Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1935
- Issue
- Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935)
- Date
- 1935-01-01
- Page
- Seite 8 (sequence 8)
- Language
- German
- Belongs to
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Rede des Br. Großpräsidentjen Dr. Baeck: Es ist eiu glückliches Leben, das in dieser. Stunde des Abschiedes v< r uns vorüberzicht, und der Schatten, den das Jetzte Ja lr auf so manchen Tag geworfen hat, läßt das Licht utiso heller liervortreteii. Daß dieses Lehen glücklich gewesen ist, war nicht nur eine Gunst des Geschehens, die Maximilian Stein zuteil geworden ar in seinem W'escn so begründet, es seines Charakters«. es war seine ganze Maximilian Stein war ein glücklicher war, sondern es v war das ein Zug Lebensrichtung. Mensch vor allem deshalb, weil er glücklich sein wollte Ihn} war es ein Lebensinhalt Glück zu besitzen. Sein Leben hat ihm m; .neben Erfolg gebracht. A >er Erfolg] ist eilt Sachliches vor allem,' Glück ein Persönliches. Maximilian Stein hat den Erfolg gesucht, weil Erfolg ihm ein Teil seines Glückes ungskraft, ein die Phantareude zu beeine :1aübte an w eil er an glau >t~. Das zu einem jeden. werden sollte. Er seinen Erfolg, sein Glück war. was der ^laximilian St »in .nähertrat-. aLhald spruch: ein' Mann, der von seinem Effolg überzeugt yar, der.' wenn er einen Beinamen sich hätte beilegen sollen, sich ..den Gliicklidien"* ge-’ iKinnt hätte. In di« «er seiner Art lag. «laß er seinem Westen nur folgte, wenn er Men- _ sehen glücklich machen wollte. Es war ihm ein seelisches Bedürfnis, zu schenken — und Schenken ist noch eir Jandres als Geben. „Vielleicht hatte «1er Entschlafene noch mehr diese Gabe ries Schenkerts als «lie des Gebens: «leim Sehenk«'ft. das zielt dahin, Menschen eine Ereude zu bereiten. Menschen froh zu stimmen, Menseluui ein Stück Glück', einen Augenblick «les Glückes wenigstens zu schaffen. Wenn Maximilian Stein es so! zu eigen hatte, so wuchs das aus einer besonderen 1 ’eränlagung hervor. Er war im Eigentlichen eine künstl irische Natur. Ihm bedeutete «lie Kunst mehr als «lie Schule. Und dies«« künstlerische Natur, die in ihm war, «lie immer wieder aus ihm sprach, war ja auch ein Giuml seines Glückes.1* Er sah immer das vor sich, was über die Stumle hinaustrug. Er verstand das, was mehr ist als das Alltägliche. Er hatte das, woraus Mas Künstlerische liervorkomint: die Phantasie. Vor allem die Phantisie «les Geistes. Ihr verdankte er wdhl vornehmlich se ne wirtschaftlichen Erfolge; flenn der führende'Mann der Wirtschaft ist immer eii Maim der gestaltend :n Einbild Mann der Phantasie. Und er b jsaß eben« sie «les Herzens; darum vermoc reiten, Mmscjien zu beschenket., Menschen frohe Stunden zu bereiten. Lind auch eine Phantasie des Willens war ihm leigen, eine Fähigkeit, ilmtni noltlizustreben, W ege vor einem Als sch« n Ideen zu jerblicken und sich zu seihen, denen er, «|iele nachgehend. Jahr um Jalir folgte. künstlerische Nat lr, mit «fern Künstlerides Gljückes und der Pha ntasie ^beigabt, verstand es Maximilian Stein, sieh in Mer i Er begriff «las, was sprach. Darum sehen-hineinzuversetzen, f Mepschen,er hörte ius Menschen eiirj Freund hati e das Fre indschaft Fre indschaft unt fan Dan konnte er sein; ja er Bedürfnis nach da£ Bedürfnis, zu schenken Frepml^chaft zu empm war er auch niemals eigensinnig und eigenwillig. Er ertrug den Widerspruchj ja es schien oftj als lieht«! er den Widervlerargte nie die verargte ‘ auch Tadel. Wenn er vertraute, dann sprich; pr Kri tik, "er nie lt den Me rischen duiften sie ein offen«» Wort den Malnn der Phantasie frohes leuchten über zu hm spreclf selbst ein W:< rt an ihn «lei, und au glücklich. Es sein Antlitz, zu en, dann «lurfte zurecht weisendes gerichtet wer- «Hi das riia«üite ging wie ein wepn das offene m hinwandte. Herzens sich lern Innern des Gemütes frili ihm gegeben waren, die kritisch«? W ort des Freundes- E!r konnte selbst dann so aus ► . - , lachen, ans dem Iiuieni (le9 < E'iiij alle «liese Gaben, «lit aus derp.Erbe «les Hauses, dem er entstammte, hervorwuchsei^, au«*h in so manchem aus dem Erbe «1er alten ungarischen Heimat, für alles das öffnet tes Fehl im I,ehen der großi»n . i so Wesentlich«» seines Lebeniwur«le, daß sie sich «fern P«!rsönlichen seines Lebens nicht mehr trennen ließ, in «1erj Gemeinschaft «1er Bue Briss. Hier konnte er ganz s«tin Innerstes leben, hier konnte er.ichenken, hier konnte er erfreuen, und hier konnte er sj rechen. Hier hatte er seine Gemeinde, die er suchte. Es war ihm eine E'reudü, zu sprechen, er liebte das Wort, u: strahlte soviel des Glüches in seinen Aug wenn er das rechte Wort gefunden, den ich ein wei- GemeinschajFt, «lie ihm ein von ad wohl selten l' Mi, wie dann, rechten Satz 3