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Der Orden Bne Briss · 1933-10-01 · Nr. 9 - Oktober (10.1933) · p. Seite 97

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 9 - Oktober (10.1933)
Date
1933-10-01
Page
Seite 97 (sequence 5)
Language
German
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1 L Und wieder war es die babylolnisclie Gola, die einen neuen Anstoß zu klargericlitejter Zukunftsformung brachte. Dort liatte «ler exilisclie Drang der Selbstbehauptung^ inzwischen ztj immer ischärfercr Ausprägung iles priestergesetzlicben Jud«'iitun|s im Sinne Jeelieskels geführt. Daß diesem baibylonisc|ien Judentum, das indessen. wirtschaftlich und politisch erstarkt war. die Fihtwieklung in Judaea ein Greuel War, ist begreiflich. So unternahmen im! Auftrag der Gola kurz nach* einander zw«fi fromme Männer, ^£sra und .\ehemia, ge- •tiitzt auf weitgehende Vollmachten des persischen Großkönigs den Versuch, die Juden Palästina« nach den Idealen des babylonischen FTxils neu zu organisieren (läS und 444). Sie formten ior allem das Volk als religiöse Gemeinschaft und verpflichtete!) diese auf das Gesetz Mose'sr. wer sich nicht unterwarf, gehörte nicht zum Volke Israel. Der Priester Jpcheskel kam hundert Jahre nach seinem Tode zu einem vollen Siege. Weiter aber isolierten Ksra und .Nehenua in unerbittlicher Konsequenz das Gottcsvolk von den umwohnenden Völkern.' indem sie sclujiiungslos alle Klicn zwiden-Palästinas auflösten und die *r will, mag es bedauern, daß tarkcu jVolkes Israel, das noch immer Palästina von I)i n bis Beerscba bevölkerte, eine schwache und unduldsa ne Genjieinde trat, die sich atll * ii ächste gen, daß '! ■ f lieh überwunden, 1er Bestand des Volkes gesichert, indem durch das Verbot der Mischehe-die Fortpflanzung der außerordentlichen Kigenjsrhafteji dieses Völkchens verbürgt war. Beneis dafür ist,.daß Jlles, wtis.sieh damals dem harten Gesetz n’i*ht iintcrjvorfcn hat, dem geschichtlichen Teile verfallen i^t.' | Hat es gelohnt? W’ofiij* lebte «I is jüdische Volk weiter? Fiir verl nücherten Forinelkr un? illen wirkten die Kralle weiter, die «las \ ein. Im sti geistig«* Gehen Is-aols auf dem Boden Palästinas vor dem Kvil geformt •ehende Finfliiß iI t Gola «ler Aiishilihing einer Gesetzesreligiim günstig g< Kin IInI.* mehr im gt'setzliehkeit ein /weiliuiulcrtfiinfzi hatten. War bis \e icniia der-liebervwesen, so trat in di 1 mehr zurück gegenüber der Kigeur bodenständigen I ■I Jahre versinkt die Geschichte des eines langsamen und neuen Gcmeinvvcicns ins Dunkel miilisameii Werdens: und als sie darai s emportaiicht, i.-t die Rolle der babylonischen Gola auagespielt, währ«‘iul r Folgezeit dieser ntw leklung. -Fiir sehen Juden und Xielitj Samarier abstießen. W so an die Stelle eines Jerusalem und seine W er will, mag es bekla Propheten-Ideale. eine e lgberziie Gesetzesreligion »getrf teil sei. der Elrkeniitnis späterer Jaliir- Tagen her gesehen, bat sich «Ij'r ieser Reformer als genial rieh I.etzten Faules, ym hunderte bis zu unseren schmerzhafte Füngriff tig, notwendig, erfolgreich erWiesen. Das \ ofk Israel konnte sich nur in die geistiges Gut in voller Gehens machte. Die K Professor Simo i führimgen zur Verfiigui Die Der national-politis war mit de.m Untergang nal-gcistige entbrannte ler politischen F’reihei hen verstanden batten, in Palästina ein mit quellendem i«t, der der mäclitigen Welt des Hellenismus siegreich zu widerstehen v ‘rmöclit hat. Umgebung beschränkte, an die Stelle weltweiter war in Wahrheit dieses Großen, i crhaltinig zimäc liehkeit die eige von nationalen und geistigen Kräften .eben gefüllter (Mgapiismus entstanden ■vj’ic Zukunft retten, indem es sein Reinheit zur Richtschnur des tastroplie von öHO war erst wirk- ,.1'uter der harten Schale «Ids Gesetzes quoll im Stillen w ieder die süße ''nicht/ einer wahren Frömmigkeit und Neue Bund” zwischen G«itt und Volk, len Jeremia in di:* Herzen g«*sclu"iehen hatte lTU, 211/301, geschlossen worden. Die, Gedanken n Hingen des Volkes um die Selbstst scheinbar -verloren, sind, in W irkltlicli lehenserhalteiiden und zukunftgestaltenden geblieben. Indem das j idisohe \ olk nach der Tempelzerstörinig. im.FTxil und nach dem Flxil, den W eg zur eigenen beide W ege, bis und des Jeremia I) ti hii o vv stellt uns aus seiner W eltgesehiehte d . ■ i , Umwandlung in eine geistige Nation Art zuriicksüchtc, fand und ^jing es heiifi Täji jüdischen \ olkes Xaili der Zerstörung des zweiten Temjels. jedoch he Kampf des jüdischen \ olkc« Jerusjalems zu Faule, der liajiovon neuem. Die F.ifeirCr die für ihr Vaterland zu sferwarei^ niedergerungen; an ihre führte sein W erl gleichsam in Flappen; indem es dem jüdischen Volki ■” ** * \ i. iuiuivii **■ ' r* r- | . . t > r Stelle traten jetzt Eiferer der! geistigen Freiheit, die für der römischen K liser geltendes Gandgehicl. Das jüdische ■len, so ließen,sie deiiiiocl.i Restauration. Das tra| lischt* sie neu beleben vvolltciv, die flie ie Veränderten \ erhültnisse ^inihre Nation leben und nationale Fngenart an zu passen suchten. Wie grauenvoll di» so \ cHiültnisse auch s»*in mojehfollti* »*rst späte nur nach -und na« sonst einer Nation Rückhalt gewährt, raubte die Jiuh'ii ihr«*s Staates, Ii« I leimal. « in all« rdings. g«‘schmäh*rU> «len <l«*s J«*cbeskel Ii«- folgenden All« i das, nahm, was Das Schicksal bci ihnen *aj><‘r ihre mul als Domäne Volk war jetzt in seinem palästinensi los. nicht aber Jandlos geworden: «. iehcii Kern Staaten- * ie Heimatlosigkeit kommen. Das \ oi k büßte Jerusalem Raum für eine teilwiiis** geschichtliche F'atuni vjdl-* ein. schuf sich uhcr'statjt «k'ssen ein Zentrum auf hei mailichem Boilen, in 'Tempels verlost g, ersetzte ihn .ab«.*r kleineri's geistiges Jahn«-: «*s ging des ditn'h Stätt«*ir «l<-r i 97

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