Der Orden Bne Briss
- Journal
- Der Orden Bne Briss
- Volume
- 1933
- Issue
- Nr. 6 - Juni (6.1933)
- Date
- 1933-06-01
- Page
- Seite 67 (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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somit auch an die Zukunft. Von diesem Gesichtsp mkt niclit zu Überschätzen, um aus wurden Leid und Katastrophe, Verfolgung und Demütigung ertragen mit Tränen im Auge, aber heiteren Herzens im Bewußtsein durch gottergebenes rlinnehmen und Beherzigen des Leidens, Gott zu dienen. Leiden und Prüfungen, sie lehren den Menschen seine eigene Nichtigkeit, die Nichtigkeit aller, Güter der \irelt, die Ohnmacht des eigenen Willens, die Schwäche dei Klugheit. Sie lehren zugleich die Ewigkeit der wahren Größe, der Güter des inneren I-ebens. So sind die Lei- ' den Läuterung des inneren Menschen. Und wenn wir die Zeichen der Zeit, die uns unerbittlich zum Nachdenken über uns seihst zwingt, erkennen und für I uns nützen wollen, so müssen wir gestehen, -daß wir in der hinter uns liegenden Periode unserer Aufgabe als Jijulcii nicht immer gewachsen waren. Wir haben entgegen Unserer Überlieferung die äußeren Güter vielfach il >erscliätzt, die Widerstandsfähigkeit unserer Seele und unseren Idealismus verloren. Die Probe der Leiden i 11 Altertum und Mittelalter hat das Judentum glänzend bestanden, weil es innerlich weltanschaulich und religiös gefestigt war. Die Probe der guten Tage des aufgeklärten Humanismus haben alle diejenigen schlecht best|i den, die vergaßen, daß Freiheit und Selhständigki Land und Boden, ..Geld und Gut, Ehre und Geltung I uns nur Sinn haben, wenn wir sie unterorjlnen dem einzigen unverlierbaren Gute, das wir besitzen, der Pflichterfüllung nach den Geboten des göttlichen Gesetzes. Gott hat uns auf die Probe gestellt, die Probe ist nicht überall bestanden worden. In Überschätzung der materiellen Dinge haben viele die Güter inneren Lebens, Gottesfurcht und ■ Gottvertrauen, verloren. Manch einem schien unsere Religion und ihre Gesetze als lästiges demis auf dem Wege zur Freiheit und Selbständigkeit. Jetzt haben wir aus der Erfahrung unserer Tage die Mahnung kennen' gelernt, den Besitz an äußeren Dingen ■ ' .0 Thora nicht nur eignet ist, dem Freien Stob, Kraft und So erkennen wir in der Piüfurtg das Gute uns auf unsere und Eintracht innere Kra’t. W ohltat waren für Es ist nicht einmal in unseren Reihen r Hingabe daß ein B Brüder zu voll Jetzt ist cs Zeit, mit ganzer Kru Eintracht unter uns, in unserer Jetzt ist Gelege ’ Eine neue Die Richtung fiilirt zunie finden Brüder sie auch dort jüdischer Lehen uuiffassufllg treu bleibt n Trost für wir wisset: hi nechte ist;,le W an diese rüder für «I« ft und ganzem Herz« den Brink rii aller Rieht Gemeinschaft ulieit, sie a u erweisen. Wanderung von Judeln ist ins Land Ihiflucht, die noch vor Zeit «len Aufbau iler jüdiiehen Heinis W ie wif in pie erklärt haben mÖg«»n. setdisehen Halt unserer Tradition und unserer jiidis< Olingen Judenschicksal führt jiie zum heil nicht veri jetzt, daß unsere somlem allein ge- Leben zu bringen. und besinnen keif, Bruderliebe orte ohne Inhalt, gelungen, alle Ij eaje .zu erziehen, anderen eintritt Auch für die Hilgen haben wir stets eingesetzt. hat eingesetzt, der Väter. Dort nicht allzulangec tlätte für eine Utonerlich zu unserer mg, so .kehrensie zurück zum Lande .Zukunftshoffcl i?n «-ssen, daß heilig bleibt, wenn seine Bewohner jiit igen Bod^n. Mögen ieser Boden nur iscliem Ideal und Das gehetzte, gehöhhte, verkannte «■nn es sich tre i bleibt, nicht a 11 e i tig. Die ganze Hrde bedarf der Erlösu linen sich her ms aus ihrem Jammer, ireni Eli'nd. U isere Erliisungszuvers; gegeben, vieles au iiberdaüeni un«l m überstellen. Hoffen wir, «aß unsere daß neben dem ÜoiiotheiMiiiis und den fl edanke der Läuterung durch Prüf uni lösungszuversicht Briefe an den O. B. B. Die Lage des Schülers im neüen Deutschland. Es ist selbstverstämllich, «laß bei «1er großen Liehe, die «lie Eltern zu ihrep Kindern haben, eines der Hauptgesprächsthemen «lie seelische Entwicklung ihres Nachwuchses gewesen ist und immer sein wird. So hat sich naturgemäß in die Gespräche unzähliger jüdischer Familien in den ersten Monaten der nationalen Revolution, «lie nun hinter uns liegen, die bange Frage eingeschlichen, was aus den Kindern wer«len sollte, wenn erheblich einschränkende Bestimmungen den Besuch «1er höheren Lehranstalten erschweren sollten. Darüber hin» Die Ausführungen von Br. Tt illy Cohn-Breslau bringen wir zur ' Kenntnis unserer Brüder, wenn auch die Beleuchtung, die der Autor auf das Schulwe«en wirft, für manche Orte und für manche 6chulcn ■l v s PI w i S« i zu rosig erscheinen dürfte. ‘nicht di e schlechtest« ii die das Judentum «lei- Menschheit gelitfi s aber hat man loht durch Ixdirpl Ix'hreru und •^hülers onhalthi Es ist , selbst v genwärtigen «1« icht hat, auf rken. Leider h.i mancher Vale V erlauf «1er Ding aLgemeldet und ln ihn herausgeri aiilassung. Es ist «rhältnismäßig Von Bi-, sich auch viel Ged an, M pthode sowie Schülern die innere L r werden könnte'. erständl ich, ' daß , in «s » ei r Lehrer und Erzieher Eltern und Schüler t dierßeiatung niclit r,- so manche Mutter abzuwarten, ihr Kin« aus einer regelmäßig? n. Im. Grunde war bekannt, laß revolutioji lurzen Zeiträumen i< ht Juden volk ist, erlösu n gsheilürfing. Alle Völker ihrer Not und hat uns Kraft laliche Prüfung zu gebung erkenne, Sittengesetz «1er :en und «lie Erii Beiträge sind, ‘ert hat. Um VGI illy Cohn-Breslau. ankeil gemacht, oh die Einstellung ,£ ge «l«*s jü«lischen Zeiten wie der mehr als je die b« ruhigend einzuiinmer gefruchtet. 1 iahen, ohne «len . von «1er Schule n Bildungslaufla?u keine Veräre Zeiten naeli ein ruhiger«?s 67