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Der Orden Bne Briss · 1935-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935) · p. Seite 4

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 4 (sequence 4)
Language
German
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halten; sie wird jedoch yon den-Schwierigkeiten, die sich hei der Umschichtung erwachsener Personen ergeben. zu sehr überschattet. Das Interesse und die Kritik, die die Lmschiclitungsmaßnahmen für Erwachsene in der jüdischen Öffentlichkeit erfahren, scheinen fast zu einer Gefahr für die kontinuierliche Entwicklung der Berufsumsrliiclitiiiig zu erwachsene Menschen^ die bisher kaufgeistige Berufe ausiihten. und deren Erben sich zumc ist in ganz anderen Bezirken ahspielte, Der \ ersuch, männi.-ehe oder zu Handwerk n lie jüdischen Gemeinden und Organisationen vor eine. außerordentlich für die es kein \ ■ereigneten V, me Menschen fehlte, teil sowie des i mittel, die nicht gesteift werden, der kurzen /eit verd« -II. d Landwirtschaft überzuführen. stellte schwierige Aufgabe. Vor eine Aufgabe, orhild gab. für dfren Erfüllung erst die und Methoden gesucht werden mußten. für deren praktische Durchführu'iig es an vorgebildetenln geachtet aller dieser Schwierigkeiotwendigen Aufwandes enormer Geldohne weiteres zpr Verfügung standen, kann fieute trat:: aller Kritik, ditoft sehr leichtherzig an drij Uiiisehiel tungsmaßnahmeit geübt wird, doch festlaß. gemessen an den Möglichkeiten in 1011 1 \ bis 2 Jahren. Außerorilentliches Bund 8000 Menschen dürften seit dem iner beruflichen Umstellung zugefiihrt geleis rt wurde. ter n Frühjahr l't!.! wordttn sein. \ fei, Palä-ti her iijber ihre E fio-itjv. d. h.. di< in d+n \on iIn die I euerlernten finden sich nocl >n diesen sind ungefähr 3300als Arbein, ausgewandert. Die Berichte, die hisiiordiiung im Lande vorliegen, sind alle Menschen haben sich dort bewährt und en gewählten Berufen LebensmOgliehkeite i gefunden Ungefähr 1000 weitere Umsrhichtlur dürften in Dnit-chland und im europäischen Auslande Berufe ausiihen. die restlichen- 3.'>00 Imin der Ausbildung.- llos günstigen Ergebnisse konnten nur uik der unerhörten Anstrengungen aller der Durchführung der Umschichtungsleiligt waren. Denn nur wer den V erlauf in ihren Details kennt, kann ermessen, wieviel Mühe und Hingabe erforderlich waren, um die liese zweif erznjlt werden f] .'teilen, ilie an maUfiahmen b« dieser Arbeit ößei deutlichen Opf zogrii, di<- Err« Den Kritik werdenden Schwierigkeiten aus dem zu räumrn und den Menschen. die unter ahßerorni sich der Berufsiimsehichtung untericliung ihres Zielen zu ermöglichen. III. ern des Umschichtungswerkes, die zuwei len in einem Teil tler jüdiscien Presse ihre Stimme erheben, ist 'on diesen Schwierigkeiten wenig oder nicits bekannt: sie wissen niebt, welche-Anforderungen jedem Einzelfall an die Organisationen und den Menschen gestellt werden, und diß der Möglichkeit einer heiufliehen Umstellung enge Gienzen gezogen sind. Sie übersehen auöh, daß die Zahl der umstellungsfähigen Menschen nicht unbegrenzt #tL Je größer die Zahl der Menschen wurde, die zur Un Schichtung bereit waren, desto mehr zeigte es sich, daß Alter und körperliche Konstiti tion dies außerordentlich ■ erschwereil. Die Altersgrenze der zur Umschichtung Fähigen scheint mit dem dreißigsten Lebensjahr erreicht zu sein. Zn (diesen im Wesen der Umschichtung liegenden SoliwIrrigkeiten kommen Erschwernisse mannigfacher Art. denn auch für die nicht jüdische Öffentlichkeit ist der \ou den Juden unternommene Versuch der Berufsunischiclftung neu und ohne V <(>rläufer. Die gesetzlichen Voraussetzungen hierfür sind nicht ohne weiteres klar, jede neue Ausbildüngsstätte erfordert besondere und langwier ge Verhandlungen. Infolge all dieser Momente kann die Berufsumsehiehtung nicht so schnell vonstatten gellen wie cs allgemein erwüiisdit wäre, und wie es,'im Interesse der Umzuschichtenden läge, um sie müglij^ist bald zu Jb^schäftigiiug und Brot) zu bringen. ■ i, '! i! L >chlinunerals die Kritik, die nicht immer au ■lügender|Vertrautheit mit der Quelle beruht, ist der Umstand, daljl manche Kreise des deutschen Judentums von einer gewissen konjunkturell bedingten Konsolidierung beruhigt, nun glauben, daß es an der Zeit wäre, die gesamte Urige der Berufsumschic itiuig einer, Revisic o zu unterziehen- Die leichte Besserung auf dem Arlieitsmarkt füjkaufmännische Angestellte, der seit langem anhaltende Mangel an kaufmän lischen Lehrlingcr, der keineswegs jüdisch bedingt lind ganz allgemein be:merkbar ist. seheinen w illkommener Anlaß zu bietei, um die weitere Durchführung der berufsumsehiehtung anzuzweifeh|. Das Problem der Berufswahl der schulentlassene^! Jugend wird zu einer Gegenüberstellung derer, diej in Deutschland bleiben und derer, die aus- -wandern jvollen. Nachdem mal jahrelang sich davon überzeuge^ konnte, daß die Juden in den kaufmännische^ Berufen zu stark veitreten sind, scheint die plötzliche (Sorge um geeigneten Nachwuchs für die von Juden in Deutschland noch besetzten Wirtschaftspositionen doch ein wenig übereilt. Diese einseitige Betrachtungsweise ist geeignet, Jie inneren Schwierigkeiten def Berufsumschichtung zu vergrößern. Nicht nur, daß Sn vielen jungen Menschen Hoffnungen auf gut bezahlte kaufmännische Stellungen geweckt werden. deren Erfüllung voraussichtlich a lsbleiben wird, sondern man übersieht auch den Lauf de Entwicklung upd vergißt allzu rasch' die bitteren E-fahrungen der Jahre. Die Ff; nicht vom trachtet w sein, daß V. der age der Berufswahl jüdisch-politischen-Su: erden. Es muß jedem deutsche Judenheit die letzten SchulentlassenLn darf ndpunkt aus al lein be- Verantwortlich en klar vor der Notwendigkeit I

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