die l’ole. »las Iadieu auch unserer Gemeil i Forderungen »'iimr zwistdien denen isrhaft und yiidl sich ich! der impf r <lalas g e r a »1 e unserer Gemeinschaft abspielt. I nd hier ist das Problem g»jg»d>en. »bis uns ijniser großes Schicksal klar »larstellt. »las uns Menschen, erheben sollte, wenn es uns Menbchen zu zermalmen scheint. Darum liegt'unsere ideale'Aufgabe wie in iler Bekämpfung »1er I.ebensUige ebensosehr darin.- iipsorc Toten zum Erwachen zu führen, gerade im Sinn» jüdischen Probleme unserer Tage. W enn wir ih-n K gingen die Lehenslüge führen wo] Kn. s»i haben wi mit ausgesjirochen. daß in iler Lchcuslügc iilx-r W «-seii und »len wahren Charakter 'der sogenai ulten . ..Jiiilischkeit“ viel von dem Mißgeschick liegt, da! vvir heute beklagen. Hi»‘r bietet sich »las gr»iße Gebiet rer Arbeit, »lie nicht erfüllt werden kann mit »Ich sich notweniligen Voraussetzungen der Kenntnis, zur ..Jiidischkeit“ führen kann. |(Festaltwandel, G» Wandel und Erkenntniswandidl sind notwendig schwierig. ’ Aber »1er Segen »liijser Zeit liegt fü Briiih-r und SehwvsteVn »les Büe Briss darin, »lall wir durch »lit* Art unserer Vereinigung in der Lage) sind, diesen Problemen naehzugeh(Jn. unerbittlich in »lern Suchen nach .Wahrheit, unernjiidliidi in dein Si relx'ii nach Durchsetzung »les als richtig Erkannten und uner bittlich in der Durchsetzung «er sittlichen, eben io wi» speziell der jüdischen Forderungen an uns seihet und unserer Umwelt. iins»*'- au was fülils.- und uns Die Frau im Orden ßne Briss Von I-otte R a <11. W ann iinnier üh«*r Vergangenheit und Zukunft, über Entwicklung und Zielsetzung »les Orilens U.O.B.B. gesprochen wird, immer streift auch ein Blick die Frage: W ie stellt" »lie Frau des Logenbruders zum Orden? Stürmische un»l ruhige Auseinandersetzungen hat es gegeben, für und wi»ler wurde g»'stritt«‘ii. und Meinungen prallt»'n aufeinander, ohne eine Lösung zu bringen. Aber unmerklich arbeitete »lie Zeit und wanälelte Bruder und 4S Schwester.' Es gab Jahre, iji denen die Frag»’ Frauen der Brüder in »len f sollten, brennend war und d: dann wied»‘r Zeiten, in denei ob »lir rden aiifgenonimen werden iiernil zur Diskussion stand, sie erledigt schien. Gelöst wurde sie nie. Gibt es überhaupt' eine Lösung? Sicherlich keine für »lie Dauer. Ifs liegt im Wesen jeder Gemeinschaft, daß die Ansichten sich uiimerklich ändern. Denn die Menschen, »lie «liej Gemeinschaft bihlcpi, wccli-

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