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Der Orden Bne Briss · 1934-12-01 · Nr. 8 - Dezember (12.1934) · p. Seite 105

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1934
Issue
Nr. 8 - Dezember (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 105 (sequence 5)
Language
German
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Sinne spricht ni ui sinnüng, von künst lieber Gesinnung, schichte vor <lr< ist die seelisch«“ Verheißung, wie 1 le durch das V ort fried\ollen, ger<' Vi as jiidisc Menschen wenig Menschentunis a katur jüdischen G<‘sinnung, die . Iir durch die Worte nachhihlischen Sei von adliger und knechtischer Ge crischer, akademischer und clirist on der Gesinnung eines'' ehrbarer. Kaufmannes, von . eder Art Berufs* und Standesgesin innig, Nicht nur Träger der gleichen Erbmasse, nicli. die einem gleichen sittlichen Idea zustroben oder dificlie wirtschaftliche Interessen vertreten, zeigen in iluicm seelischen Verhalten gemeinsaine und verw andte Z igi, sondern/auch' diejenigen, die durch ein Schicksal veihtniden sind. Daß cs eine jiiilis-chn G e s i n n u n g giliti wird folglich nicht bestritten werden können. II« Vf esen klarzulegen »st allerdings nicht einfach, denn esjprigt sich in iler jüdischen Gosiininut, nicht etwa wie Ifei der christlichen Gesinnung.'nur die Zugehörigkeit zu) einer weltansehauliehen, sondern auc!» die Zugi-hörijikeft zu einer Abstammüngs- und Schiel.- salsgemeinschaft ’ a is. t’m charakteristische seeliscl e Eigenarten, die wii als jüdische Gesinnung bezeichnen köinicu, wissen ljir seit den Anfüngcii drfr jüdischen G‘- i lahrtaitsendeii. Jüdische Gesinnung Einstellung, aus der die niessianische eine Flamme aufloderte: — es ist aber auch die sceliscliie Haltung, an die si«)h die Sendung «Ikt Propheten mahnen I, fordernd, zürnend wandte. Auch heute läßt sich lei Kern der jüdisch-menschlichen (!<•- innuiig durch n iclils einfacher und klarer definieren ils Ilillils um der'Menjchcnlichc. um der •ht -n Achtling des Npheiiiiicnsi-lien. I Gesinnung i»t. isjt leider maueljicti r durch die posiliwn Seiten jüdischen « < ürcli ein Zerrbild) durch eine Kajrri- Wjesens bewußt. JUdrseh-iueiiseldileh" begriffliche Prägung 'immer wiifder ler Propheten und der Großen des rifttums erhalten hat. ist durch! die tausendjährige 1 schaff* nicht inuiiei Schule des Men wellen wirkt nicht liuir fördernd und erziehend, sondern s So ist es zu yerste gegner nicht nu ■ C liarrlichkeit, G«m< gel an, Haltung, gefüllt als jüdisch«} .eiilensgeschiehte der jüdischen Gdluciu nur geläutert worden. Jede rauhe e verdrängt auch und drückt nieder. I I len. daß mail voii seiten' der Jiplenerechtigkeitssinn, 'Friedfc-rtigkeiti Beinschaftsgefühl, sondern auch Alau- Achtung. W ijrde ipiul Geineinschafts. Eigenschaften aiisicht. In der Tat aber handelt ps sidi hier nicht um jüdische Gesinnung, sondern um ein Piodukt der —- im wörtlichen Sinne —, jüdischen Gesinnung. Verdrärtgte jüdische Gesinn in : neunen wir G h e 11 o g e s i n n u n g. Charakteristisch?rwcise begegnen wir der Ghettogesiin innig meist wcniger im Zentrum jüdischen Lehens* raumes, wo ein eliendiges Judentum pulsiert, als in seinen Kandzonen, also hei solchen jüdiselien Menschen, die sich ih -r das, w as sie w egwerfend ..Ghetto“ neiinen, sehr erhaben fühlen. lernbar wie einje Jüdische Gcjsinnung ist nicht verstaudesmäßi]: Sittengesetz: jüdische Gesimniilg k:i Sprache, ein Glaubenssatz ode aim nur :e f erein i. h 11 und Gesinnung ständig in menl.jdei untere nur liine: hlioieht; manelu jedei 'Schiel 'iiung -— w jiidisi and« »*n Iw i Schaft lloll'i Ull das n o t s,lugen : w erd ^ntw icke ksalt in! ich. t werden. Der e ne fühlt die jüdische sich wirksam alsMehendiges Ejeselteni wenn er ganz tief in sieh wollen sie nicht führen. Aber | jinlisch«:'Mensch';— jedejr Träger des jüdischen .Mensch;— j trägt ,’dtm. Kei Keim (dieser jüdischen’ (lc<jji |U- Lehe'n und W erk hedeutender Heiiegatm Sj inoz i und llcine —« le heu Gesinnung nicht anders stellt als mit \h-Ii-u vräften, ilie ^gefühlsmäßig tief int Men-cUen -rtj s ml. Je mehr set st, destoelelinjnt-arcr veran W ehr) Oheclläcl e. * r 1) aspura, sondern. tiiieh »c |M ir il. links luter« unseres -nimiuig gi(>iis^ zu 4. W'ie sich aue ist; gen ißJ ii Ui i s « genügt nicht,. d.yß Ull « . \ seil eine ( e. s | II 1 -fnnu}ig entwickeln) >e *es« G'j-ii' kräft« Di innig ist Aliiiinini «Iii-ses AI s t «tu z n jüdische! i lud es an d< iri-11 uns, daß es mit der mau sieh gegen ihr W irki-ii zur drängen' sit* sieli an «lie Schirfjmlsgcnii'inschuft zur (rcsinniingsgcimiii- Wolkv ui dunkle W ojkv lliegt dt-llls« Ih-I . Jui.ell. l ud. als w< äußef -in Druck,. zerfeilitl sieh ilise|iaft {inkranklialttem 1 in «1« di« llltls -elioil erhebt -ieli len I.agern. Mail w ird Ulid Ziele unsertjr «■rh,indes?" Di«? emk-n st es nicht g«>tan! Mit tz. nicht erfüllt!” . I l\« 1 ther dem Schicksal der l{ui es nicht genug sei ja11 di«? jüdische Schicksal«- .irteii'nehrgeiz nicht iiur im l.amhder jiidisch*‘n Zukunft ge-tallen wird. Ii e (, e -,i n ii ii n g t li.t Ltzeln<‘ Kri'i-e ihre jiilli- I zur Auswirkung lirinu n g s.g e m ti ii a e Iira f t uler«|srurli recht' und fragen: „Wo bleiben die Gruppe, unserer Partei, werden sagen: „Mit Ge- Gcsjnnung ist das llelidie amleVn sagen: „W o- W ir braueh«|il| Hände und Maseliiueiiiii \irfl Kill!* die: \ntwnrt für «liyt einen: „Gut. mit Gesins wabrlieh nicht getan! Gesinnung ist nur ein min Wesen jüdi'eli« iniiüum ist notwendig i u i m u m , «lamit di« Mpuseheii. d.m,iit K Meil-eheiitlllli' - - aller ist^«las sieUsehe K \ i G e m e i u s e b;i f t «ler :i(l Jisrael be-tidie!" di«‘<t die Antwort an ni«\ aliih-ren: „Nicht wird ii Ort«-n jii<li'sehen Aufbaues inehr fehlen an werktätigen Händen und «in r«‘ehn<‘iiden—Gehirnen aber ollitn* jüdische Gesinnung, ohne jiidis e h «‘! ( . e in «‘ i n s «• b a f t s g e s i n n u ng w i r d „d a s I. a n d“ ,n i «■ Ii t a uX g <■ h_a u t werden! Wjr Juden sind -eine .Seliieksalsgemeinjsebaft wii müssi'i» - gerade um Erleben 'innerer Tag«“ - - ei ne G csinnii fi'E s g «; in cinsrhaft w«tr- «leii. Ei :ilt, in jedem einz«“hien. al'iar auch in den jüdischen Gr ipp«in lind Organisationen <lt<“ jiidische'G«‘meinsebaftsge -iiiniing w aehzuriifen. Dies«“ 'Gi'sinmingsgcmcilisehaft ]»<leutct nicht Aufgabe' «lpr Tiwliviilualität. heißt , 4 . \ nicht Ilniforinität des Deiik«“ns-unil Ilfindeliis: Jüdische . . ' . \ ' < G<“sinnui]gsg«“hieins<‘haft heißt: trotz v«“rsehiedpner Wr ege find B i e h t uu ge n n i «Ali t den Bliiik auf die G ejm cinsrhaft v e r 1 L<“ r g u! -c'f 105

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