Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 8 - Dezember (12.1934)
- Date
- 1934-12-01
- Page
- Seite 106 (sequence 6)
- Language
- German
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In «Irr <h Utsclien-Jinh'iilieit. ili unserer jüdischen Genicin-chaft gibt ereligiös«; (leiiieinden und gewiß übergenug \ Vreiue und" \ crciiiehen für alle liiögüehen kulturell« 11. wirtschaftlichen und sozialen l'nter- <--«-ii jüdischer Mt'ii-chen. Vio. aber pflegt man das ii'disch-meii-eliliche lAi-tenzminimum.. die jüdische <. i-ininr.ig ' \mi. u n s <• r Hund i-t weder religiös. imcli jü< isch-parteilicl gerichtet. Er will weder die Svnagoge ersetzen, noch dient er irgcndeinei jüdischen Partei. Der Orden Bi e Briss ist —> denke ith —; der Bund jüdischer Menst heil zur Pllege jüdischer Gesin innig. Er •den für ilen jüdischen Gemeinschafts-, für tlen Klall- G< danke Idee und Wirklichkeit ' » Zum 175. Geburtstage Schillers. \ on Helmut Galline Der morali-chc Anspruch, mit driil I)on Carlos sein heißt < Jahrhundert in die Schranken fordert, erscheint dem Geiste: rückwärl-. aev.andten Blick ungenügend. Dieses Jahr- Schill« hundert, das nun endlich ■ di«' Ideal«' «les Maripiis Posa unsere > rlidleii -oil. «-rwei-t -ich nach «Irei Dezennien —- gleich ein ti drei Hc/ennien. die .llnn zu seinem Beginn seit ■ r Proklamation der lih-ale der Aufklärung voran- •..e^aua«;u v .rreu . aleine Kette der fortgesetzten Ent-'?ä;; ehuiig. Dies«--. Jalirhumlert. «las mit «lene \erh iduu etolleie knfang «li-r Miiniligsprei'lumg «les Inili- «, mm- I. u";:i und zir-.läitp« r.-.">i'ilj: luuig der .Menge. uin-ehliel it die gesamte Kulturgeschichte. Als in I'rank G.-bmid<iilieit und de* \utoriiäl-prinzipführt, läßt dop!t -eine, «dt.' ne Inlw iekhpig Zweifel an «1er Tüchtigk> it -■■im-r Vu-g.uig"!ellung aufk^iunn-n. L«- fm «hi sii'i-le. de Jahrhundert de- Fiirt-chritts mj.il der Entwicklung i-t zugh-ich le hont du -it'-rle. D«>r Mcnicli i-t ■ui \ i-r.iI.p 11<l die-e. -ai'euhun ton Schiller al- ..der reil' e "«Jim ' inerZ*Tt. t'rei durch \ < rniuift. stark durch *. :/i'vlli i'r der V.tar" h-grüßt worden. «/ wird au .-••lärm r.: '!e «lureli Spengler zum Tode \erurt« ilt. weil :u: V .Jjrlfit wieliligir ah laten und Gcrei'htigkeit :i:Ii«de r al Macht war“ ■. « ' V ir « rl iiteii di«* Iicunant.ik al- Flucht \or ih r f ink! •min« rnu:' «l« r \ crminlt in «!a- Ib'hh der Phantasie. V -efeai di- Mik'-hi'Vom ld«~ali-.mulind die Tfinv ■ mtiu : zum •M.iterlali-mn-^iii’«' Kilo Innig der V i-sen- »eliaft zur lb!i_fon. ja. wir liVhh u die Berechtigung.' mit <!- r «h r Mensch am Paule.«ii« srs \\ t -'es der grenZ’cnlosi-n F.rniichtermig <li«> f ra re .-teilt, olt es denn über-~ haupt notwendig i-t. den Sinn des I.clvus al- Auf-!-i*g« heiles zn.sueln-n. oh denn nichtielmehr dti - I.ehcn seine B« griindmig durch sieh -ell>-t hahe. - ■ Die gi-aipte Spannung der 171 Jahre drückt sieh dariti aus. daß d«-r .-iiiM iles Daseins seine Reehtfertigung aus «ler bloßen L\i!«aiz oder ans «l«‘r Verwirk- * lii-hung «ines allgemein giilligi'n sittlichen Ideals erfährt: die \\ «dt mu h «!<—-• Bilde eines bi'-timmtoii Ideals, zu erfassen imil zu. ge-tal’.en. oder die bestimmten Ge-, setze di's ,\\ eltgeseln-hi iis. zu erkennen un«l auf seinem Strom als vermeintlich* r. Mciicrm-ann . «lahinzugleiten. Sich für diesen Id «Vgi 1 i s-m u s entscheiden. ’ l-S p e n g f e r . Lntergaiur des Alx-mllamles. Baud II S. 635. reich der «ler G r. e ii G I ä u h ii h e r «1 e r - E e i e r aller Hadikalität der Fragestellung letztlich e hi'kenutn s zum Ideal n a u <1 i <■ F orm * raf t «I < il ‘ a"k t u e 1 It n \ lllaß der i n a u s zum BeP Tage zu erlichen. Denn es sums, oI> die \\ irk iehkeit nur k e n n t n i s bleibt trotz in Glaubenslintcr «lei i Aspekt «-iner Idee gcsi-hen werden kann, oder «>1> ihr «■ u \\ ert an sieh zukommf.-) Ks Frage üb vr Materi«“ und Geist, die hier in «lern wiederum erscheint. Der Kam|»f Giü-t nur al Modifikation der M wurde, di entstand in all«' Materi«' in Geist a iflöst. Es schien fa t hahe jeiise i ts «les Bheius Bach« die Beleidigung. f die cclis« jspicl diesi'in V aueli di« standen werden. Für ihm «lu'ssi'its w i<l«'rf|i«hi'.“::t Aii ::wisclu'ii .Geist und \ «'hikel Jl«‘r W irkli«’hk|«'it zu «‘ntkommen. fi \-th«tik «le-halh .«ir dem iilea b u ii «1 ein naehgeht'ii hängigkrit \<m ]>hy dseher Ni'itignng. sprei'hnjig aon morali Moralisch«' Erzieh «mg Dii- Tat :it«'rie «'rklärt Deutschland ein bleali-tmis, «b-r Ualerie muß Schiller \ fT- Kunst das ir SehilliTj.-t «la- Mittel zii sittlicher Krziehuilg. Fr warnt Konfrontratipu d«‘r I’omantik mit die Bomantik i-t «Ii ist die alt«' liciu'ii Kl«'i-' r Prinzipien sagt 1 leine, gesucht für isehi'ii Schwärmer. der ilie Abitur \erfaßt. / um iler Laune der Einbildungskraft ung« tu küiiiicu. ..Nicht «eher setzt <‘r -ciiii i"t die Aufgabe d s_ie wiril gewährleistet klureJi die Yerliindu mir* nif«1 Ideali-mus. «Jureh ili«' ansdem Gei.-t geboren« Tat. -t «li<‘ Frucht der SehilliT ’r ist#tat-äehlieli jener Idealist, de in di«‘ l nabln di«' Los- Freiheit".1 i Dii'hters. und lg \on Bealisb.eii Diehlmt- «Ii«‘ V« «-It aus tei-t verändern will. „Soldat mul Prophet wie sein Mar«|«is P<»sa‘\ hleiht-er dieser A\ «‘It \erliaft«>t und liewundj'rimgswiirdig in seinem iih'alisi'Jiem Sidiwung. F.nthjisiasmifs. so schreibt er an Ferilinaul Huber, „ist der Kühne kräftige Stoß, der die Kugid in «lie Luft wirft, •aber(derjenige hieß«; ja ein Tor, «ler von dieser Kugel [j Das Ringen um «len deutschen Idealismus hat in unscjh'ii Tagen nicht -aiifgeliört. Vgl. hierzu den Bericht der ..Frankfurter Zeitung'4 v. 6. November 19.14 Nr. 563—566 iiher 'die 12. Haupt-Tagung des Eucken-Bunilcs in Jena. s) Heines -"^'erke Band V S. 293- (Lihliogr.aphisches Institut. Leipzig). * (*) Schillers Werke Band Vl S. 4 >7 (R. Treiikel. Berlin). 106 t 6