Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 5/6 - Mai/Juni (5.1935)
- Date
- 1935-05-01
- Page
- Seite 47 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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1 I ration des Bundes empfjand im Gründe ihrer Seele jede konfessionelle Absoinletjung als einen Rückfall in die überwundene 'mittelalt« piche Geistcswelt und als Ycrengeriuig des die.ganze Menschheit umfassenden Humanitätsgedankens; auch dlaiiii noch, als man bereits anfing, sie deutlich an ihr * Sonderstellung zu erinnern. Die kleine Schar traditions reuer Juden unter ihnen war in dieseV noch hochbi;aiidljiden Welle, .allgemeiner Mensclihcilsvorbriiderung ein WeisJorenes Häuflein, bis der steigende Nationalisipus iwr Umwelt in der jüdischen Renaissancehewcgung midi im Zionismus seinen Widerhall faild. Dcr'in der Zeit «Ihr deutschen Klassiker auf seinen Gipfel gelangte Unive blickenden Romantik streben der Folgezeit a -ialisnuis hatte in1 der rückwärts und dem realpolitischen Macht- Geltung verloren. Langsam und zögernd näherte sich -r Bund dem Zeitgedanken, «laß die nationale Sonderar Volkstum der Baustei Reich einer geeinigten '„Unser \\ eg zur M J ii d e n t u m h i n w < .1 il d e ii t ii m h i n d u Weisung und zugleich die Abkehr von jener idealen, aber leicht ins Unwegsame Nculuimanisnius. Bei dem jüngere Teil des Bruderkreiseeigene Art zu pllegei überfliegenden Weltl ein zweites, die Zeit Heimkehr aus indivii scliaft. Beide Grund| und zur Gemeinschaft halt. .Neben dem B MaLlc an Bedeutung .erst die Frauen, dan den Wirkungsbereiel: ..innen gerichtete Lo| außen in der Fori \X erte des \\ issens, lichkeiten einer Jalirji aus der Gegenwart, bietimgen erhöhen dg der eigenen Art. das Funilame.nt und das einzelne sei, aus denen das zukünftige ensehheit errichtet werden müsse, j n s c h h e i t f ii lir l n i c h t v o m ü, sonder n d u r c h u nser eh“, dies wurde (lie neue V cgabirrenden Menschh«‘itsi«lee de; für die Zukunft ei(tsche]<leiiden tritt der V unsch, die angestammte ui die Stelle eines alle Grenzen rgertums. Dazu gesellt sich als beherrschendes Motiv die bewußte Heller Absonderung'in die Gemeinotive, der Wille zur eigenen Art gehen dem Bunde einen neuen luuderkreis gewinnt in steigendem, jlie größere Gemeinde, welche zudie erwachsenen Angehörigen in leinbezieht. Die bisher mehr nach jenarbeit betätigt sich hier nach geistiger Geineinschaf tshildung. e Neiihelebiing führender I’ersönuseinle allen Geschichte, Stimmen azu die Kraft künstlerischer Dar- Ia-bensgefühl und das Bewußtsein X Gerade hei diesjt ist von besonderem stermercinigungen, iv sozialer Arbeit gescj wickelt haben. Diel eigenen Kreis hat qe nisses für das \X esei Vorliereitung geleis :c t, geistigen und gesel Erweiterung' des tX'irkimgskreiscs ’ert die Entwicklung der Scliwe- ';lche urspriinglicli als^Hilfsorgane uffen, ein starkes ^Eigenleben entjahrzehntelang geleistete Arbeit im it Frauen die Wegje des Verstandder Loge eröffnet {und damit eine die bei der Ausgestaltung des;en Lebens die männliche Arbeit nicht nur unterstützt, sondf-rn auch tluirch eine wertvolle eigene Note ergänzt -und bereichert. - _ Der „Orden jüdischer Männer“ hat in dem ersten Halhjahrhundert seines Bestehens fiir «eine Temhmzrn: „Nichts Menschliches sei-uns fremd“, „Nichts für uns, Alles für die Gesamtheitr,' eine atigcpicsscnc Form gefunden in einem Ritual, «las in feierlicher Sprache die besonderen und allgemein gültigen ethischen Forderungen verkündet und in «einem universell gerichteten . Geist sogar für ein Zitat aus «ler v\uti;'onc des Sophokles Raum hat. j Die neue Entwickelung des Bundes, in der sieh traditionell gegebene \\ erte iji Zeitbedingter W andluiig auszuwirken haben, ist Mach Inhalt un<^ Form noch unbestimmt und erst in Umrissen vorhanden. Das altelirwiirdige Symbol des. l.elicliters .lind die Versuche, durch Verlesung uns dem heiligen und [ rofaneu jüdischen Schrifttum eine der besonderen Art i muiig zu erzeugen, sind taktende An ■ liebt zu erwartendaß liier mit ciu< gleich der Athene aus deiiJ Haupte Form’ entstehen kann. J I Eine. Betrachtung, welche \\ eseh-'und Aufgabe des von einer größeren Gemein schaff aligezw eigteii engeren Fundes völlig erfassen will, muß von zwei Blickpunkten ausgellen. Sie hat den enger'-n Bnn«( als ein Organ dieser größeren Gemeinschaft zu 'rfasseni und ferner als ein aus ^besonderem Anlaß eiitst;rirdei|cs eigengc-etzlichos ritspreehende Stirnlingc. Indessen ist 1m Hammersehlage, les Zeus, die neue überparteilichen, zur igneteu Kreises sind größeren au die en- Gehilde zu! erkennen. [ . Die größere Gemeinschaft'.stellt dem engeren Bund Aufgaben, vvelehe ihre sonst pen Organe nicht zu lösen vermögen. Die Auswahl und Erziel ung der zur Gemeinschaftsarbeit besonders, vor; cbi|de|teu und befähigten Persönlichkeiten, die Bildung eines. Ausgleichung von Gegensätzen gcc Beispiele für die Forderungen dei gere Gemeinschaft. * Die cigengesctzlivh bestimmt« i des ergeben sieh aus seiner g« istigei der besonderen Zusammensetzung symbolisch als .Bruderliebe bezt'ic l'ähigt zur Bihlung «-ines Gern dies auf der Ebene der großen. Verschiedenheit voii Meinung Forderung, aus-«len Elementen «1t (’b«vrlieferung hihI «len Anforderungen des Tages unserer Z«dt zu schaffen, ist t* jüdischen Menschen ino zjweite hier zu lös«-iide. Aufgabe. 'Denn weder in starrer Bind ung' an gegebenes Ideengut, noch in «lein Bestr« Tages zu folgen, erfüllt sich das Wesen des ßundes. Je tiefer er aller seine \X urzeln boden der ewigen und unyv Idee versenkt, um so leichter v den geistigen Klima der Zeit«' \u'fgaben «I«‘s Bunn Grundrichtung und s«‘'iii«-s Kreis<*s. Die Inietc Gesinnung bcinselhlftsbew lißtseins, welb-meinsamkeiten die nid Xk ollen'schlichtet. Die hen.: jeder \X andlung des. t!5 « csru virs yuutii-« ii^ den religiösen Mi uidcitharcn messianis Mutterindcitharcn messianischeii •miag er in dem wccliselnn Zu bestehen. 47 i