Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1934
- Issue
- Nr. 1 - Januar (Fragment) (1.1934)
- Date
- 1934-01-01
- Page
- Seite 3 (sequence 3)
- Language
- German
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darunter ersticken wollte.“Aber natürlich kann man dein Material, mit dem sieh dieser Strom füllt, dem StolL der diese Last bildet, die {tanze Herkunft des Dichters anse hen, wie mail die innersten Lebenskräfte der Zeit aus der Richtung erkennen kauf 1, die seine Krzählungskunst allgemein nimmt. K assermann hat zwölf groß«- Humane fteschnebell, fast dii‘ doppelte Zahl \on Novellen. dazu noch eine Reihe historischer Studien liiher (adiimhus. über Stanley I, iistl etiselie Intersucluingen mul in. letzden ist.; DirlRoniau ,.l);rs Gän-i-männchcn". der im Anter Zeit auch einige Selbstbekenntnisse! Äußerungen enthält Wassermanns keine kleine Schriften in der Ahg<;s«'licii \on diesen späten das gewaltig umfangreiche Werk rlei uniniltelhare Sclhstdarstellung. Aber da er ein Künstler ist. so spiegelt die Gesamtheit li sehr deutlich sein \\ esen. seiner Dichtung dop Von \\ asserm sagen, daß er, im ( legensatz zu seiner hlciiihürgerlirhen Fapiilie, Sehriftstel er wurde und sieh Knde des vorigen harten . Kämpfen in .Miinelien, im jungen Zeitschrift „Simplh-issimus"' längere Zeit in \\ ien lebte, während nur gelegentlich als Gast erschien: und daß er schließ lieh in der schönen österreichischen Landschaft Steierm irk hei Alt-Allssee. ansässig wurde wo er in groß«-r Eil samkeit den lläupttei) seiner letzti'ii Jahre zuhraghte - - und wo er nun auch starb. Die innere Knt vicklung aber geht sehr deiillich aus Jahrhunderts nach Kreise der damals durchsetzte, daß er er in Berlin imiin den llauptstüeken starker Erfolg war e und an ihm wieder sehen Werk erhebt als W assermauns se Titel Diesel Buch spielt Bild der Herzensträgheit der di 'S Zwischen dieser Roman, die durch sind, ist das Buch Erfolg hei der Los jungen lienalt• FucHs Produkt der um herrschenden ero ..Asbestseele“ liandjd liebes Wesen, das lielier Erlebnisse d<h behauptet, um ain Zukunft, zu empfa > diese Art >‘rotiseher hlcologü und in di<»|fii w ie in manchen des weiten Kunst orld lies. Schaff ps das allmählich« tischen' IV« I nach derG?■ Zirndorf nicht empfänglich sind, ilmlieh gearteten Partien 1 \\ «-rkes \on \\ uss<-rmuu die Schwäche seim*r ken. Aber (h-utlic i wir«l nun im Zuge s«ti- Zuriieklrelen des ei'o- •ms siege li. 'das clllischc. gegen «lie Suche «•litigkeit. wie sie im \\ «*sen der ...Itiilen vou Kaspar Hauser’“ schon zu finlolil \rt um fang ilcjs Kiie; uns äußert-'m Lehen ' genüge seines Vi erkes her\«ir: Sein erster in Roman „Die Juden von /'irmlorf", war «las stärkste Stück ein \ erspiel. «las im XVII. Jahr lmplcrt den Rausch und .Untergang «‘iner Judengemein l<* darstellt, deren .Mi-ssiasselnisucht sieh an den trüg«-ris[-hcn Verheißungen, des Sahatai Zew i entzündet. Als G«-«ieiistiiek zti «liesem fundamentaly jiidiieh das Buch, «las Vielen noch heute eliönste Arbeit gilt, das Buch mit dem .KasfMir Han: er oder die Trägheit des Herzens“. ■ um im deutschesten Nürnberg, es ist f die Geschieht«- des 1 «-rühmten Findlings, der als Sinnhihl «ler einsamen Mens« henseele seit einem Jahrhundert «li«- aller Völker beschäftigt. Wassermanps Erzäli-. hing hält sich ziemlich treu au die Chronik, aber sie «lurehdringt «h-n Stoff mit so leidenschaftlicher dichterischer Anteilnahme, «laß ein großes un«l ersehiitterndi-s Mensehenseele entsteht, die v«-rgebli«-h «li«- Mitmenschen wachzurufen sucht. in jüdischen inul «liesem deutschen ein Jahrzehnt voneinander getrennt erschient-ti, «las Wassermanns äußeren e|welt entschi«-«!: „Die Geschichte der “. Dieses Buch ist ein sehr typisches Jahrhundertwende iif der .Literatur •tW-lien Verstiegenheit. l.Tm eine It es sich, das heißt um ein weihj 4 Feuer immer neuer leiilenschaftch seine innere jungfräuliche .Natur Ende einen Sohn, den Menschen «ler gen. Es wir«l Viele gehen, «lie für nenfigu^ noch ga Ehe: in Ende dies f rieg« ers«-hien, und;l«-r «-ine h<-kannte Brunhergs zum Siiiithihl erlicht, behandelt m<- der Erotik .iin«l der aber, der bald nach iri«-ht dann aus allem überwiegend l’rohh .( hriilian. It ahnschaff' iska persönlichen Schicksal der l«-idi'Us«'liafllichc Drang eine?- Menschen Iervof, der die \\ eit Seel«- retten Nmellen, \\ ass« rmaiii: \\ endt-kreis" gestellt, uml duihir-h wohl seihst angeileu tet. daß si«‘ Dokiijm-ntc ein«-s t willl Eine ganz« in' den folgenden unh-r die geuu-ii; h«-s's«-rn und die eigen«- Ijeilie von Romanen und Jahren ers«-hi«-nen, hat «am«- i-herschrift ,,l)«-r n-rganges sind, «ler si«;h in seinem li iicrt-ul vollzog. Zolcl :t -ehr groß« sammenhän \«>llen«h'ten Fall Maurit In dies« Ger«-chligkc|l Thema. D« ersten Rom Romane, «li«-. durch die! 1 lauptgi-stalt zogen. uml noch einen dritten, wie wir lüircli Band Vis Abschluß t-rwarten lass«-n: „Der „Etzel And •rgpstv. Werken ist nun d«-r Kampf um die Vklar und eindeutig «las leit«-|i«l<- Kuali«- Etzel .Anrh-rgust I schon der'Held «l«-s ,ui-i und «Ir gerä auf die l-r S«iIiii de? obersten Staatsanwalt«. dal. iiii Fall M/iuritius.- aU 'pur. "dei sein \ iler. «let- Ihe rühmte ragend milv irkte, «-jnr l iisi-lfold iger Lei urteilt ist. In «lim lOjährigim Knaben' erwacht ein leiilen-«-haftli«-lier Drang nach Gerechtigkeit: er |v« heimlich, irnd mit genialer Ins Standes \ers zess«-s -ein <! eilt er es. h-stänilnis dem Krm zeug* ■i entrei Jen. sehr oft aktuelle Perspm-n iiii I Romanen \« rarlx-itct hat, hat dirscii-’Eall Mauritius aus dem Prozell Mail gevionnen. ' «lei Deutschland erregte «ind \ Jahre ipich i aufgerührt wurrl«-. i-r dam Indizieuhew -is wegen Mor«l<*s Ri-chtsaiiwal t nach lii Jalinui lassen wurde, sich alu-r bald danach «las lnTsen nahm. Allerdings 1 den Kaspar at W Hausers mit sächlicher Tri-iie uml Anspruch anwalt laSsung «les assermann auf «-in 'gültig«-* Erteil iilulrmnii men,J sondern ganz frei umgestaltet. Es ist eine heioml« ner Erzählu igskunst. wie dil-ser Selten gl.eic izeitig erzählt wird, jenem iin-in[-idigt-n 'Kronzeugen Andergast zum sprechen bringt ilt«-n im; Zuchthaus, dt-ii «ler Staatsanwalt. d«‘in Vi-rurt 'durch die Flucht seines Sohnes sicher geworden, noch einmal veranlaßt schließlich 0e Mauritius. Der pol.n, «1«' <-rs|rhicnon dann zwei korrekte Jurist liervorrfäljlt das Elternhaus seines frühreifen \ er* n jenes alten Pro- \\ assermann, der Ereignisse in seinen i|s 20 Jahre zuvor «■in Kri«-g«‘ wieder m|'ter erdrücki-mlem \ <-rnjrt<-ilt«“ Karlsruher i|iis dein Zuchthaus ent-?«‘ii Fall keineswegs wi«‘ rs virtuose Leistung sei- 'all iip Roman von zwe? näm|ich einerseits von «leii! der kleine F'tzel niid andererseits von aufgk'-sehreckt und unverli|ürt.' Der Staatsigung und Fn-ir mit «1cm Beweis 3