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Der Orden Bne Briss · 1933-10-01 · Nr. 9 - Oktober (10.1933) · p. Seite 103

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 9 - Oktober (10.1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 103 (sequence 11)
Language
German
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Max dem polnischen Kinige jSiegismund I. seinen Hofagenten Abraham, den b ö h m i s c h e n J 11 d der mit seinen GlaubenigenoWn sein Vaterland verlassen „muß“. Ein ander Mal — 151" — nimrrt König Ncgismund I. Hab und Gut jder vertriebenen Isehcchiolien Juden, die noch in Böhmen weilen, in seinen "eliutz und warnt den Kanzler der tschecbisebe 1 Krone \ur der Verfolgung dieser Flüchtlinge, „die nach Pole'n ziehen“. Ein'besondere]' königlich-polnischer Erlaß bezieht sieb auf die aus l^eitmeritz vertriebenen Juden, denen Siegismund naeh Polen einzuwandern erlaulit. \ m 6. Februar und 31. Oktober 1518 erteilt derselbe König Spezialpässe dem Juden Joseph und seinen zwei ■'ölinen aus Komotau, w e au di den Juden I.aziriis m|d Jakob aus Böhmen. j II. Diese deutschen, tschechischen Einwanderer brin außer flüssigen Kapitalien u ld kaufniänniselier Erfali ruiig auch Kulturwerte pach |)oluiscben J udeugemein jlcn Polen, die den an.-ässigen eine neue Färhu ng verleihen. Diese Kulturwerte lüsseu sich in folge ule drei cvcrwaltung und I .•rieht» die bis -»f (11^;. ihr Am ausüben. Ileinrifh IV, ja sogar auf Lud» ig di n Frommen (827) auri ckreidien. liefert den Beweii Kiiltureleniente, w mithraclitcn. Die Genieiiub Mauer, innerhalb S yn a g o g e um Stil und KinJ \<>n ihrer llcrkui .1 udengeineinden Krakau wird duic •r nur die äußere iwej, Zentren: in Verfassung bildet ab derer das Leben in Haus pulsiert, ichtung der Synagoge in Polen zeugen t. Die Wanderung der Juden und on Mainz nach Kegcnsburg, Präg und h die Gotik ihrer. 'S' Zeit wir nicht 1: lew am Dniepr, v Stadt mit viele gen Gfiippcu einreihen: Gemeint!« wesen, Kultus, Kultur, J*ri\ajtleben, Schule. Ery.ichmu ‘•praehe. Es würde zu weit fiil reu. eine jede (Gruppe urr ausführlich zu behandeln. Es isei auf'einen Aufsatz de« \ erfassers auf dem VII. illwdltlieben Ristorikcikongrcß vom 23. 8. 1933 verwiese l1).] Es mag bemerkt weiden,! daß die Ein" anderer -ich iu ihren neuen W ohnsita eil hiebt immer (br (Iberberr- -ebaft ihrer ansässigen [ilapbensgenosseti unterwerfen wollten und hic und da eine^i langjährigen Kampf um die jurisdiktioneile und kuljturclic Hegemonie begannen. So dauerte dieser Kani|jf in Krakau volle 10 Jahre ■i 1509—1319) und mußte ör^t vom König geschlichtet werden. Die Einwanderung der 1542 aus Prag vertriebenen Jiidengeincinde ließ den! Streit wieder aiifb'ben. Die sogenannten Geiteraiprivilegien der pclnisebeii ludenscbaft basieren anf eiijer Urkunde des Herzog» iSpleslaus Pius von Kali ich, j die den großpoliiischc» Jiulen 1264 verlieben wurdei):). Den äußeren Kähmen der jüdischen Genu indeverla»sung in Polen bildet « ie sogenannte magdehurgisehe• •Verfassung polnischer S(ädt< lauf deutsidiem Keeht). Der Inhalt dieser \ erfassipig leicht weit bis zu di n „Kou- -titutionen“ (Takkanot.) Iler alten rheinischen Gemein* len aus dem'12. und 13. lalithundert zurück. Der \ ergleich der Krakauer Geineiiilestatiite» aus dem Jahre 1595 mit den Beschlüssen der oben erwähnten rlieini» .»elieir Judentage, wie aueli mjt der Verfassung <!er deut- »ehen Judengemeinden im | ausgehenden Mi teialter. ') Der Cang der jüdischen K iillu^etemenle vom Ithein >i$ nn ilie Weichsel und an den Dnienr. I.aj Pologne an \II. (.on; res Itiier- »alional des Sciences hist. Bd. tU VHersowi 1933. . *) Dieses Privileg bildet eine, wörfliche Copie der von Fi iedricli H. on Jahre 1244 den VI jener Juden'verliehenen hrciheileu und in den letzteren fanden Rechtshii toriker wie Stobjie^mid Scicrer^Klemente aus den alten Privilegien, für den Ursprung'und den Vi ert der dehe die deutscheif luden naeh Polen jiet: den Abschluß einer anderen W at dergruppe, deren timmen können, fin len wir in Molii- •iue.alte gotische \uf einem der o in der Synagoge Türmen gemalt ist. I iirme lesen w irj die Aufschrift : W irrn eisa, d. i. W orms. Ähnlich wi polnischen Synagc Desselben L’rspijun im jüdischen ijm Bau finden w ir a ich'im Ritus der ge ihren asehkenaiisehen Ursprung, gs sind die meisten Sitten um! Bräuche iise. Auf den K e I u h o t I Heirats- \ertrüge) in Polen finden wir noch heute die Berner- | kimg. ..daß all il* niageu ..S e Ifi u -i u w urde”. Das wichtjgsti Einw anderer nach w e s e n . das eleiti Die Verpflanzt möglich gewusen. \\ anderung i|ie dt mitgenommeh und (Ihne Zweifel w arty des \V. ui ul \ \ I \\ ahrung der deut;o geschehen, wie es m” iSpeier, Worms; Kultiireienieiit,-weit1 ics die deutsche^ Polen mithraehten, war das-S ,e h u 1- Utare, wie d,is mittlere und hohe, s mg des Seil ul wesenS wäre aber unhätteü die deutschen Juden auf di> utselie I jüd.-deutsch sie in ihrer neuen Jahrhunderts, die tsehen Sprache gege Teil der Stalltlievü kerung war deutsch \mtsspraehu der Magistrate, der Sehule. die Kirchen predigt. \jich die altansässigen Juden waren zumeist deutscher Herkunft. Kein Wunder aUo. daß auch die hier wie zu Hause fi Vnkömmliuge sieh dem sie festen Fuß entwickeln konntet GegenI Ende des Jahrhunderts, *w rillig neuer westlii und das Djeutschtii gemeinden in den nagogen bezeichnt deil ÜomeinlUainzi "besohl osi*l Sprache nicht Heimat behalten. l in Polen, wenigstens um die W e»dt Bedingungen zur k*ii: ein großer 'deutsch war die ihlten und. Machgefaßt, ihre Kultur»’erte pflegen und her Elemente fast n in den polnischen beginnt siHi das jiidiseh-deiitsehe Idiom der polnischen Glietli \ofn deutschen lrrstunun zu, enl fernen. Das ge in der Zeit,, in der die rqpide K ii e kw a n <1 e r u n g der polnischen Juden i acli Deutschland beginnt. Bis dahin bildeten alle Juden vom Rhein hi» an den Dniepr, vt ir Strußlnirg bis Smolensk, eine ein heitlielie Kultiirgn ppe und'dies-ermöglichte1 den Rückwanderern naeh d?m Jahre 14>48 das Einleben in die deutschen Gemeinden und das Bildet neuer Judendeutscheu Städten. Xur dank dieser Gelehrte ftaljbi- Rhein und Main' erlangen und umgekehrt deutsche 'Rabbiner" in Polen. einheitlichen Kultur konnten polnische »erstellen in Mährni, an der Elbe, am a die' F.inwaiidelänzlirh aufhört, Städten erlischt. 103

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