Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 4/5 - August/September (8.1934)
- Date
- 1934-08-01
- Page
- Seite 46 (sequence 10)
- Language
- German
- Belongs to
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Aus den Anfängen des hebräischen, gedruckten Gebetbuchs Von Br. A. F r e i in a.n n , Frankfurt a. Ztlr Ehrung dos Freundes. Prof. Pr, Ismar Elbogen, dieses Jahres v «les ^Meisters der trachtung über die wählen'. »Wendete der bekannte Buchdrucker äturgiek^nde. möchte icli eine Be- Josua Salomo Smcino den ersten Teil des Maclsor gedruckten hebräischen Gebetbücher (Gebetcyclus) nach römischem Ritus. Der zweite Ueil dieses Werkes kennte am 21. August 1486 in Casal A Im 8. Jahraaijg der Zeitschrift für Hebräische giore fertig gestallt werden. Dieses Machsor .ist Bibliographie lx-ricjlitete iety über die Akten'des Prostattliches Werk zesses den der --in| Avignon ansässige Prager Silberschmied Prokopius aldvogcl.. den mau lanze Zeit für den Erfinder oder wenigstens einen mit Gutenberg gleichzeitigen Erfim er des Buchdrucks mit beweglichen Typen irrhalten hat. mit‘dem Juden Davin de Carderousse führte: Waldvogel hatte sich am 10. März 1446 verpflichtet. .jdem Juden Davin 27 geformt«*, in gutem* Ei-cn ge-ehnittene hebräische Buchstaben nach der \\ i-sm-chaft und Prpxis tles Schreibens mit zugehörigen z. Zinn und Eisen anzufertigen und Davin als Gegenleistung dem Gold- \\ erkzeugen aus Hol zu liefern", während M’htnied die Kunst, Ferner verpflichtete kreisi*s von 30 Meile ¥ M. a«'- ein n Groü-Qwartformat, mehr als 300 Blätter stark, mit pi ächtigen Initialen versehen. Es zejugt von hoher Technik m der Herstellung «1er Typen und des Papiers. Dis Werk folgt seiner handschriftlichen .Vorlage, die neben den täglichen Sabbat- und F;stgebeten alle diejenigen Poesien enthält, die im rü nisehen Ritus ühli« h waren. Daneben sind die rituel len Vorschriften und vielfach Beigaben, «lic in späterer Zeit in unseren Gebetbüchern nicht mehr enthält«*» sind. Der Absatz dieses Werkes war groß-.'' Agch einem Jahrzehnt mußte eine neue Auflage veranstaltet werden,- die ler zu halten und keinem Mei die Tvpen erhalten 1 4v«g ejclien gnon diese Kumt geheim zu sagen, von wem er de- Arztes.Francisc«i. de San . inhaltlich im wesentlichen der ersten entsprach, in Stoffe zu färben, beibringen sollte. « . . „ , . , , , , . ■»- « n 'Ausstattung ' ihr »her schon nächstem. Aeben dem ich Davin, innerhalb eines Ums -T . . . . „ , , ,, »lacbsor gab es k emere Gebetsammlung«*n ,,-Moa Berachot“, <lie etwa unserem heutigen ,.Siddur“ entsprechen. Aach deutschem ind spanischem Ritus sind diese in Soncino, Brescia i nd anderen Orten Italiens und S paniens vor dem Jahre 1500 gedruckt worden. Sie (in.l gleich^ills gut aus »estattet, auf gutem Papier gedruckt und enthalten aucl i Initialen in der Art der Soncina]len- «lrucke. Eine dies >r kleineren Gebetsammlungen.'mfnnt ahn. Davin suchte sich seinen Verpflichtungen zu entzieh«*»'. I Er hat die Buehdruckerkun-t au-geübt und soll Gebetbücher für Juden hergc-ti llt haben. Juati de I.ucetia (geh. kn Toledo um 1430), Sohn Martin, lebte bis zum Tode -einer Frau* in Sevilk . dami kurze Zeit in Toledo, zog sich „Sidorello“ Es gab auch Separatabdrucke nach Mantalhan und Inijui-ition nach Rom. floh 1^81 bei der Einführung der Ifi Montalhan soll Lucena in Granada verkaufte. diesen Büchern. S) wurde z. B. die Pessachhagada .sondert ausgegeben. ...... , , i, , i. ii ’i sehr wenige Exemplare erhalten. Sie waren zum ht-brai-ehe Bücher gc« ruckt:haben, die er an <lie Juden ., r 1 insbesondere einen ..Siddur". Die liehen Gebrauch b rstimmt; sie wurden abgenutzt Buchdrucker Pedro* de Monbel und Ynygö de Burgos aufgebraucht. Unt *r den Gebetbüchern' größeren bezeugen, zwei Jahre haben. Auch Eucenas in ihrer Jugend dem lang bei Lucena gearbeitet zu Tochter Catalina gesteht (1485), Vater heim Druck 1 Hebräischer fangs sind liief die Es sind von diesen Büchern lelichotsammlungen zu nennen. aus genur täg- und Um- Die erste Ausgabe wurde schon um 1475 in Pieve «li Sicco Bücher geholfen zu haben. Von den Gebetbüchern des Davin in Avignon und Lucena in Montalban ist bisher kein Exemplar gefunden worden. Es mögtn kleine Bücher gewesen sein, die aufgebraucht wurden. Die älteste gedruc ite Gebetsammlung, die sich erhalten hat, stammt aus den Jahren- 1485. Im September hergestellt. Die Seil Ausgabe zu Grunde ten eine emere, hot des deutschen Ritus sind dieser gelegt. Sie wurden in Barco J497 wieder aufgelegt. In Jahre 1487 druckten die Soiuinaür den VersöTTnungstag bestiir; Gebetsammlung „Scder Tachnunim“ in Quartfornat, die auch großen An dang fand, da sie bald wieder aufgelegt wurde. 46 imte i