Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 9 - Oktober (10.1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 107 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 80% known words query
- IRI
…/6727475-6029207-6074889--3012-4869577- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Hollands von den später eingfevjanderten aschkciiasischcit luden schied, soll um der jcescliichtlichcn Wahrheit illeu nicht verschwiegen «fernen. Er, bleibt ein Letztes über-idie geistige und in 11]!cn* geistig-jüdische Entwicklung der in Holland -u-dhing gelangten spanischen und portugiesisch» i.men zu sagen übrig. Das Charakteristische die»' »icklung ist, daß auf depi Beiden dieses marran liidentums in Holland sich zwei geistige Strömlinge -chinolzen: das Leben» g e f |i h 1 der von »len ein«*.« widernatürlichen CJauberiszwungcs. befreit»i lcu. »las sich in den aus Erinnerung gespeisten ly Elegien über «las Schicki^l «Jer Arorfahr<»ii eiitlc die Sehnsucht der ilifem Volke und Glauben gewaltsam Entfremdeten sich «liesetn durch engsl kniipfung mit seinen Kulturgijtehi neu hnd l»e*< »_iig zu nähern, ein Strehim. das in eifrigstem Sl »h-r C-borliefcrungen des Judentums und peinjichst gion>jg«*selzt*s einen Au Dakid \henatar Mel! liciud Jessuruns Dichtun jen jaus der 1. Half 17. Jahrhunderts verschmilzt «lap Formgefiihl <*ine entwickelten spanischen ui d portugiesischen Die ■mit der Kraft jüdischen Krlepnisscs zu »licht«* \usdruck. «1er Werke von bleibender Be«leutung feil hat. In Männern w ie Manass«id>en Israel. Saul M und Isaak Ahoah <le Eonse *a andererseits wird <1 ditionsliteratiir des judentuins njiit großer Kraft 1« Je mehr «lie nach Holland gelangten Marranen l dieson-?ur Anii Marr Eibischen ■n ver- «*ss«*ln 1 Se»*- rischen null einst »ler Vorschriften «les Bell fand. In Jakoh Belmontes. r aller äußeren Widerstände, «lie'ihrer völlig«*ii Ein rung in die Geisteswelt der jUnigjehung zunächst cnl standen und erst allmählic -cliluß an «las geistige Lehen desto mehr begannen sie al den g«*istig«*n Bewegungen ili fand« i überwunden wurde ih^er neuen Heimat eri^ings auch bald, si rerlZeit zu heschäfligen aus«“iiianderziisetz<*ii. Uriel il\\closta und Barucli Spinoz Itki e \ <*rimler« iiditiiii er Hutisdruek 0« und «* »l«*s liocln linst schein schafirtcira Trandig. trotz gli«*d<- gegen- \niii. h mit unil - I. sind die bekanntesten E\poneiit'eii' «lic»;r geistigen Entwicklung im holländischen Judentum des 17. Jahrhunderts. Ihr jüdischss Schicksal ist charakteristisch fiir »lie geistige Haltung <l«*s aus d»*ni Mjirraiientuni p> rcnäischcn Halhins»*l nach Holland Judentum ztiriickg« kehrten jüdischen scits und fiir «las geistige Freiheitsstreben, «las in Einzel- «ler gelangten,! zum Menschen .einerneu, Vi enig«*n dies« r Menschen, als ini gcg(*n »lie Krsetzun«: de* Zwang«** »ler. Hi Zwang «ler Synagoge lehemlig wurde, Seit«-. Lehnten sie sich - und von dem geistigen E'reiheitsanspruche «les üherdurchschliittlielieit Individuums her ges«*h«*n, mit Recht — gegen »li«? Einschnürung de« Geistes in «li«* Fesseln der t"herlieferu ig auf, so halt«* aiuler«*rs<*its,.<lie Ge ueiuschaft <}eii-richtigen Instidkt dafür, das letzte in lividttelle 'Freiheit«)echt geraile im itinktiver Draiiü igehe durch «len luf der andern «reis«* «lerer. G«nn'iiis(*haft verhiri-n hatten, zur A II m fite. Die Zeit für den Ausgleich anspniches des Inilixidiiiims mit den Sprüchen «ler Gemeinschaft war noch «lie bereits ‘einmal «lie Bindung an «lie tjiiflösiing führen de* Freiheit.«- berechtigten Anliiclit gekointneii. So verlor'das holländische Ju«h*ntum’uni der immaiu'p teil Gesetze seiner! eigenen , Entwicklung - w ill«*n sein lieiilen erj«*senst«*n Geister im 17. Jalirlilindert, schied si« M-Ihst aus sich ami, und glaubte es um'der eigenen Erhaltung willen turt zu müssen. Das Bucht hier Gemeinschaft ti«*f«te Wahrheit «ler Diasjiarägcsciiichte «1« Judentum*! liiüßti* höher Stehen a 1s das K«*cht «le* ■f lii<Ii\ idiiiitns. iiier Grimdlagen Das holländis« lie Judentum hat dir*«* ewige Wahr*. h«*it bereits in der im 17. Jahrhundert «lein, was es in «I« i richtungsgehend fiir die unser«»! Zeit der Schaffung »ei t erkannt und ist <1 «mit und mit all r Zeit seiiu's -7\ufhai is -geschaffen hat, pitich fiir and«*re Zeiten g«*.wes«*n. Auch Itali Voll ( Die Geschichte der Jbdcu in Italien stellte zu jeder .Zeit ein Miniaturhild «ler allgemeinen jüdisch« n Ge-1 schichte dar. Jedtis Ereignis, «lai anderswo sich in größerem Maßstabe abspielte, faml lort 1 sein Gegenstück im Kleinen. Das erging so nicht nur in «ler Spliär^ jüdischer Leistung, sondern auch in «ler jüdischen Lj?i«lens. Die Marranen Spaniens latten ihr (Gegenstück ln den Neopliyten von Apulien, «ie-na^h ihrer gewaltsamen Bekehrung gegen Ende des «.rejze^mten Jahrhunderts Hunderte von Jahren lang ihie geiejtige Eigenart bewährtem deren' Spuren sich sogar r oeh heute bemerkbar ni achen. ien iccil Roth, London. Die Iii<|uisitiuii einen Stützpunkt mit jüdischen Opi gewöhnliches. Auch die Jug> Leides un«l «ler V Vertreibung keimen verwirreml«; Mannj Vielstaaterei eine allgemeinen Dinge cgründctc »«ich r i uf fler Insel Sizilile i Ilern waren auch in eil Italien» lenitdn epfolguiig, nicht selljen Wie in Peutspl gfaltigkeit «ler Vetfn lomogene ’olitik in] a ganz unmöglich'.. uiisehem Muster i, und Autodaf«'*.* aiien nichts Unit alle, Gratle «les auch die völlige Ja-nd maclite die ssiuigcn, uml die jüdischen wie in infolgedessen gibt 107