Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 6/7 - Oktober/November
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 97 (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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den jüdischen Soldaten zählige gingen hier ei schied gastlich aufgen und fühlten sich du beispiellose Opferben i Hierher wanderten tnanden in der Sta^l wenn inan über das haben wollte; hier w die schwer Verwund Treffpunkt der Feld ein Stück Heiinatjzu bereiten. Un- und aus. Sie alle wurden ohne Unter- >mmen, zumeist auch noch beherbergt, ch die herzgewinnende Art und die itschaft des Gastgebers wie zuhause, e' jüdischen Soldaten, die sonst nie kannten, hierher wandte inan sich, ichicksal eines Angehörigen Auskunft i'Urden die Verwandten aufgenotninen, besuchen durften; hier war der bbiner, wenn sie Besprechungen ab- ( te halten wollt täglich ins Feld sfchrieben! I iir das Glück str iblte jemanden hat Nun dec tt d längst der jh der Fremde Dankbarkeit auf ihrem Gtr se „Wohltäter Wird aber vor sprechen, so woll?e<leuken und einen ibe iliederlegen.- i:e Dcis jüdische Haus in der neueren Litera Plauderei von Dr. Ludwig D a v i d s p Diese Vi t Goethe schrieb 1831 in sein Tagebuch: „Auch Leiden... heißt im höheren Sinne: ein Verdienst erwerben.“ Nach dieser Wertung haben sich die jjuden fast immer und allerorts recht beträchtliche Verdienste erworben! Denn zu allem Jngliick, das sie mit der Allgemeinheit trägen mußten, kam immer noch schwereres, typisches, zusätzlicl es Juden-Leid. Nur die Realisierung eines den Juden durch göttliches Gebot vir Urzeiten aufgetragener Ethos im täglichen Leben konnte Jahrhunderte liindi rch die abgesonderten, von allen anderen seelisch mißhandelten jüdischen Volkssplitter vor völligem Untergangretten. Das fünfte Gebot: „Ehre Vater und Mutter“ wurde meist mit liebevoller Pietät eingehalten, nicht weil es die einzige, ethische Forderung in dem gewaltigen Gesetzeswerk war, auf die im Dekalog ein Lohn verheißen war, sondern weil das Elternhaus, das Heim, zu einer doppelt gehe;ten Zuflucht und zu einem noch geborgeneren Hafen werden mußte, sollten die immer wieder einsetzenden Fährnisse und Trübsale da draußen nicht tödlich wirke;). So rühmten schon viele mittelalterliche, selbst judenfcindlich eingestellte Historiker, welche die Bewohner des Ghettos beobachtet hatten, daß ihr Familienle )en ein innigeres, höherstehendes, daß das jüdische H tus etwas sei, das dem einzelnen Bestand und Festigkeit verlieh. Professor Berliner führt in seinen Forschungen über,/„Das Leben der deutschen Juden im Mittelalter“ viele hierhergehörige Beobachtungen an, ebenso wie Israel' Abrahams i i seinem Werk „Jewish Life in the Middle Ages“. „Die Freude und das Behagen am Heim machte sich im allgemeinen erst mit dem seit dem 15. Jahrhundert wachn, Berlin.;• | erzöge haben sich bis a t in sii hinein erh Anfang d«s herigen ,J schildern, gehörigkcitsj jüdischen! H jüdischen kümlichen Glückei von jAufzeichnen ganzen Reib chroniken ( düngen schon frei rd noch voll des'Lobes über dag Zusammen- <efühl und die Trdji?, - die über; dem ich; Schilderungen des i^ei ler ihm eigentüm- 3en Memoiren der ajuse walteten. , Idylli F iimilienlchcns und S inimung finden wir in daß gegei I lie des richtet, lEltem stellen ,Jbei den sei1 klusivitdt Heilighalten i Ursache dafijr, : Erbmasse früher pei (l|i Bevölk Diejiidisc i sich auflösei - rein deskripir Hi senden Lebensgeni ß „herrschte aber bei fühlbar,“ berichtet Berliner, den Juden zu allen Zeiten, was bei dem innigen Familienleben und der vielfach geistigen Beschäftigung derselben leicht erklärlich ist. Mit dem Eintritt dei Freitagabends wandelte sich auch die ärmlichste Hütte zu einem Palast voll Seligkeit und Wonne.1 Wieviele trostr liehe oder an sorgende Fiten alles und für jeden aus ihren Augen, wi ten ielfen können. Briefe wurden h n in der Heimat ge- Fandeu ,ie Zeit, und hn.sie vif der einmal d^i den wi Kr J ll'l Menschheit" schon i jüdischen Hause jn i ihrer in Treue und nz von Immortellen tiel! ins 19. Jahrhundert eil. Die jüdischen Schriftsteller, die im rorigjen Jahrhunderts d is sich von den bisirachende Judentum Hameln, zweihundeit en der Pauline Wei e von Familiengeschichten Und Kultur- >|rie zL B. dar uralten liebloses Verhaltet r über, wie so oft in uden seltsamerweise Würde und die u: jüdischen Hauses, des Familienlebens , daß zerrüttende K A igelus’schen, die bevon Kindern! alten I b iuerlichen Alt&itzer- (!) nie bemerke! woru»fi eiwillige soziale Exei] l gewisses, religiöses ivaren wohl auch die i-au i: ngünstig einwirken, n Juden seltener wai er als bei der en Autoren des 19, .v, wie Benedict Da-r, d wie z. B. Leopold 1850), der unglücklich uimende Hermann tisch gestalten geschicbten Elend verkj w Salomou Ko]in (Ifrager Ghetto-Novellen ilm 1850)!, Aron Bemste in (1850—1890) jüdischen 4,Vö^ele“, „Mendel“ sie jalle loben noch usei, wählend die ttos, die in der zwei en Hälfte des 19. Jahren | und mehr üstliehe Verhältnisse im (Typen: Karl Emil Franzos und! Israel plien d^s Gh: hunderts lei ti Sinne hattet, Zwangt rill) i choi) manche Wort : der Kritik üljer die im jüdischen Kintliem als solche, empfundene Unduldsamk« it fapiden. Etwas voji der Generali) men ur fahre später in den geroff, ferner in einer kheiten, die ajuf die i ihrliunderts, däe das Ghettdlebert sclillerten, zuerstl noch Trunksucht, Lue») rigen jLu üpri Arnstein, danii poe- Kompert ((Jhettoe und im tiefsten $chiff (1801—T867), selbst . S. Mühsam iiuper den Zauber des verschiedenen Biograklingt in diesen epde -— oder vj»n den geistige En£e und den ewigen Kämpfen Büchern schon auf, 97