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Der Orden Bne Briss · 1935-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935) · p. Seite 18

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 18 (sequence 18)
Language
German
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zustellen. die in der Sprache bestehen, und die. Beziehungen zwischen der Sprache der Juden und der der. Christen, die aramäisch reden. Und wer" soll die dazu erforderlichen Summen aufbringen? Auch ist noch viel auf dem Gebiete der Erdkunde. Ethnographie uiwl Folklore zu tun. Alter wer befaßt] sich damit? Venn ein Gelehrter Glück hat. gibt r Leick'vtcitz. Allirrt: ..Das Judentum i ml ilie geistigen Striidie religiös-geistige. Entwicklung des Judentums ge inan ihm | einen Auftrag, wenn er kein Glück' hat, find >t er keinen Pfennig für eine Aufgabe die er selbst ayf sic i genommen jhat. Zu den Kurden halten sich noch [eine Glücklichen unter den Gelehrtem bemüht. Etwas schwer und gefährlich ist' es auch, dorthin zu gehen, und Glück liehe gehen nicht hin. Bücherschau AII. 57t). Breslau. großen- Einfluß auf e äußere und innere der Tage ünverlösrhrfcanzipation zum nicht neint oder für manche Jüdische und euroben sich alter in ■ilie- Fortn so darzustellen, [geschulte Verständnis; die der Forschung. Es i mutigen des 19. Jahrhunderts l M. & II. Marcus-Yej^ag 1955. ^)ie Emanzipation, illeidas 19. Jahrhundert dem Judentum brachte, ist von ejzrvm euiinen dessehi geistiges I.eben gewonlj-n. D Freiheit und die Gewährung der Mi nsohenrechte brachte eine Förderung und Entwicklung geistigen Schaffens mit »ich. dessen AS irkung filr die Dauer har ist. wenn auch d«r Segen der Ei geringen Teil entschwunden /ti sein sc überhaupt kein Segen gewesen ist. päisfhe Kultur und Geistesbildung hi I sein Gebiete in einer Form gegenseitig beeinflußt und befruchtet. und es ist Aufgabe einer nahrhaft wissenschaftlichen Forschung, die äußeren und in u*ren Zusammenhänge der jüdischen Anschauung zu den 1 S’eltaiisrhaiiungcii der europäischen „Kultur festzustellen. SD dann auch trotz der tiefen isseiischaftlichkeit in einer daß auch der weniger philosophisch und Klarheit findet, ist weitere Aufg darf vorweg gesagt werden, daß Le.wkowitz in dem vorliegenden erke diese Aufgaben ju hervorragender eise gelöst und sich aufs neue als Sathkem er und Darsteller bewährt hat. In seinen vorzüglichen Iriilieren Werken über Judentum und die geistigen S römu igen der neuen Zeit. Renaissance und Aufklärung hat er bereitsdarauf hingewiesen. daß innere Beziehungen zwischen dem Judentum und dem europäischen Geistesleben bestehen. . Es würde den -zur Verfügung gestellten Raum weit überschreiten. Wollten wir eine ausführliche Darstellung d« s von Lewkowitz behandelten Problems und seiner Gedai kengänge gebest.'Alter in Kürze sei gesagt: Aach einer e.i igehenden. Klarlegung der weltanschaulichen Begriffej übei Rationalismus. Pantheismus und Naturalismus und ihrer ersten Vertreter stellt Lewkowitz den Einfluß und deren A erhältnis zum Juden-* tum hzw. ihren Gegensatz zu <|emse fien dar. Die großen Geister und Verfechter der philosophischen Anschauungen, wie sie vielen nur ihrem Namen na :h bekannt sind, wer-' den. in ihren tiefsten Gedankeitgängen verfolgt und ihre Stellungnahme zu den einzelnen Pr« Illemen gezeigt. AS er dann nach dem Lesen der einzelnen Itapitel den Rückblick über die dargestellte Periode mit Aufmerksamkeit überliest, der wird dankbar die Sachlichkeit u id Kürze anerkennen, mit welcher Kerngedanken der Entwickelten Anschauungen dargestellt werden. Die führenden ( eistesheroen des vorigen Jahrhunderts von Kant bis Birrgs« n uud ihre Einstellung , zu den religiösen, philosophischen ind weltanschaulichen Problemen werilen mit tiefer Sachkenntnis Gegenstand ausführlicher Betrachtung. (In Klaranern sei bemerkt, daß ilie Ansicht, den Hamburger Gbeijrabl iner Chacham Bernays ah den V erfassjer des biblischen Orien :s anzusprechen, längst widerle'gt ist. Die Freundschaft plit Prof. Kalb. München, hat diesen Irrtiim aufkominen lassen. Europäisches Geistesleben hat. so schmerzlich es äucl ist. -zersetzend auf /« virkt. dann des Judentums haben ihre geistigen Vertreter so vielfache feindliche Hnstef- Man darf wohl mit I iicherharte Urteil, das von dieser zurückzuführen ist. Bis in sich dieser Fehler h|emerk- Juden- Die tiefen ethischen Gedanken aber andererseits die Zeit und zu beeinflussen vermocht, daß lung beseitigt werden konnte, heit amtsprerhen. daß manches Seite über das Judentum und.seine Lehre gefällt wurle, auf die mangelhafte Kenntnis der sittlichen und ethischen Größe der jüdischen Religion die heutige Zeit hinein macht bar und trägt noch heute zu «jiifer Verkennung des tums bei. Besonderes Interesse erweckt der, Abschnitt über Nationalismus, der ja in der Gegenwart zum ..Schh igwort" geworden ist. Emanzipation cler Juden ist nicht in t einer Autocntanzipation des Volkes abgeschlossen. Der Nationalismus sagt sich von seiner geschichtlichen Verltur denheit mit der jüdischen Religion losJ und es bedarf von beiden feiten (W issenschaft und Nationalismus) der Ause nander-' selzung. die mit einer geistiger Strenge unter Vorar Stellung der Wahrheit und des Friedens geführt werden inu L Nicht unerwähnt bleibe besonders die überaus klare-Auseinandersetzung mit Freuds Theorien über Psychoanalyse zum Judentum. "Bei einem positiven Bekenntnis zu demselben hätte »ich aus seiner Lehre ein sittlicher Idealismus auch für die Größe des Judentums ergeben, wie sie dem groß ln Philosophen Hermann Cohen als dem geistigen Fühl er einer philosophischen Richtung vo geschwebt und ’ von ihm erweckt worden ist. Wer vei mag auch den Segen zu' ermessen. der sieh der jüdische l Wissenschaft und dem jüdi- ■schen Leben erschlossen hätte, wenn Freud ,in seiren Theorien sich nicht in einen Gegensatz zum Judentum gestellt hätte. Alter darüber Betraeht tilgen anzustellen, d irfte siqh aus allerhand Motiven erübri;en. Zusaminenfassentl sei auf das. vorliegende Werk gesagt: Jedem, der sich mit den Vorgängen des vorigen Jahrhunderts und deren Einfluß auf das Judentum eingehender beschäftigen will, sei di««es Werk zum eifrigen Studium aufs wjärmste empfohlen; «s ist kein Buch leichter Lektüre, .sondern fordert ein Mitd mken mit dem Verfasser und ein tiefes Verstehen seiner Probleme. Es ist ein Mahnruf, Judentum und europäische Kultur treu zu hüten und stets aufs neu« in Einklang zu lirii gegeben, seine Gedanken in Neben dem Dank an den Verfasser selbst sei Gesellschaft zur Förilerung der Wissenschaft des ein Wort der Anerkennung i usgesprochen. daß s w ährten, philosophisch tief jeschulten Denker (lelegenheit einem so umfassen« I niederzulegen; das ist Dienst an der Wissenschaft. — Zuletzt sei auch dem Verlag des Ruches gedankt. für die vornehme Ausstattung ,Ein gegangen: Summer. Max: Ilgen. auch der Judentums e dem been Werke Dir Versuchung. Eine Erzählung. | Verlag, Berlin SW 29. Schöps, II. J.: 'Wir deutsche Jpden. Vortruppi

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