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Der Orden Bne Briss · 1933-08-01 · Nr. 7 - August (8.1933) · p. Seite 75

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Journal
Der Orden Bne Briss
Volume
1933
Issue
Nr. 7 - August (8.1933)
Date
1933-08-01
Page
Seite 75 (sequence 3)
Language
German
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Selbstbehauptung rechtferti jt, geben wollen. Darin ist der Ruf zur Sammlung zum zweiten ein Ruf zur Sammlung im Zeichen der Bejahung und Pflege echter jüdischer Art. Wrnn wir heute — um ein Wort zu! gebrauchen, das in dieser Zeit von der unerichrockensteil jüdischen Zeitung peu schlands als Parole geprägt Worden ist — „ja sagen zum Judentum“, so kann daq nur bedeuten, daß wir die Existenz einer Sonderart jüdit sehen Geistes und Lebens mhtig und entschlossen als der unseren anerkennen, uns zu ihr hekennen und in ihre Erkenntnis und bewußten Pflege, neben der Erhaltun unseres wirtschaftlichen Italiens, die zentral« Aufgal) unseres Lebens sehen. . Wikwollen in Zukunft Arid« sein nicht in der einfachen Art, die nichts besii gt und zij nichts verpflichtet, sondjernj uns mit Erkenntnisstrebeij und seelischer Annäherung leingliedern in «lau, w-as seit Jahrhunderten Inhalt jiddischen W «■seil* und jüdischer Kultur ist. . Wir haben lun* auf unserni Knlvicklungswege die Kulturgüter' vijeler Völker zu eigen gemacht, wir hallen insbesomler«» in 120 Jahren bürgerlicher, Emanzipation die Kulturgüter des deutschen Volkes zu einem nnverlierbaren uiid in Zahl und Maß gar nicht wägbaren Besitz unserei Serie gemacht. Es i< t die Zeit gekommen, nun wie«ler 1er ’ fl ege jüdischen Kulturgutes in unseren Köpfen .und unseren Herzen den Raum zu geben, der von dem Erlejbn s dieser Zeit erfordert wird. Wenn wir diese Aufgabe nie it in ihrem ganzen Ausmaße und in ihrer ganzen Dri nglichkeit begreifen, werden wir niemals erfassen, warum es Sinh bat, um der Bewahrung unserer Art, um unsere! Ju leseins willen Leiil und Not zu ertragen. Wenn wiri dieses Gebot der Stunde, die . Sammlung um und zu den jüdischen Kulturgütern, die zugleich die tiefsten Weirtej unseres Lebens sind, nicht begreifen, werden uns hei te und in Zukunft unsere Kinder anklagen und iijt Beeilt fragen, welche Güter wir ihnen denn zum A ikgl sich für das Schi«jksal ihres Judeseins mit auf den Lebensweg gegeben haben. Unsere Kinder! Mehr noch als uns gegenüber haben wir vor iljin en die Pflicht und Vera ntwortung, sie einkuwurzeln in den Mutterboderi jüdisch;n Lebens, jüdischer Kultut. Sie wie wir und mehr a k w ir sind ausgegliedert aus den Zusammenhängen und Bindujngen, «lie uns als unser Leben erschienen. Glic Jen wir sie in neue Bindungen und Zusammenhänge ein, lapiit sie nicht den Boden unter den Füßen verli«ien| Nein — nicht neue Bindungen! Gliedern wir « ie iin Schule und Ha us, durch Unterweisung und gelel tjes Leben, in die alten Zusammenhänge ein, die Ja lpajisende lang immer wieder jüdischen Menschen -düs! Kraft des Beharrens gegeben haben. Gliedern wir ipsöre Kinder in die geistigen Bindungen echten Jude itupis «in, dann werden sie, wp auch immer ihr Leben seclficksal sich vollziehen w ird, verbunden bleiben mit iutfs und den andern, die «len jüdischen Namen trage aj.! deutschen Juden beute eine Woge jüdisch« r Liehe zit. Erkennen W r doch, wie jene, die uns ihr« Liebe und Teilnahme'ilber Länder und Mee e entsenden, daß es eiii gemeinsames Judenschicksal gilt, an den alle Juden, ' «b sie selbst von ihm betroffen - sii ul'oder nicht, Anteil bähen. Sammeln wir uns in d« r großenj. Sammlung jüdischer K-äfte, «lie sich heute a igesiclits Unserer Not und Sorge überall Vollzieht, »amiieln wir Uns in den großen Kräftestrom, der heute um der Zukunft des Judentums willen, auch unserer IZukunft wiegen neues jüdisches L< ben auferbaut. Eine jüdische Zeitung in Deutschland rief in diesen Tagen in viilliger Verkennung jiifl scher Geschichte und , jüdischer A 1, den deutschen Judei in einem besonderen Zusammenhänge das Wort zu: „Laßt all« Hoffnung fahren!“ .Geschichte das Morgei kennen, die über das sehen, solche Denk weit von uns weg. Wir sammel l uns auc W ir weisen als Judei;, die «len Heute hin ungsart als schwersten Iller Zeiten jüdischen ] irlehens mit der Kraft (usnmmenliruche von gehen gesammelt an unseres Willens, der aus «lern Heute das Morgen aufbaut. W'ii das Werk jüdischen W iederaufba Von Br. wiifolgende r Zu dei Judentums itiiangcnchiij rem Maße d«|r jugcndli Erfindung Nietzsche si der Juden Tatkräftigke: «l«;s Ja, auch mit den ai schule von upd W illei criveckende ri die literari überhand lieben üffei Wieviel mi chjiem Vo schichte un dep edelste! (Spinoza), Sip engesetz menschlich« s‘ Überdies: in den dunkelsten siclu die asiatische W olkenschic: Millionen jüdischen Hcujen in aller W'eit. strömt uns gelagert hätlje, seien es. jüdische Gjelehrte d^m. Sammlung tut not! Aus als Sühn ihrer aus bereits unjüdisch r in dieser is. Fritz, (i o l d i> r h in i d [Ausführungen; schärfsten Kritikern lj:* tBS gehört Friedrich Niel je Eigenschuften beigefährlich und ahschr che Börsenjude viell c: Menschengeschlech ieht nicht nur die SchatJ' beruht seiner Ansicht jit und Intelligenz. (Geschlecht zu Geschl« iskapital müsse . in Maße zum Übergew sehe Unart fast in a ime, «lie Juden als S; Etlichen und inneren man aber bei eil: nachschen, welche^ ter allen Völkern gelia Menschen (Ghristus) las mächtigste Buch u der Welt verdanke u Nr. 475). t tsche. Er < len J uden l IlK erh ussc lac (S|>irroza*L »p«-) erhalten ler Juden!jeit und des icht «lie meint, daß >n besondeckend seien und daß widerlichste überhaupt sei. Aber enseiten. Das Problem nach gera Ie auf ihrer in langer Leidenst angehäuftes Geistmeni nein) und haßiclit kommen, so daß je-tziden Nationen indenböckc aller mögjhelstämje anzusehen, er Gesamtubrechnung die leiilvollste Ge- >t hübe und dem man «len reinsten Weisen ml «las wirkungsvollste „Menscliliblies Allzuht Zeiten des Mittelalters, schw« r über Europa und Ärzte g«s 75

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