Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 9 - Oktober (10.1933)
- Date
- 1933-10-01
- Page
- Seite 99 (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
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der M-ischna, d. i. dir mehr. In Schule und inauguriert«; Auslegun liehe Ergänzungen formgerecht|er Schlui II sollten, immer weite (Grundlage wirken m; Schüler oder Nachkp: Sakkai, Gamaliel II, Jabne, «lern neuen Mi waltung, schreitet d giums und des Synh die wehrlose Nation setzes aufs kräftigste führt! mehr, zur Geltung, ilie christliche Sekte I . Deuterothora“, häuft sich in^nfer Gesetzgebung findet «lie von E|illel gsmelhode, «lerzufolge offcmjirhter Thora Vorschrift cn den Söliein folgefungen aus diesen gewinnen rgehende Anwendung. Auf dieser ue Volksführer aus «1er Mitte der mmen des Hilhd: Jochanan heu Rabbi Akiba und viele andere. In ttelpunkte der jüdischen Selbstvere Aifbeit «|es Gesetzeslehrerkolleedrion rastlos fort, darauf ahzielend. ■ inls alt •mit dem ehernen Panzer des Oczu schützen. I Nach dem Aufsl ande des Bjar Kocliba gelangt «las System der Nomokratie zu seinejn vollen Triumph] Di<* weitestgehende inneie Autonom je, soweit diese hei der >ar ist, politischen Abhängigkeit überhaupt erreichbar isf, soll das Ziel all deines Strebens seiij! —, dies war «lasl erste stem zugrunde lag. Das zweite G«*- bot war -aber: Widerstrebe allefm, was zur Vcrsclimelzung mit den umgebenden Völkern oder zur Assimilation Das Prinzip der Selbstansperrung kommt immer Besonders £ alt es dubei, sich urgeu dieses jiidisch-hellenistische G«*- miscli, abzuscliließenl das seinem ganzen Vi esen nach dem nationalen Priijzip feindlich gegenüherstamj. So wird-der Zaun des Gesetzes, der Israel von den Völkern trennt, immer Geist«; nach f ganz umringt. Arme«-, der cli Die Formen immer mehr und des Tale ah«‘r das Pringi unstatthaft zu nötig oder wa «'s in Zucht hä Vorschriften, tierung der I.ehiMispfade < einzig und a der zerstreute damit ein J eigenen L«*ben vermöge. Es die Soldaten « verteilten Arni Im g«‘sa mten ( unter allt'ii II einheitliche o Artikeln ihres Sic ist auf A bewahrt ihr i artiger Elemei ihr Recht auf Er die höher und höher icmden oder gar fei verwandelt sijeh die Zucht und das Reg lieser Reglementier ai u nschwellemlen Gesetz S auf minutiöses p der militärischen fragen, wozu das i|utu t;s vorhindlieh Alle diese■’unzäl iese ganze reichlich hensweise, - «lie -je«l es Juden im voraus in «larauf abgestellt. Nation strenge Uni seiii«*n Stammes! sführung stets un«l ist dies' gleichsam iner in einem weit ee einander auf den «‘biete Palästinas ij sscnmid Stämmen, •ganisiertc geistige .Militärreglements stii wehr, nicht aber anf pnores l.elien vor d : sie kämpft um i freie,, eigengese.tzliclie i «le i)n< ‘ t te: l Nach dein großen geschichl [ Von Adolf Kober, K«">ln. Hegel hat den Grundsatz aufgestellt: Ein \ olk könne nicht zweimal in der Geschieht^ Epoche machen, j,Welthistorisch kann ein Volk nur leinmal das herrschende sein, weil ihm im Prezeß des Geistes nur ein Geschäft übertragen werden kann.“ Bezüglich des Judentums hat Oswald Spengler geäu Bert, daß cjs für dasselbe seit Jjehuda Halevi keine Geschichte gibt. Dem gegenüber hat Nachman Krochmal, wohl] der erste originelle jüdische Denker der Neuzeit, betont, daß | das jüdische .Volk den Kreislauf der menschlichen Geschichte — Aufstieg. Blüte, Verfall — nicht einmal, sondern l.ietlerliolt durchlaufen habe. Damit ist für ihn die L'nvergänglichkeit Israels außer Frage. enn aber nach Ranke «lie Zeiten eben daran aufeinar derfolgen, damit, in allen geschehe, was in kein;r einzelnen möglich ist, damit die ganze Fülle des dem menschli« heil Geschlecht«* von der. (Gottheit eingehauchti:n geistigen Lebens in der Reihe «ler Jahrhunderte zutage trete, so entsteht die Irage, warum in allen Stad en der (reschichte schwer«] Katastrophen über das jüdische Vtlk immer wieder liereinbrechen. Sein Schi«J sal erscheint daher auch I christliciien Denkern vielleicht das erschütterndste Drama «ler getürmt. Von ihrem ndaeli'gen Elementen atiö /in eine geistige; ment über alles geht. ■' ing /«vcrden^ in der I tgebung «1er Mischnaj ] ausgearbeitet. Wol Zucht, gilt, da ist es eine oder das ändert! istt. Es ist nötig,' weil i ’igen religiös-rituellen verzweigte- Keglemeijeii Schritt auf «lei^i bestimmt, r—si«> sinf«I dem ganzen Ia*b«fn ormität zu verleih«!», irnder an der i^im iilierall zu erkentlen li£ Uniform, an (der iiusge<lehlit<‘li Geländeersten Blick erkenfirnr der Diaspora, mjtten lilden die Juden/eine Jleeresmacbt, «liij «len engstens Folge leistet. Angriff b«*dacljt; sie Eindringen Bremdre Indrvidiuilitiit, um Kntwicklungr em ili fliehen Katastrophen in Deütschlan demgegenüber -.alles, en unter den Heiden (M.. J. Schleiden). als „eine den Ver- \\ rltgescbicbt« (J. Döllinger) und was wir vom Martyrium «ler. Christ.c wirklich wissen, fast wie Kinderspiel4' Der Reclitshisloriker Stobb'e betrachtet es I schauerliche und undankbare-Aufgabe «lurer lauf von Jahr milderten «lie-Zeugnisse zu sammeln für die Unduldsamkeit, Barbarei, Gewinnsucht und1' «len Aberglauben «ler Herrscher und «tys Volks.!..“ uful betont, „Deutschland stellt in dieser Beziehung nicht niedriger als «lie übrigen cliristlichgn Ländiir, aber auch nicht über ihnen“. Bis in da: 11, Jahrhundert hinein sidd die Juden Deutsclilaiids, die seit «h*n Römerfeeiten daselbst nacherschont geblieben: aber vom Ende des 11. Jahrhunderts bis zum Beginn «les 18. Ja lrhunderts gibt es kaum ein Jalirzeluit, in dem nicht ha «1 im Westen, bald im Sji«len, bald im Nonien, bald im Osten Deutschlands eine Verfolgung '• . J I oder Austreibung stattgefumlen bät e. We«ler diese noch die unsinnigen Beschuldigungen, wie Blijitbeschuhligung, Hostiensclländi ing, Brunnenvergiftung saelie der Kat »Strophen angegeben w« a., die als Urrden, um nach- « 99