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Der Orden Bne Briss · 1935-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1935) · p. Seite 33

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 33 (sequence 13)
Language
German
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alle gleichmäßig in Blau und Weiß gekleidet — unter Marschklängen (Schallplatte) paarweise än der Leiterin vorbei. ^Montags und! Donnerstags ist jAr dacht. Eine Schülerin als Vorbeterin liest die Sthachalrit ä-Gehete (mit Weglassuhg der Psalmanreihe). Alle Kinjder beten laut mit; am Beginn singen sie Jigdal, am Schluß Ad'on Olam. Nicht ein einziges Mal hat sich die Vprheterin versprochen. ebensowenig flie jugendliche Cctpeinde! Donnerseine Ansprache über die Sidra des Bei dieser eindru'c|ts* ollen Andacht chönheit unserer D^oigengebete auf. i — eoht englisch -j— vier Schülerinnen mit Bannern, diel ihren Klassen für ..liest attention’1 und ,.punctuality“ in dieser Woche verliehen wurden. Abseits wies eine Tafel: L.Late girls“ auf ein Kind hin. das wegen Verspätung am [ ..Pranger-1 stand. In dieser Schule wird neben dem He tags hält eine Schüleri kommenden Schahbat. ging mir so recht die Am Podium stand standteil des’Lehrpla is bilden. Bö fördert die Direktorin die Teilnahme der Mädchen , an der Pfadfindlrrinneiiheweguug. die ihnen Mut, Kameradschaftlichkeit. Taktgefühl, würdevolles, echt weibliches lAuftreten anerzieht. Die.'Schule verfügt (über eine eigene Klinik. Ein Schularzt. eine Krankensc iwester und eine Dentistin sorgen für das körperliche Woh per Kinder. Unbemittelte werden aus einem Schujfonds. unterstützt. Daß diese vorzi der englischen Regie drückende FesseL «lyj «len Schulbetrieh ist Palästina eroberten. dag Englische gepfle exakte Wissenschaften Ha’am. Es wurde u. dem des Cervantes Hebräisch. < Hier, an dieser d iräjschcn auch Erdkunde und i;t: Weltgeschichte, werdep auf Englisch vorgetragen. In den obersten' (Handels ichul-jKlassen tritt dis Englische (sogar in den Vordergrur d; es wird u. a. hebräische und englische Kurzschrift gelehrt. Ilm Hebräische :i hörte ich je eine Stunde Grammat k —I das ..Hilbpafl" — und neuhebräische Literatur: llialik. Schalom Alejchem und Achad glich-geleitete ' Schule unter Aufsicht rung steht, bedeutet für. sie keine an von behördliche! Einmischung in leine Rede. Als di * Engländer 1017 latten «Ire Zioniäteu lie große Chance^ von ihnen jede Summe zur Finanzierung ihres.Schulwerke» zu erhalten. Sie le-inten es aber großmütig - ab! Jetzt müssen sie sich mit einem Zuschuß von 20 Piastern <2.60 M.) für jedes Volksschull ind, mit einem halben Pfund (6.50 M.) für jeden. Zögling .liöherer Lehranstaltei begnügen, während für arabische |Kinder. 8 bzw; 15 Pliind bereitstehen! auf dem Standpunkt: Jud.cn sorgen a. der] Don Quichotte des Bialik mit verglichen. Auch Ijier: alles auf Die Regierung stel immer und überall lür gute Schulbildung sich auch im Heiii| Stellungen zwecks also werden sie •U Landezu helfen »-i««en. Auf |Voriliöliung der . Subvent on antwortet] sie: i ei Vorschub und secl klassen sowie zwei 1 andclsscliulklassen | u stalt wiril für deutsc füllung eine Anzähl voä Stellen reserviert. Da nacl englischer Art Turne e Kinder — trotz; «I i und Sport n resri einen! s höhere Scliulnfassenden Anrohender über- ..Franzosen und Italiener. verlangen ja wir sie mit Schulen versorgen.-— was wollt Nun. auch ohi Juden in Erez Israel u c h nicht. - «laß also ihr Juden':'“ großzügige englisch* Hilf«: haben! die esentlichen Bcein ansehnliches Sei ulwrrk aiifgehaut. Als jüngst. 20 politische (christliche) Lehrer diese An-talti-n studierten, kamen! si - unzweifelhaft zu d< das sich mir hei; meinem Besuch der beid sehen Schulen auftlC ingte: •..Ganz vorzügl Keisenotj'zen aus Indier Übersetzt von Expräs. Br. J. F r i e d I a e-n «I llalied. Si Nach der letzten Zählung vom Jahre 1031 gibt es in' ganz Indien 26 350 Juden, darin sind «lie ..I’nc Jisraof11 und die schwarzen Juden inbegriffen. Von ihnen wohnen in Bombay und IJmgegelid 17 739, in Bombay selbst 8620. Die GemeindecBomhay ist daher «lie größte - Gemeinde in ganz Indien. Sie setzt sich aus zwei Hfl.iiptelepmutcn zusammen: aus den Juden aus Bagdad Und den B'ne Jisrael. Vor ungefähr hundert Jahren und mehr haben «lh: Bagdader den Grund zu der Gemeinde Bombay gelegt. Au» ihnen sintl tätige und rührige Persönlichkeiten hcrv-irgegangen, wie z. B. David SassoonJ Die Leistungen die« es Mannes sind recht zahlreich: er hat Fahrigen errichtet, einen Hafen für die Schiffe gebaut, den Handel erweitert, Versicherungsgesellschaften gegründet usw. Er hat prächtige' Synagogen in Bombay, Puna und lonst gebaut, Kranken liäuser, Scholen. Waisenhäuser und manche pudere jüdische und allgemeine Institute geschaffen. Seine. Kinder und Enkel haben sein Werk fortgesetzt. Einer seiner Enkel,'Sir Jakob hen Elijahu Sassoon. haute eine zweite, sjphr schöne S.yna;oge in Bombay, vergrößerte «las Schiilhaus. «jrrichtete «las große Universität»- gidiäude für d.ie naturwissenschaftliche Fakultät usw. Außer «len Sassoon« gibt es noch andere angesehene Familien, «lie Großes geleistet hab >n, wenn sie auch tiicl t so erfolgreich w aren wie «las Haus äassooit. ] Die Emigration * on Bagdad nach B«imh ly hält noch bis _heute an und bestinmt «leh Charakter: «1er Gemeimlc, sie ist glejchsam ein Abh ger det Gemeinde I^agdad. Aus Bagdad kommen die Kantorpn, die! Schächter pnd andere Kultusm'selbcp Ergebnis, n g«-naniit«*n jii«lieh!” Von den Juden aus Bombay e r. Akibu Eger. wan 5604. IX. 0. beamte. Die Gpniei ademitglieder halten s heute. Am 16. lebet sagt man von Bagdad fest bi Bombay keine Bittgebete (Tachliun), w< vielen Geschlechtern «lie Stadt belagerte das in Bagda«! vor als «1er Perserkpnig die aus Bagdad! in len letzten Jahren k tinen., hat-ten nicht das Glück, sich eine nun den Wohlfahrt einriehtutigen «1er ( Einer der Geinyind “Vorsteher sagte mi Leute Hilfe mi«! Ui Form erhalten In ßomhafy ist auch eine Gruppe j< inenitischer Juden. die über Ade* dori hin gekommen sind steht der ..CHachanj Jahre dort lein und mann von jenem Gen Zeit des Rahlii Saadja Gaön lebte.*) Er s hehräisch, hätte in auch etwas Talmud in Bombay. Er erzi Gemeinde Balkh.jli« als er Balklil verließ. *) Er h-hte um mit rationalistischer gegriffen, anäh von Existenz gründen zu können und fallen einoinde zur Last, «laß etwa 1000 terslütziing in der’ «iiien oder anderen (Rabbiner) Jisrael, will. Die allermeist« ii leben tu sehr «lürf l j v - - ■ Einige Juden stammen auch aus^ and Ländern, wie Afghanistan und Per kam zu mir «in Jude namens Elijahu lim Elijahu. Aus der Unterhaltung entnal in ich. «laß er aus ikglkh w ar. ein Landsilecht <f>s an «len Bräuchen gen des Wunders, geschah, zur Zeit. Viele von «lenen. An ihrer Spitze «ler schon zwölf lehrt, aber baltlnaci Erez Israel gehen igen Verhältnissen, eren' «irielitalischen s i e n. Eines Tages clile Chiwi Alhalchi. der vor der trach.nicht schlecht seiner Jugend, Tors und Mischna und gelernt; er Wohnt »«hop vierzehn Jahre hlte mir manche Einzell eiten über «lie für mich wie eine f berräsclmng waren: waren «Iprt etwa 120 jüdische Familien 880, übersetzte «He. Tora ins Arabische Erklärung, dtwlialb von Ilm Esra an- Saadja. 33

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