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Der Orden Bne Briss · 1935-01-01 · Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935) · p. Seite 2

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1935
Issue
Nr. 1/2 - Januar/Februar (1.1935)
Date
1935-01-01
Page
Seite 2 (sequence 2)
Language
German
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~ I — -t Di«' Be-idräftigung'mit «h'r F'ra^e «ler l’inschichtmig tritt in «■in! neues Stailium durch das . F',i igreifen sles Konsuls Br. 9(>i irrr J ahr«; A. M. ^iinon in Hann >ver am les vorigim Jahrliun« erts. Praktisch mul liob j«li<* Wertschätzung h< h. Fakitltäten: «1er '\ henloge. soplijfefbcn bei uns fiir «li« Anfall" «ler kimi|et mul'kluge mul sei öhe Worte gf'funden. Man mügte er sieb niebt mul Auseinander- "iiiem Fertigen Pro- /ielhewnßt Vie Br. Simon war mit tln'ori'1 iseben Abhandlungen -«■t/iingen. sondern er-cln'int mit "ramm, mit (ler von ibm begrmuh't. m ..Israelitiseben Kr- Zlehimg-an-Jsilt iu -Ablein“ bei Harnover. Sn die er viel Geld. Kraft jmul /eit hineiii-ti'yhtj in der Absicht. di<‘ Juden in Dj'iits«'hLni<l zum Haiiilwerk. iur Gärtnerei und zur Landwirtschaft zurüchzipiiliren. I _l)as Projekt Ahlem bilde! eine Zeitlaii" Gegenstand eingehender Beratmigi'n im iGeseliäft-aussrhuLk im Gcm'rilkomit«'«' und in «len \ «dlvFrsammlungen «ler .Großloge. Br. Simon bat -i«-b nämliebi «lureli seinen »türken Idealismus, si'in«' vornehme Persönlichkeit viele eifillußreiehe Freunde ge- -ebafTen. «lie im Ordern fübreiul uml bestimnieud waren, mul die seine Be-tn-bmigcn g«'rn unterstützten, /u die-«'in Freuinleskreis gebürten --f uni nur wenige von ■ m u \ i-r-torbenen zu nemu-n — Malern Horovitz mul Juliii- Plotke in Frankfurt a. M-.. Alfoijs Jacobson. I.iip/ig: Gu»tav Tuch. Hamlmrg:JKugeil Rose»sti«''l. Berlin, 11. a. m. V-bi-n \hh-m vvnrd«^ der Geilanke «ler ..Inneren Koloni-alion". «1. b. d«*r Si-ßbaftmarbung «l«‘r deutschen Juden auf dein Lande, mit W äfme propagiert. ..Der jiidiselie Sieflli’r auf deutsejiein Bollen" schwebte Br. 1 lieb al- Ideal vor. für «las er Gleichgesinnte zu gewinnen »liebt«'. I ml tatsäeblieli wurde «fiii der Bodenkultur unter den Jud griimlct. «ler unter «ler la-itun" Golm Ja- I.ebrgut Neu bof in erwarb, »die Bll »«mdt-rii für «lie Fiir \blem und ihm B< «li'iikulturverein haben ■ Briss niebt imr arbFitsfreudige Menschen. Ycrein zur Pflege u” im Jahre 1900 g«'- des Br. Oberaintmann der Nähe von Posen aui-b erbebliebe. Mittel ^ur Yerfiigung "«‘»teilt. 11 iniiberüihrmi" der Juden zur Landwirtschaft haben in «len Jahren 1910 und 1912 die BBr. Arthur Kalm mul I’rof. Otto W iirhurg. fiir jüdische Siedlungen Br. Han» Go-Iar im Jahre 1932 "«'worben. Mit «ler Fra"*' der Beruf jdieratmi" und Berufs-- um-ebiebtuii" be»cbäftigten sicbj unser«' Logen auch in d« n folgenden Jahren 'Monatsbericht 1917.?vr. S. S.'30i und im Jahre 1927 wird der. ii n t r r i e b t in einiT Yollsitzü aiis-ebii»-«-- der Großloire von n delt i Monatsbericht 1927. \r -L!■ Befi-rat Ludwig Groß mit Leitsä tz«m). _ W ozu «Iiev; historischen K« noebmals \«»r Augen zu führen, wertvolle Anregungen wirkungslbs verpufft'ii. wenn iiiihi si«'b nicht mit «ler nötigen Knei gio für deren Verwirklichung cinsetzt. W ohl hat mal sich in den jüdischen Kreisen, insbesoiulere in denen Idee der Hinüberleitung der Ju« en zum Handwerk mul Ackerbau erwärmt. All»' \ ertrjeter der veiscbied«*iien II an <1 f e r t i g k e i t s - l" <l«'s geistigen Somler- ‘iirm eiiifreliend behan- .39. mul Beilage Vpril;. tminiszenzen? I. m uns laß gute G«'<lanken und Mediziner, Jurist und Philo-' se Fra"e ihre Sympathie bc- ■rvor. d«'r«'ii sieh die Arbeit ifhd Arbeitetim Jiuh'ntuiu stets erfreut bitten, wies darauf hilf, «laß uns«'re lu'liihmten Lehrer d«'s Talmud slein Handvverk gnsühten Ki'chlt wurd«* die l berfiillm frt'ieiji Vkaib'iui kerberuf« imn rt. «laß man schon zi in Ihmtscbland bemüht war zuziiftibren. und «laß auch im Jiilire 1!>I9 begründ«-!« Kultur mul W issensebaft Heinrich Ih'ille mgelmrt«'. er Ackerbau trieben. Mit des Kaiifniannstaiules. der Ijetont. Ks würfle daran er- Beginn der Kmaiizipatifin die Juden anderen Berufen <>r von Zun/. (»ans und Moser Kulturverein” (\cr<‘in für les Judentum-1. «lein auch die Rückkehr d«*r Juden zur Landwirtschaft angestrebt b it. und daß auch tatsächlich in Prj'iißen seit 1«‘!12 ein Yen werk- \b«'r ball: Hält, ferem: den I und Ackerbaues - mit« sebaft zugeführt. sie hält« 1 si'bwUn" der \ erhältni»se jiiu Fr-ehüttcrung' «'riebt, vielm« -mul L bätt« IÄe "«'scbicbtlicben R< -oudcirii auch unseren Briid in zur Fördemni" «les Handr «b'ii Juden bereits ht'stebt. all «liese Reilen faudi'ii keinen wirksamen W ideri's fehlte «b'ii »chiinen W «irten «lie be"Iiiek«'iule Tat. l v«ir Bne Bris» wenj"- ti'iis seit 1890. s«'it der Kon- Frankfurt a. ML. un»er«' eigenen Söhne, statt ibert'ii Schulen ib'tii llanilwerk mul «ler I.amlwirtvielleicht durch «len Um- \pril 1933 keine so schwere lir als tüchtige Handwerker andwirte iiher.dl. woliiji sie die Yorschuii" geführt ihr Brot "efmulen. miniszenzeu. die sich mit Leichtigkeit vermebrt'ii las-en. s«dlen nicht nur, uns. rn iu anderen Ländern als 1 + I )Le Bcrufsumscbiebtmig /eit auch von an«l«vrcn jüd strebt'wird, darf abe^nicht Ks wäre ein verhängnisvolle in das) andere F^xtrem .fallen von alllen anderen Berufen dem Handwerk und der ' Im G'füble unserer Yeraiitjv wuchs müssen wir eine gew jungen Menschen halten und für «lie Fälligkeit und Kignu unven-tändlich und gliche < wollten, wir Juden —das Kinder von geistigen Berufe: werd«'l sie hier uiid dort «In hindert sein, aber für sta sen wir mit aller Kraft eintr«t wenn es sein muß hn Auslaß ermiig lieben. -Entspreeliend die von uns und in letzter iseben Organisationen angeplanlos «Inrchgeführt werden, r Fehler, wollten wir jetzt und unsere jungen Menschen Zurückbalten, um sie nur .andwirtschaft zuzuführen. i .■ortung für unseren Naclii^seuhafte Auslese unter «len sie den Berufe« zufiihren, ng sie bestimmen. Fis-wäre inein geistigt'n Selbstmord, \olk des Buclu^s — unsere n ganz fembalten. Wohl i ch den liumerus clausus berke Begebungen müsen und ihnen das Studium, »de, eventuell in Palästina, dem schönen Satze in den \\ uriiimg «lienen. ihnen ciiihi iiimcrn. «laß man die hcranvva«'bsende Jugend nicht auf wenige Berufe beschränken* darf, sie vor Zusammenballung in wenigen F'rwerb»- zwi'igfin bewahren muß. 2

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