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Der Orden Bne Briss · 1933-09-01 · Nr. 8 - September (9.1933) · p. Seite 90

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 8 - September (9.1933)
Date
1933-09-01
Page
Seite 90 (sequence 6)
Language
German
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namen bedeutender jüdischer Persönlichkeiten anzufügen. — Tätigkeitsberichte der transsylvanischen-Logen vervollständigen das Heft. B'nai B'rith. Monatsblätter der Großloge für den cechoslovakischen Staat 1933 Nr. 6. Das neue Jahrbuch der historischen Gesellschaft, das Ernst Rychnovsky bespricht, bringt uns anschauliche Aufsätze zur Geschichte der böhmischen Juden. Wir gewinneil-'' gleichfalls Einblick in die Vergangenheit durch die Mitteilungen. von Leopold Ehrmann über jüdische Denkmäler in der - Cechoslovakei (Publikation des Obersten Rates) und durch die Darstellung tob Ludwig Singer, betitelt: im Kampf um das Recht. Hamenora. XI. Jahrgang, Aprilt Mai, Juni 1933, Nr. 4-5-6. Das letzte Dreimonatsheft der Hgmenora brin gt u. a. Mitteilungen über jüdische Persönlichkeiten b::w. Geschehnisse im Verlaufe der türkischen Geschichte aus der Feder von Professor Abraham Galante, ferner Ausführungen über die Gründung der bulgarischen. Großloge, eiine Ansprache des Großpräsidenten Menahemoff anläßlich per Einsetzung des Generalkomitees der Bulgarischen ßroßloge durch den Großpräsident Br. Niego, weiterhin Mitteilungen über die Konstantinopeler Loge und die Kultstatujten des Italienischen Judentums. j Kurze Übersicht In der zweiten Augusthälfte. fand in Pra,g unter dem Vorsitz Nahum Sokolows der 18. Zionistenkongreß statt, an dem die deutschen Zionisten nicht teilnabmen. Die Versammlung wurde mit einer Trauerkundgebung für den in Palästina ermordeten Dr. Arlosoroff eröffnet. Professor Brodetsky-London legte die politische Situation der Gegenwart^ dar; dann wurden alle Emigratians- und Siedlungsfragen eingehend erörtert und die Palästina-Politik Englands sowie die Einseitigkeit des French-Berichts kritisiert. Die ungeheure seelische und materielle Not der Juden in den östlichen Ländern und vor allem in Deutschländ wurde aufgerollt und Einspruch erhoben gegen die insbesondere von dem Machwerk: „Die Weisen von Zion" ausgehenden Verleumdungen. In einer Resplution wurde — freivon irgendwelchen feindseligen Gefühlen wider das deutsche Volk — gegen die Entrechtung der deutschen Juden Stellung genommen. Es wurde festgestellt, daß für Tausende Juden, denen jede Existenzgrundlage eützogen sei, nur organisierte Auswanderung übrig bliebe. Über die landwirtschaftliche Ansiedlung junger deutscher Juden in Palästina referierte Dr. Ruppin. — Ein von der revisionistischen Minderheit eingebrachter Boykott-Antrag gegen Deutschland wurde mit überwältigender Mehrheit abgelehnt. * Im Haag verstarb 89 jährig Aug. Belinfante, eine jüdische Persönlichkeit großen Formats; der Verstorbene war Präsident des sephardischen Gemeindeblindes Hollands und früher Staatssekretär' im holländischen Innenministerium. I * In Frankfurt a. M. feierte die Baronin'Adelheid von Rothschild, die (^attin Edmond de Rothschild, ihren 80. Geburtstag. Nur wenige Zeitungen gedachten der Jubilarin, ihrer außerordeptlichen charitativen Tätigkeit und ihres großzügigen Mäzenatentums, dem die StaJt Frankfurt viele hervorragende Kunstwerke verdankt.' * Nach der neuen amtlichen Statistik der Tschechoslowakei hat die jüdische Bevölkerungsgruppe dieses Landes einen stärkeren Geburtenrückgang als' die übrigen Gruppen. * Der japanische Minister des Äußeren nahm öffentlich gegen den Antisemitismus Stellung. * Auch in Österreich kam es zu einer — zwar nicht ge-' setzlich' -fixierten, aber in "der Verwaltungspraxis durchgeführten — weitgehenden Ausschaltung jüdischer Ärzte. * „Der Verein selbständiger jüdischer Handwerker Dortmunds14 wurde verboten. Die Frequenz der Hebräischen Universität in Jerusalem stieg im letzten Halbjahr um etwa 30 Prozent; verschiedene Institute mußten erweitert werden. * . j Der Erziehungsausschuß bei der Reichsvertfetuhg der jüdischen Landesverbände trat am 9. August zusammen, um die Gründung neuer jüdischer Schulen in die Wege zuileiten. Die Deutsche Juristische Wochenschrift beschloß,! nichtarische juristische Schriftsteller auszuschalten, von ihnen keine Beiträge mehr zu bringen und ihre Werke weper zu beprechen noch im Inseratenteil aufzuuehmen. * In einer Massenversammlung der Deutschamerikaper in Detroit wurde das in Deutschland herrschende Rassenprinzip abgelehnt und energisch verurteilt'. so Mit Erlaubnis des holländischen Unterrichtsmiu: wurde die Errichtung einer jüdischen Schule mit deu Unterrichtssprache für die Kinder der nach Holland siedelten deutschen Juden im Haag beschlossen. isters scher überhat In London stafb 64 jährig der große jüdische „ des Ghetto*4 Leopold Pilichowski. In vielen Gemäldi Europas größte Galerien besitzen Bilder von ihm — Künstler jüdisches Leben und Leid zu ergreifender Stellung gebracht. Er war der Sohn einet armen, os sehen Handwerkers und konnte sich erst nach einer schw< Jugend zu seiner Bedeutung emporringen. < Haler Der bekannte Orientalist Br. Professor Pr. J. Sc leftelowitz von der Kölner Universität erhielt einen Ruf a|n die Universität Oxford. * Die ausgezeichnete deutsch-jüdische Romanschrifti teile rin und Novellistin Leonie Meyerhof-Hildeck starb fünlundsiebzigjährig in Frankfurt a. M. Ihr erster großer Raman „Töchter der Zeit“ erhielt einst den Preis des Verb, indes deutscher Erzähler. * Dem Leiter des Berliner-1 Krebsforschungsinstituts Professor Dr. Ferdinand Blumenthal, der sein Amt in I erlin niederlegen mußte, wurde von der jugoslavischen Regierung »ein ordentlicher Lehrstuhl an der Belgrader Universität und eine Forschungsstätte eingerichtet. Auch der Kölner Staatsrechtslehrer Kelsen, der Berliner Nationalökonom erer und 3 andere jüdische Gelehrte erhielten Ordinariate an dieser Universität. der Dar- 1 jüdieren 90

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