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Der Orden Bne Briss · 1935-03-01 · Nr. 3/4 - März/April (3.1935) · p. Seite 31

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 3/4 - März/April (3.1935)
Date
1935-03-01
Page
Seite 31 (sequence 11)
Language
German
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das Geld, damit ich davqi denen ich bei meinen Ob ich es verloren h»e? Nein . . . Du gibst ml Ich weiß es nicht .. . . vielleicht ja. und nicht . . . Hör nur zu, vielleicht wirst du stehen! doch d armen Leuten, armen Kindern, Spaziergängen begegne, Almosen gebe . . . Armengeld, w'et de ich doch nicht1 verlieren! Ob ich es weggegeben habe? Gewiß, ob einem , krmen? I, vielleicht auch es selbst ver- Vicl- Gestern ging die Sonic ebenso schön upter . leicht noch schöner . . Du hast .mich schauen gelehrt, und ich schaue und sehe, was andere meinesgleichi :ii nicht sehen, . J. Darum gehe ich am liebsten ganz allein spazieren . . . Gestern ging ich hinter die Stadt, du weißt zu der Stelle am Flusse, von wo aus man sie ganz iiherbli dtt. Die Häuser türmen sich übereinander, immer höher ui d höher? und die Häuser, die weiter stehen, wollen über die andern hinüberscha Jen und auch etwas von Gottes Welt sehen; darum ragen sie, je weiter sie stehen, um so I ömer hinauf. Und die Sinne sieht im Untergehen auf sie lefab und iihergießt sie mit ihrem .Lichte . . . nimmt Abscl ligd von ihnen . . . küßt sie . . . Und ich sehe, wie di! Schatten diesen letzten Strahlen nachjagen, wie sie sich idmer mehr und mehr verdichten und wie sie fließen und aberall eindringen, wo siej nur können. Sie erfüllen a Ic Zwischenraum?! zwischen den Häusern, alle freien Pläi zc zwischen den üfaukn. nnd sie hinauf in Ruhf, ihr heben und jagen das letztje rötliche Sonnenlicht den Himmel, aus dem es kommt . . . ..Gchf zur Strahlen, jetzt ist unsere Zeit! . . . Gute Najlit! Und es wird allmähl cb dunkler und dunkler und der Himmel immer tiefer . . . Bald werden, einer nach dem andern, die Sterne aufle lebten.Und wie icl? das alles sehe, komme ich zur Sc äreinergasse. zu tleir letislen Gasseder Stadt, ilie so steil h inbhtergcht ■ . . Und so kam ich . zum Fluß, wo die alte Schul Stellt . . . ,; 1 | Und ich kam ganz i alje an die alte Schul Ihcrau.- Am Tage sieht sie s •hrecklich aus; arnjseli^ baufällig, ganz schwarz vor Alter . , . Die Spinnen {wollen aus Mitleid die eingeschlagenen Fensterscheiben ijlierifeheii , Und auf dem Hügel gegenüber, am andern Endel der Gisse, steht die schlanke, spit;e j Christenkirclie bnd laclit . Doch am Abend sah Zum ersten Male sah ich pie gestern so . lieblicher, dunkelblauer Nt bei umhüllte sie ster ohne Scheiben warfn gar nicht blind Welt hinaus . die alte Schul ganz, andjers aus ten ernst und tief in die oben lebten und rührten sibli beinahe Die bemialten Lö wollten /sich von der Mautjr losreißen sie zu brüllen anfangen! i jetzt, wie i rlie ich es. Glaubst du. daß <1 Mameschi?^ Das alles se le zähle; mit den gestriger Augen sehe Ach, Mameschi, wenn igh reich wäre! Was ich dann täte? Ich würde die alte jchpl wieder aufriditqn! Ich will, daß auch s e hoch i$t und in den äufragt! * Und sie muß höher seirj, weil sic tiefer in leichter. Die l’en- Sie blick- Und «lie Gesimse Gleich wrijden mein Geheimnis ich erst ist? Nisin, ich es diri erschejben! Hörst du, Mameschi, auch ohne Schul auskemmen; denn Gott Wo nur eine Träne fällt, die merkt er! goldenes Dach soll sin Ijaben und kristallene FensterarKptKpn f I Himmel Kinstelit! Und ein. sot denke ich es n ir man kann; ja überall Wo jemand die isl In lit a Augen zu ihm heb t, Herz seufzt, das Schul hat, so so dig sein. So dachte ich ich ein Weinen! traurig und so se Wenn duspie solche weinende 1 Und ich glaubj wollte ich cs nicht um, um es ich glaubte, daß d - Schul kommt ■ . . gehüllt, die Seele Und sie beklag? daß sie ganze (} Kirchendach auss Sie wirft ihr am wie einen Almosen sie weg und stieb Aber es war n Es \var ein kleiji etwas und weinte Als ich mich geues Kleidchen ,v gelben Sande nnd Und noch etw Mameschi, ich Stelle dir vor: ein I Funken stoben aus ..Was weinst t Sand?“ Ihre Mutter ha : ein Zehnerl mitgetgan. und das Zehner Ich — wenn ic nicht weinen! Ich frage sie: Zchnerl?“ ..Ein weißes! nicht um. ..Ich will dir Bl Ich hiieke mich ein weißes Zehuerl ..Hier hast du Sic sprang vor Ruck des Kopfes < Und unter den H kleines alahasterwi Und Augen waren N<*in. Mameschi So viele Freude Die ganze Nqc ganze Nacht . : P Das ist mein - Du lächelst? Lache nicht, M inals ...;- Mameschi . . . Darf ich wiejdmir wieder . lört er! . . . Wenn man aber schon eine 11 sie hoch, schön. <s mir auch gestern, in leises und trautig<-s Weihen, süß Itsam ergreifend . . kommen manclimnl. aus dcyi Kl c — Mameschi,. die Wahrheit zu sagen, üben, und ich wandte mich absichtlich möglichst lange glauben zu können — is Weinen und Scnliithien aus der alten laß dort drinnen, jin dunkelblauen ebel ler alten Schul sitzt und weint ... sich, daß die Sonne ihr unrecht tut . . .. irben ihrps goldenen Lichtes auf das ^liüttet und ihr kaum einen Strahl gönnt hellsten Mittag nur e nen blässen Strahl zu . . v Ün3 dieser' Strahl gleitet |über t si<jh fort, skief''vertrimmt! .? h t die- Schu es Mädchen . . |. Es l|g im Sande, sucht wandte, sah ich er ie einen dunkelgrau ein Paar anspflrett' sah ich . . : häme mich .;/. es wi? Flut rote. ||;auz-fr ihnen . . . u. -Mädchen. / und gi ti di;;, den sieht er! Wo aur ein bekümmertes strahlend und Und plötzlich hörte und it nur ihr ahgetra- <|n. Fleck auf dem Schuhe! rd mir so warm . lerrotc Haare . . . was suchst du im te sie etwas! kaufen geschickt und ihr heil. Jemand Stieß .de im Vorbeigehen fiel in den Sand . . . Gott weiß jwäs'wrh Darum weint sie . . reu hätte, ich täte R’ars ein größer Zehner oder ein vfei agt sie un4 wendet sich nach mir gar dien helfen.''' Sage ii tue so. als-oh ich si Freude ^uf und wa lie rote llaarflut in aren kam wie nute:- einer Wolke ein ßes Gesichtclivu zum Vorschein i. darin. -.Mameschi: Aii( en ... 1 It die Augen kann ich leuchtete in ihnen träumjteich . von diesen ' Augeii. di , I izes Geheimnis. Maneschi! , f ■ i» meschi! - Die. Augen einmal in die Sei relnergasse gehen, alte pchiil aifsehaurn? ... I ühersrtzt von'Alexander Eliashlerg ißes Ifv cfite. und fimle ihr f sich mit finem den Nacken;. . . nicht beschr jähen! .vergesse iolj nic- 31

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