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Der Orden Bne Briss · 1934-12-01 · Nr. 8 - Dezember (12.1934) · p. Seite 103

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1934
Issue
Nr. 8 - Dezember (12.1934)
Date
1934-12-01
Page
Seite 103 (sequence 3)
Language
German
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1 Dii; limiittelbarki'it (lcs Empfindens erschließt allein das Gefühl für Ganzheit. Es ist ki-iiie Frage, daß Ganzheit nur erlebt, flieht begriffen werden kann, daß aber auch nichts so schmerzlich vermißt wird als sic. Darauf ist der Pessimismus des alles erkennenden und iriuuer tätigen Menschen zurliekzufiihren, daß er stets nur Tcilausiehten und Teileinsiehten »ewinnt. daß aber der Gcsamtanhlick immer weiter \or ihm zurück weicht. Je mehr Einzelnes man hat, (h*sto mehr \erliert man die .. I l hersieht über das Ganze. Das führt zu einem unbewußten ln behagen. Denn der Mensch kann es nicht lassen, nach Ganzheit und Geschlossenheit zu streben. Die Ausbildung des Spezialistentums hat den Mensehen immer unglücklicher 'gemacht, mag es sieh um Spezialisten der Hando»lbr Kopfarbeit handeln. Das Lehen ist. ein-Ganzes, der Mensch soll Vollendung erreichen, das Schicksal in alleil seinen Verkettungen ist eines. Persönlichkeit ist ein iii sieh geschlossenes Gebilde, aus einer Idee erwachsen, aus dem Schwerpunkt der Menschheit und Menschlichkeit. Der Orden bietet einen i Tatbens aiis denf /entmin jüdischer ill ganze, jiidikehe Menschen schaffen. wiHkeiiicu H^ruf aus unserem Hunde Diese innere Form, den1 echten sittlichen Takt \<}r mittclt dei Orden llcn Brüdern. So wahr unser Bum eine Krzie nmgkgeineiiisehaft sein pill, geht er. wje all darauf (ins, seine Mitglieder zur unh.ewn!.!t<i11 Frziehung. rieh iigon n in , i ^(resamlanhliek »1» Sittlichkeit, . Kr w Darum schließen ans, der ganze l’mkreps des Lehens: \\ issensehaft. Kunst, \\ irtsehaft soll nn I.ehensansehauiin" Hcligiou sollen ui hciilhrt bleiben. Nichts ist der Loge mehr entgegengesetzt stärker als irgendein Spezialistentum. Ks liegt in di leicht zu Surrogaten Mittel ist ihm leicht <•0 * für »las \ ollkomit Gharakter, auch lei ist »las Surrog; lieht, ist Dilettant nein Wissen o»ler »lein. Der Mensel meint, daß auch rmittelt werilen. All»’ Fragen »ler •rdl‘11 heliamlelt, nur Politik und ein1 «•h< l < »ler sieht nicht, daß lur zum hinführen will, so und widerspricht ihrjer Gruudidei lern Ami -uhli lauge thi gl 11 l'orm eig» tum: ehileks.il ihr w as aucl i alur Dip sieht-h lemili» »Ii< ukmI i ritie : len-i m» ßliepen ,l»tin» ‘ nweiidung »ler ■sittlichen Normen im G -tri» |> zu hrhigeii. Esist eiirimiper wiederliolli -\\ ot l ich ijiicht lehren lasse. Aber man kann ilui er r G*g«|iiwart des taktvojlen Men-el'ien. d t- <ii|i k|. in jedem Wort und jetilieher Tat, oliit a.us sittlicher! Hju'ksioht und Finl 'i'i le^n und oliii»* l nt^ctie gegen sieh sell1)- roßen J.eheliselitsrlu'idungen fällt. \m •r. Güte'und des (rctiiiiliM ist die inner gellt innm'r .aus|ein»T s»*elisehen Ein ibit. aus ejiuT »loijii Ideal zugewainlteTi lcrvor, die »lein äußeren Dasein. deift n Menschen' mit innerer N’otwen»ligki*i t it Yoll»*in Hecht |or»lerii‘ dürfen.' .al» iekllipgsges'etz der. eigenen IVr-i'üiliithlklang. Min Kopf [und Herz. Gei-t uii l|uul Seele hingrgclieu i~t. Kenuzeieheji ihneren Taktes ist da Bewertung des .»•liens und d»‘r Men ihr»' Schätzung difs eigenen Selh-t. D. ist »ler maßlos»*.-jilenseh. derdie uner Natur auf sein eig» "fehlt die D•■mul. de ■a|ieii im überspitzten Wesensart <h*s Dilettanten, daß er greift. In »Irr Handhabung dej»*»l«*s Mittel recht, auch »ler Ersatz re und Ganz»*,, auch »l»*r Ersatz fiir in und Lhiaufrichtigkcit. Heinde*, t fiir wahre llerzt'iisgiite, W»*r Ersatz ag es sieh um Ersatz vou gedii-ge- F,\tieii|»*n' gen. lief 1 e mit Hijelit < >rdi ‘UH »Iah in Superl gen» inin -t I; liveiji Fort erjirtig lux u misercp B nid» cjfcjc iten cirh ein Können oder gesiiinimgsvollein Bestehen auf »ler mühsam errungenen Cherzcu'gung hauliud »lein Iilea <*s Surrogates ist flatterhaft. Er Mensch ersetzt wer»l»*n kann, und p»*s ijiißer<*s Handeln sich wiederholt, iiicup»' nicht aber »las innere Erleben und seelische Sein, »las immer einmalig ist i ml keinen Ersatz mul keine Wiederholung zuläßt, so .vie nach einem weisen Worte" ciiitjr modernen Dichte ‘in ille Dinge sich nur einmal in »lejr gleichen Kraft und Tiefe erleben lassen. Wenn die Ixipje menschliche!) A:iel auf »lern Wege »les Jmlentunjs die vfir upis 0rd , alie »las I erz nere .und •Mir i, is Qcsri'lth» Bbriil ist. A|lcs in s«hü iferis •heil Intel lekt ist sie der unbedingte Feind aller Suiiroceit tuul jüdische^) Seins. Es gibt Persj'inlichkeit, Gemeinschaft. und sich dauernd mit Kompromissen in gate der Mensch! ch keinen Ersatz fiir Judentum. Nur wer den Gmmlfragen di*s Lehens begniijt. herujiigt sieji schnell hei Antworten, die nicht deii Kjeni ineiischliehep Daseins treffen. Solche Charaktere mögen im äußcreiji I/el»en wohlgestaltet erscheinen, innere Form lialxm si<j nicht, man spürt die seelische Zerrissenheit, die notdürftig durch vielfältige» Wirken verdeckt, ist. uuil ring» winnt lielikeit. Superlativ. ..Maß xcripittrln, zwi-eluii sh oft unzeitgemäß» r als »lic weseutliei l|t worden. Inil v aiisgespniclien h, ter* " * :r M'i aiifgcgchen, incli n\orhältnisse »ler <• in überträgt. Ilim ili\; s»;ine Aiisdruek-weisi* bewegt siel •n i n »1 ic sielt <l»*m liehe zeit. IlllZtl ki-r isti seipe.Vi die Oi^cll« das ii g»‘hoheiier Spradic kimdgiht. Demi miÜI ist. des geht »l«lr Mund iilxfr. Das i~ uiderii'.kraftvolle, in- .Menselien Aufgabe; Hein besteht. das L rdciiscrlelmis in »I< n »lt si»*li Viilleiidimg. »He nie angemaßt halxiii. Es spricht inner** Begci-tcr nicht .Schwäche, s oji ilem, was <1 Tat, die nicht reflg«‘Moren. ist, solide n, immittclha •ensittlichen-Aufbau des Lehens will- Albs wnhrl aft Schöpfcrisi-lio ist »h-m .Verstände gänglich.iind Laim nur erfühlt werden. Tin so irkutig. Aber sie w r Si ele sich öffnen nuft i it. um dio'Schönheit mul Güte eines Ohr uiden w o 11 je n. meinsihaf»las Jiiilentuiu und »lis Alensehlieit und Hertens Izu «*rlehen. Man mu ß.lfirößc erleben Der empfänglich»* Ml-nsch bejaht unsere Gelu'icliste Glück »lf-r Erd|cnkindcr: die P«*rsön- 103 lallen, zwischen »lei n. radikalen Meiinm ii eg gehen: »las jn* IoIh nsrielitimg <!e enn auch w ir uns <>! len. so galt dies de i-ehliehkeit. die wi »lern s.iKei, ’Behagi'ti auf Lrili'ii nicht" gibt. mgfür das etlii-eh“ ktiert.inul nicht aii n in dem ursjiriing tar ird pur sichtbar, wen: mul dasJniuTe Aug. 9697

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