Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 4/5 - August/September (8.1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 50 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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t gründe einer 'unbegreifliche« Ewigkeit und keit von uns geschieden, nler, w ie-die Phi osophtm cs nennen, ein transzendenter jGott ist, sonder 1 ein Gott, j-der in Eiche die Leben len erhält, in großer Barmherzigkeit die Toten heb bt, der die Fallenden stützt uiitl.die Kranken lieill und die. Gefesselten befreit, der seine I rene denen hcwäliit.; dieim Staube s 'ldtimineni, und der Heil hcrvnr-pricßkn läßt". Was wäre das auch fiirjeiu Gott. zu dein man nicht ln-tcn. zu dem man nicht Jn seinen I h rzeu-nötcn sich flüchten könnte! Der jüdische Gott, der von den \ ätcrji i . — i «• vererbte. tler sich den S lumm ätern, Mose, den Pro-’ plieten tiiitl Psalinisten oflfimhart hat. er ist ein Gott „karnb t/lnnrr j l'ihnl knr'lnc Ir hol asthrr jilir'nthil Unendlichhingt« erfahren, die die Djnge, ihren Mähe ot|c frommen Giauhen den Da waren es die 1 mythische Bedeutung t Sprachgeschichte kennt. \\ enn l tlei ilm anrufen. allen, die!'l br-Emrth nahe allen./"tli W ahrlieit zu ihm rufen”. j.\n ilm zu. glauln-ii, haheii Mose lmtf il.i- Erlebnis <!i> Auszug.- aus Ägypten, zu ihm zu beten, haben die, fjrommen P-nlmcIisängcr uns gelehrt. Wo Gott beute ii^ Wahrheit aiigefrtifeii wird, da geseliie^it es in aien wie! dir tlie Ewigkeit geprägten ilemutxoll fromm m. kill ljich gläubigen. W orten der P-ahni.-leii. Ttieser fromme (»laufe i-t. wenn man will, eui W untierglaube, der Berge versetzt mul-’-die Sech* eii>- kefiren läßt zu ihrer RiiIiLi Er ist der Glaube nicht an d i e W muh-r. -ontlern |i das W under. " an einen wundertätigen Gott, tler n jeht eüigeseblo-sen i-t in dtgi ehernen Kerker des Natiij-ge-etze.-. soniierit tler Natur gt heut und tler Menschens feie die Kraft lind Tapferkeit des Glaubens verlieben ha . Darum w ird in dic-er ] lenediktioii-auch während des palä-tipien'i-eben. W inters ..masrhiiv ha-liuarh umnrid ha-Cnsrhcm" und während des StimmersIui-Tai‘ eingc-eba[tet:' Gott w ird als tler 'Gebiete r über Regen lind l au gepriesen, von-dtjkscn Gnade das Gedeiht n des Felde- und die Fruchtbarkeit tler Ertlc abhängt. Und diese Fruchtbarkeit, tlas Hervorbringcu des tägliche’' Brotes, wird im ” Talmud"; hezrichncnilerw;ei.sj als ein größeres- Wunder angeselitjn ab tler Durciizpg durch das Schilfmeer. , j j >. III- Die dritte BenediktKij wird ..K'dusrliah" genannt oder.' w ie die Bezeichnt! ap ■ jn tler Mis-clina1’1 l lautet. K'dusrhat ha-Si lii'm. Ile ligung Gottes” oder, wie es nach un-erer Mrtnnng» p i^allcl der Bezeichmlng G'uurnth, übersetzt werden mpß: Heiligkeit "Gotte s. „Du bist heilig, und dein Name, ist licilig. und Heilige (oder: ..tlie nach Heiligung streben”) lobpreisen dich au jedem Tage. Gepriesen sei ddu, Ewiger, heiliger Gott1').“ Das hebräische Wort kadosch (heilig) hat eine der . merkwürdigsten" und interessantesten Bedeutungswandel l!i) Klhogrn, (roch. d. Vht/flinj:(‘h<*t>, S. * 13 f. und S. 51. Ko>rb-ha*Srhana IV, 5. rbeter und Gemeinde gesprochene wir \ou der hierodulisc hen Bedeutung absehen, so bedeutet kadosch ursprüi glich das Gottgeweihte, Unberührbare, Scheu und ehrfürchtiges Beben Erweckende. Der Berg Sinai, tlie ljlu ltleslatle, tlie Gottesschau 'waren L*r gar Berührung nacli Tod verursachte, ropheten, tlie diese irrationale, Wortes katlosch durch einen l mhrucli sontlergleicheii zu tler .Bedeutung „sitllitjh vollkommen" verwandelten: ha-El ha-kadnsch nikdasch l>iy.'daktili, tler heilige Go t wird durch sittliche Gerechtigkeit verehrt. K'dosrhim ili ju ki kadosch ani Adtmaj Ein- Itrrhrni. sittlich vollkommen sollt ihr werden, denn tler Inbegriff sittlicher Voll voinmciihcit bin ii li. tler Ewige, euer Gott.” Oder wie de' deutsche Dichter m seiijen drei Würfen des ..Glaubens - tigt: „Ein Gott ist, ein heiliger Wille lebt, wie auch de’ menschliche wanke: hoch, über tler Zeit und dem Itaunie weht lebendig tler höchste ’ Gedanke.”- , | * ■Nachdem einmal fliese WCsenserkenntuis Gtjttes, als .der Propheten gewalt gste religiöse Revolution, sieb ilurehgesetzt batte und latlurcb Sittlichkeit als identisch mit Religion erkannt vorden war. verschwanden ‘alle anderen Attribute Gottes. Nicht tler Schöpfer von Himmel und Erde, nic.it tler Allmächtige, der Unendliche.’der Ewige, der R -ingeistige, ja nicht einmal „der. Einzige" konnten ihren Rang neben „dem Heiligen“ behaupten. Ja. Hermann Cohen will in seinem nachgelassenen religionsphilo artige” *• t h i s e h e n Monothei ophischen Werke tlas hebräische Wort ,.ochad, tler Einz ge“ umdeuten in „der- Einzigeinzigartig eben dadurch, daß er der is. der Gott tler Si tllichkcit 1 ’ V Heilige ’*)• - ist. In diesem Sinne i-t t er kadnsrh u'nora. „de mul Erhabene“ tles Aehtpehngebets zu verstehe^ So enthalten tlie t rei ersten Benediktimien de« Achtzehngebets tlie heut:- noch grundlegenden Dogmen tb-s Judentums. Währen 1 die dreizehn Glaubmsgründsätze’ tles Maimonides uml tlie drei W urzellchren Albos in Gebetbüchern und Re|igionskatccliisineniiiur| kümmerliches Dasein fr : Formulierung jüdischen noch'ein steil, ist diese erste klassische lebendig wie vor zweitau end Jahren: unser Gott ist'der geoffenbarte Gott unser1 diesen unseren Vätergott zu unserem Gott zu rlachen. Er ist der persönliche ’» Die abwechselnd von \< oder gelungene Keduschah ist Geschichte d. A». S. 42 lind .*>2 il». S. t5 die interessanten Vari inten obiger Keduseliab-Formel. r>o Gott, tler den Ruf des B er ist der heilige Gott, d heit, unser heiliges Ideal, Tun und Lassen, unsere Erwählung ist. .teilden hört und erl ört. Und < -r Gott sittlicher Yol kommendem nachzustreben in unserem Iyebensaufgabe, unsere heilige päteren Ursprungs; vgl. Eibogen, f.. sowie E.. (1. jöil. G., S. 61 ff.: ls) Kadosch altah tc'nora Italien ist dein Name“, so laut« tien in der ältesten Zeit, wäh der Tephilla der Hohen Fest jüdische Gottesdienst, S. 45. i Glaubensgutes heute Gott des r Väter. W ir sind dessen Bundesvolk noch berufen, .wir sind. Sch’mccha, „heilig hist du und erte tler Anfang der drittln ßenedikrend diese Formel sich jetzt nur iii age erhaltet1, hat. S. E Ihogen, Der