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Der Orden Bne Briss · 1933-09-01 · Nr. 8 - September (9.1933) · p. Seite 91

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 8 - September (9.1933)
Date
1933-09-01
Page
Seite 91 (sequence 7)
Language
German
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Zeit seiner Vollendung in welchem Umfang Böcherschau Ein neuer Bund fys .Großen Brockhaus*, XV. 792 Seiten; in (ranz einen RM 23,40, bei Rückgabe eines alten Lexikons nach den festgesetzten Bedingungen RM 21,15. Mit Erscheinen des 15. Bandes (Pos—Rob) — drei Viertel des Gesamtwerkes — geht diese* große Lexikon in kurzer entgegen. Von neuem Fra gen {des täglichen Lebens ihre Beantwortung finden. S> wurde» wir z. B. mit dom gesamten Postwesen von seinen frühesten Anfängen bis in die neuesten, technisch verrollkommensten Einrichtungen an Hand von charakteristischen Abbildungen^ bekannt|;emacht. In der Politik finden die neuesten Vorgänge ihren in den Aufzeichnungen. In bildlichen und Darstellungen wird dsjs Interesse für Dinge, als Beispiel: etc. — wachgerufen. wie Puccini, Ranke spuren wir, zionistischen zur Gegender zionisti- Niederschlag erläuternden enschaftliche Pr itoZoen, Psychologie, Psychotechnik (-roßen in Kunst und Wissenschaft, erst heilen vor uns in Bild und Wort. Über Städte und Liindei w Irden wir durch Beschreibungen und farbige Pläne-unten ich)et. Gute Orientierungsmöglichkeit bietet Bereicherung auf allen Gebieten des Wissens. * j Der Zionismus und Iseiii Werk. Von Dr. Georg Herlitz, Berlin 19313. [nnjerhalb der Schriftenreihe der Jüdischen Rundschau schildert der Verfasser in knappster Form (21 Seiten) di; Geschichte der Organisation vom «raten Zionistenkongreß bis wart. Im Anschlult daran wird der Aufbau sehen Organisation und der Jewish Agency gegeben, die Leistungen der zionistischen Organisation gewürdigt, die als direkte (Kolonisationswerk, Einwanderung, Gesundheitswesen el:c.) und {indirekte Leistungen (Diaspora- Arbeit) bezeichnet werd« n. j Die Kennzeichnung der Zionistischen Vereinigung für Deutschland schließt das kleine Werk ab. I | Nachtwache. Gedichte von Ludwig Strauß.i Erschienen im Deutschen Buch-Club, Hamburg. I 'Man braucht diesem bekannten Dichter nicht abermals seinen Wert als Lyriker :u [bestätigen. Dennoch ist es notwendig, aufdieses Werk mi) besonderem Nachdruck hinzuweisen, da es als Samnulb|nd die wertvollsten Verse des Dichters enthält. Der Titel! des Bandes mit seiner Erinnerung an Rembrandts Gern ilde kennzeichnet die Besonderheit dieser dichterischen Persönlichkeit, die Goethes Forderung, ein Gedicht müsse , dunk<!lhjelleu wirken, d. h. lußer seiner allgemeinen Verständlichkeit noch einen mystischen Geheimnisreiz wahren, nicht nur bejgrtff, sondern auch schöpferisch erfüllte. Vielleicht dürfte eg manchem Leser dieser Zeilen allzu verwegen ers«heinei, {Ludwig Strauß mi: Goethe in Zusammenhang zu bringen, {aber das reine Naturgefühl des Dichters sowie seine Empfindung für ebenso lautere Sprach werte rechtfertigen die Bshiuptung, daß der Dichter trotz ganz persönlicher Rliythm k auf den Spuren Go;thes erfolgreich wandelte. Auch er vird von Gefühl un drängt, auch er kennt die Vcftwendigkeit reiner S cheidungen, daher werden seine' Lieder bicht durch GedanlJichkeit be^ lastet, wirken seine Sprüchjs und Widmungen wie Zwitter von Seide nn 1 Geist, sondern wie Erkenntnisse oder geistige Erlebnisse. Die folgenden Z,eilen aus dem Endspruch: Nur was Ihi i innen hast. Wird von Vamen erfaßt. Wesen, dai in Dir ruht. Muß in dai Wort als Blut, zeigen die Ziele di:s Dichters, dessen Lebens'verk künst '-rische Erfüllung bedeute). Arthur S i 1 b J* r g I e i t. nicht etwa kristallklare „4Hjah.u B) mationen über und Ijlevisenbei t schaftliche Bedin preise;usw. Die Reichsmark zuzii W 15, Meinekestr Merkblatt Ausführliche Bei i schulen, das Tee Lehr- und Erzieh gegen Voreinsenp falls durch das oschüre, enthaltend «Jie notwendigen Infordie Einwanderungsbedingui gen, über ZollimimingeU, Lebensv-rhälti lisse, ländwirtgungen'Palästinas, Berufsaissichten, Fahr- Alijah“.ist gegen Vereinsendung von 0,75 üglich Porto durch das Paläsl ina-Amt, Berlin 10, zu beziehen. / .. * ' 1 ' .Qhinuch“ über die Lelirstättsn in Palästina, chte über , die Univrisität, Seminare, Realhnikum, .die landwirtschaftlichen/Schulen, ungsanstalten für "Kinder usw. „Chinuch^— ung von 0,50 RM zuzüglich-Porto ebenfäläsiina-Amt zu beziehen. Henri Bergson ..Die beiden Quellen der Religion“. # Von seiner biologischen .Grundanschaup Bergson die Entstehung der Moral un«l der klären.! Er unt« rscheidet bei beiden mische | Formen. Die statische Moral schlossejne Gruppe von Menschen unpersönl Moral und" der stellt ng aus versucht Religion zu erstatische und dynafür eine geche Regeln auf, die deriErhaltun); ihres Lebens dienen. Die abstrakte Form dieser besetze stnmmt ebenso wie ihre Ableitung aus einem Prinzip: aus der menschlichen Intelligenz, die Regeln selbst aber ha)>en ihren Ursprung im sozialen Trii-b des Menschen, der sich vom tierischen durch sein Bewußtst in unterscheidet. Sie^ind organische Gesetze und erhalten it re Autorität von der menschlichen Gesellschaft,-die sie dik :iert. Die dynamische (Moral ist die Schöpfung genialeg Seelenmenschen, in denen die Schöpf« rkraft des Lebens zu liöhi-ren' Formen verstößt. {Sie umfa isen mit ihrem Gerechtigkeitsgefühl und ihrer Liebe die ginze Menschheit und wirken über die Jahrhunderte hinweg lurch die Kraft ihres Votbildes. Die statische Religion entsteht aus den fabulatorischen Trieb. Mit ihr suoht die Natur eine geschlossene Gruppe von Mensche» gegen die Gefahren.zu Schützer,- die aus dem egoistischen Verstund, der Kenntnis des Totes und. der manniigfgchep Schwierigkeiten menschlichen Slrrbens erwachsen. Die dynamische Religion ist die Schöpfung genialer Mystiker, die die göttliche 5 chöpferkraft.intuitiv erfa isen und mit ihr eins werden. Von ihnen' strömen Liebe und Freude in. die Menschheit. Bergsons Monlphilosophie. scheint niir .schon in ihrem Ansatz irrig zu sein. So bereinigt sein« Polemik gegen den Kantischjen Rationalismus ist. darin hat Kant unzweif.Ihaftrecht, däß Moralgesetze für alle Mensel len {gelten. Es gibt nicht partikulare und universelle MoCa! setze auf einen bestimmten Teil der schränkt I sind, ist Fanatismus getrübt. 'läßt sich aus dem/sozialen Trieb eben.- wie aus der Autoritä) der Gesellschaft. Wo sittliche Ge- Mepschheit eingedas moralische Empfinden1, durch nationa- Das Pflichtbewußtlen oder'religiösen sein des Menscher sowenig erklären, Naturhafles Wisae i und sittliches Sollen )ihd grundverschieden. Bergsons Erklärung der Religion sus dem -fahu'atorischen-Trjeb verwe«hselt Form und Inhal:. . Irt aller Religion ist Phantasie am Werk, ihren-Inhalt aber gewinnt -sie aus dem religiösen Erlebnis, dessen Voraussetzung das religiöse Gefühl ist. Trotz ihrer irrationalen W und Mystik nicht | leichzusetzen. Einer widerspricht die Tatsache, daß im Jud Vernunftl Verbund« Die ip letzter Zfci Tölz in i den bayr. der Jodkujr und der Sommerfrische erfreut. Im Pärkhotel alt zeitzemiß bescheiden ei kunft, die gewünschte it stark erhöhte Fretnd enfreqnenz von B a d Alpen ist ein sicherer Beweis für die Erfolee Beliebtheit, welcher. si<:h das Bad auch als sind. urzel sind Religion solchen Auffassung entum Gefühl und Lewlcowjtz- Berlin. modernstes Haus am; •n Preisen eine besondn Erholung gewährleist« t platze findet man bei rs behagliche .Unter- [ 91

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