Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 6/7 - Oktober/November
- Date
- 1934-10-01
- Page
- Seite 89 (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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.1 Aber nur der Talentierte möge zu dieser musjikalisrhen Betätigung ei zogen werden. Jeder Drill find Zwang sei von den '.Item ängstliclist vermieden, pie groüe Verschiedenhe t /tin den Stilarten musikalischer Werke wird jedem 1 reise gerecht werden,^ Wir sagten berei s oben, daß uns für das religiöse häusliche I.ied mit g inz geringen Ausnahmen die Literatur fehlt. Währet d das Jargonlied einen wahren Siegeszug durch die |;aiizc W elt angetreten hat, haben sich noch keine Muliker gefunden, die aus der Überlieferung der häuslienen jüdischen Festgesänge Produktives schöpften. Wls wir in jüdischen 'Häusern all ■orten, gleicht, wie schon betont; dem deutschen 'Volksliede. Die ft wieder zum gemeinsamen (jegewinnen, und dies besonders;in cn ni frommen Gesängen außerordentlich starl häusliche Gemeinscl sang dieser Lieder zi Ein die ber|e sind ui wesentli bedeut wolle K reis Momeu Grunde der Pro sein. L in gröi. im jiü neben nistaltet wonh-it eil Zeiten einen Faktor des jüdisch-gesellschaftlichen Lehen neu. Aper auch hei diesen Veranstaltungen *1 deute esse linkerer sphwet Künstle: der Freitagabendi nd Feststimmiuig, sollte das Bestreben weiter jüdisi »•her Kreise sein. Man sollte zuim alten schöllen Braue i zurückkehren, sich für die' F’eststunden Freunde einzuladen und ihnen die Melodien und Gesänge zu vcri litteln. So Musik, eine werden in dics< k »i mögt in Ouelle zunt; m sei Ahnen und Enkel Das jüdische Hiaüs um i Von F'ritz Enge Das jüdische Haus — dieses inhaltsreiche Thema darf ich für mich zeitlich dahin begrenzen, daß es mir in seinem Ken und seinen peripherischen Erscheinungen so vor Aug Mi steht, wie es etwa zwischen 187*1 ist. Vielfache Schattierungen zuge- Typus des jüdischen oder, um es. bezeichnen, des jüdisch deutschen en sein, wie es sich bis zu jener i arer Dauer in den größeren Städten und 1890 gewesen geben, wird es ein gleich richtiger zu Bürgerhauses gewe i Zeit und während Deutschlands aufgehaut hat. Aus der Distn i gesehen, war es in hau. Es war ein zustand zwischen d i dall z der geschichtlichen Entwicklung der Tat immer noch Auf- und Ausoch nicht ausgeglichener Schwebfeergangenlieit undj damaliger Gegenwart, in den nun atch wieder die Zukunft hineinspielte. Wenn mir ein Sin ibild gestattet istj dieses Haus war in drei Stockwerk e gestaffelt. In dejr ersten Etage genossen die Großd tem ihre verdiente Ruhe; in der dritten hausten die Kinder, die <le)n Blick in einen weitergespannten; lorizont aussandtien, und zwischen Alter und Jugend c ie Schicht der Eltjern, die das eigentliche Jetzt darstell len. Sie standen zwischen der Tradition. die sichtbar und vereliningswjirdig herüberragte Kapitel bilden die Hüuskonzertc, beso ideres its im Vorjahre zahlreich ver nd venputlich| auch in kommcHt dien wei lan n nicht :e, da mögt gramin nlcu I. er cm lischcn- : Ixt kt n. Aber auch hei diesen ieht über das Ziel hiiiau.-sehießeu und den <o erweitern, daß eines der wichtig-len ■ Intime, verlöret» geht. Aus dem-elhen i $lic Künstler in der Zusiiinmeii-tellung e von iHauskonzerten besonders wählerisch ar biljden die häuslichen Veranstaltungen Ivreisd einen Knlturfaktor, den wir heute Leise a nicht meljr missen möchten. I)al sie ein humanitäres We#k im Intermit dem Lehen ringenden jüdischen dir 'volkstümlichste aller Künste, die lumndeii langen .-Winterabenden wieder, der Erneuerung jüdischen. Empfindens 1 daun, Wenn auch wirklich jüdische Musik öneii Bestreben nicht fehlt. 1870-1890 eil V r Tie Art issen, sic tz de Cesiel i|ele 'locken an ilineij hatte hängen lassen, adi jonslosigkeit,- ja Traditionsfeindschaft. nobile officium der ■damaligen Jugend war. um ‘dieses Wissens freuen wir uns, daß der ■ st jther geändert hdL* Es geschieht nach des Vergehens mul Werdens, das die Genel eh >nst ' spaltet w ie überspringend wieder ver- Es L ‘idem geschieht .unter dem Druck von Verfolgunes e da i jüdische Lehensgefühl erschrecken und dam t ei wecken. Wenn wit-deutschen Juden nun weg]schreiten, so kanh es nicht anders sein, den Nebeln, durch dje wir lins weitertasten V< frgangenheilj auftaiieliL mit ihrer Lehre, eiter selten darüb; unfr; zuerst Jen, die duldend mit Jahrtausendsclilicksal erfahren haben. ruck als bis zu oder abwehrend das len Großelterti reicht Generation. Was wir hijäafis: wissen, ist nur Hörensagen oder heute, rillig, dann aber zunehmend freiwillig und Sichversenken in alte iti die zuständige Literatur, in die Bücher der jüdischen Geschichte und Sage, in die'Dokumente des Ghetto ir in diese Welt unserer Vorfahren mit ihren 89 Selbsterlehnis [einer oft mit gr<Ihr Befriedigung, das Urkunden,