Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 17 (sequence 17)
- Language
- German
- Belongs to
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Reisebericht von Chi Vergessene Brüder Hahed X, 1 Tischj-i 5695. von Rahbi Abraham, übersetz! Expräs. Br. J. f riedländer, Akiba-Eger-Log«. Alles hängt vom Glück ah.. Seit Jahrzehnten schon erfreuen sich die J c m f n j t e n eines weitgehenden Interesses; die Literatur ü|er sie zählt hunderte; groler und kleiner Bände. Aber über die kurdischen Jutlen, die bis heute aramäisch reden, gibt es kaum Ifine Literatur Eg gibt wohl kaum zrl|n Kiilturjüden aus dem besten, die unsere kurdischen Brüljler in ihrer Heimat gesehen halten. Der Schreiber dieser Zeilen hat vor zwei Jahren d e n Kurdistan im Irak und uni Seit seiner (Rückkehr lichkeiten und Instituts Brüder in Iden Bergen >re dort verstreuten Brüder »esuclit. Person- Verständnis eines Bl alt ihnen sind unwissend den großen Verkehrss tigen Bergen und aus eine Familie zu uns. rsucht er. das Interesse von neu für <|ie Lage unserer verlorenen schurs und Mediens zu gewi iincny Im Augenblick kann nur Erez Israel den Brüdern aus Kurdistan materiell t ud ideell helfen. Die ku -di.selten Juden haben im Lan< le keinen guten Namen; sie stehen kulturell tiefer als all* Juden der Welt. Gelehrte gibt esunter ihnen sehr wenige, und auch diese kommen kaum zum tes des Talmuds. Die meisten von ind können nicht einmal lesein. Und wir müssen wissen, d iß nach Erez Israel nicht die Bergbewohner, sondern n ir die Hiigelbewohner kommen, die raßen nahe sind; aber aus den riehden abgelegenen Tälern kommt kaum Dort ist schon die primitiv klirdische Wildheit hundertprozi ntig. Um die kurdisehi n Juden zu verstehen, muß fnau das Land kennen, in dem sie seit 2700 Jahren groß {jeworden sind, seit den Tagen! anclieribs bis heute- Es ist klar, daß die Kurden damals in einem primitiver* Kult Urzustände waren, tiefer standen als die aralrischrn Wiistei|stämme. Der Beduine tötet nur zu seiner Selhsle.rhaltung. jnicht - so der Kurde; ihm ist < las Ilinsehlachten seiner Feiöde oder überhaupt von Fremden gleichsam ein Sport. 'Für den Wüstenaräber gibt es eine Heiligkeit ilrp Wortes; er raubt und mordet, aber er üilt sein Wort. ' Der Kurde hjat solche Neigungen nicht. Dnr Wüstenaraber ha| etwas Kultur mit einer reichen Literatur, und das Echo dieser Literatur ist durch ferne Kanäle jauch zu den Fürsten der Wüste gedrungen; die Kurden iiaben bis heute keine Literätprsprache und kein gemeinsames geistiges Leben. In dieser wildem Umgebung wohnen ' jüdische Brüder seit der Zerstörung des ersten Tempels, und vielleicht auch, soweit Anhaltspunkte .dafür vorhanden sind! seit dem Galut Ephraim (Verbannung der Zehnstämme). I fast loSgerissen von dem üprigen Volke. Sie sind Knechte des kurdischen Aga oder des Mir, dienstbar; jbis auf diesen Tag. In solcher Umgebung, wo sein Leben vogelfrei j ist. ist es Eigentum eiAe‘g Herrn z ist sein Schutz, und er ist für den Juden hess< selbständig; der Her seines Herrn. Was können wir für den Kurdistan-Juden allem müssen wir uni bemühen, die. die bei uns in Erez- Israel sind, dem übrigen Teil des Volkes nahe :su bringen. Bei den Jemeniten iwkren vom ersten Augenblick an Leute, die sich mit Tora ünÖ Kultur beschäftigten; unter den Kurden war bis heute {einer, der in iljrem Namen reden oder ihre Forderung;n in einer Zeitung darlepen konnte. Es ist Uötigr daß vernünftige Leute ajis ihnen sprachlich nahestehenden Gemeinschaften, wie R^byfoniei oder. Peri sein, als die Stütze tun? Vor ser, sich ihnen veranstalten unjl ihre unter ihnen in denn sie kommen aus oder Händler in Dorf, nen eigenen Hof. nähern, Berichte gelte ii. Versammlungen Wünsche sich pnhitre'n. Die Lastträger Jerusalem haben Nj-igu lg zum Landleben. Dörfern. - Si'^i; wjiren Weher. Färber Irn und Städten. jber jeder hatte sei- In den Bergen Kurdistans ist reichlich Wasser; die Julien ziehen Bäume ünjd St räucher. ' Sie waren auch wirkliche Ackerbauern. Noch ^heilte, gibt .es im Irakschen Kurdista t ,-zwei Dörfer jüdischer arheit, die diu Kurdtln in Jerusalem leisten, ist ihnen nicht Herzensw ntiich. brächte, den Strom der kurdisflieh Ei zu leiten. Jaim hätten wir eine Sjeha ter, die in ihrer Körpprkonstitutilon c treffen. Diie kurdischen Juden wijrilen Arbeitslohn der Araber begnügen,' alte- Arbeit werden daß sie sich nicht vonei lander trennen leben wollen. Jemeniten bestehen. H men. sollen di|e. Kurden und wenn <b Bauern dafür großen Siedlungen unter Zweitens: sollte man Vor allem Le iniin“ (Rabhitit Das ist keine dicht dabei arm. noch ürtner zu essen und sie sie ii lertrcffen. 1h Man muß ihnen desli Bauern. Die Lastwie ein Monopol Wenn man es fertig iwfändeter ins Dorf sicherer Landarheiie Jemeniten iiher^. sich nicht mit dem n ihrer schweren ii einziger Fehler ist. sondern zusammen« Ih Arbcitcruohnnngen hei den;gioßen Siedlungen verschaffen,wie sie für die i criu die jZeitu iigsnaehriehten stinihald Boi|en v »m KKl■■ bekommen, erste V.-rsurh "gelingt werden schon ilie sorgen, dal! man.die kutden in der Nähe jler iringt. le noch. in Kurdistan verbleiben, i-lircf senden, itoch besser ..Chaohait). die auch Entscheid)! ugeii treffen könnjen. leiehte Aufgabe, und der Lohn liegt nicht Den« ’ unsere Brüder auf den Hügeln Hi ml die im 1 Gebirge wolinen; mehr als Urot ein einfaches Kleid zun Anziehen und ein Zifnmer ohne Fußbpdt-n und ohne Fe istei* und eine Decke zum Schlafen ..— mehr können sie nie it gehen. Die Julien in den kleineren Bergen wohnen zu i rei bis vier F'amilien in einem Radius von 12 Kilometern. Der ('.harham mißte he hier, eine Wqche Monaten wieder am von außen' kann solch nicht bestehen, auch .Glaubens- und Stamvon Dorf zu Dorf wanden, eine Wo|r da;— und nicli einem od *r mehrere] ersten Ort sein. - Ohne Unterstützung ein Chacliam-innre (Rabbiner-Lehrer), wenn er sieh *ntsrh'ießt. si -h für seine mesbrüder zu opfern. ’ Die Christen schicken Tause.ndc wilden Völkern umhin Gegenden. di ■ <lie Berge von Kurdistaii; luiid in d *n Bergen Kurdistans arbeiteten und arbeiten amerikätrisclie Missionare, die sich auch der Juden aunehmenL -Sollte sieh /unter uns nicht genug Begerisi erung finden, Izn uiiser *n unglücklichen Brüdern zu warn ern. die zuerst in die Verbannung zogen und nun heute in ihrer Kulturstufe und ihrer materiellen und m. von Missionaren zu * gefährlicher sind als gesellschaftlichen Lage hinte stehen? Dje Hebung ihres freiung von t artem Frondiet st förde die jüdisch fühlende Jugend einige allen J iden der Welt zurück- Kttlturn veans würde ihre Be- Und sollte nicht tülvne Jünglinge unter sich haben, d e sich dieser, Pflicht unterziehen würden? Außer c er materiellen lund id-eilen Hilfe für diese unsere Brüde haben wir auch eine wissenschaftliche Pflicht ihnen gegenüber. Bisher haben wir il re aramäisc|ie Sprache, ihre Abstammung, ihre Bräuche um! ihre Überlieferungen noch nicht erforscht. Einen der Universitätsgelehrlen in -Jerusalem hal sich mit der Sj rache der Kurden befaßt, wie sie die in Jef-nsalem befindlichen Jud;n sprechen; er hat ein großes Lexiken zusammengest. dlt, ah<T die Arbeit erforderte eine Forschung an Ort und St ille, um die Unterschiede fest- 17